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Das große Geschnatter geht weiter!
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Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Dezember 2019, 22:09 
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Mir hilft Ablongieren mehr vom Kopf her. Ich sehe, wie Pferd drauf ist, und ich kann im Zweifel dann drauf und direkt "los". Also kann mit den etwas spannenderen Sachen anfangen und ggf. auch schon gleich eher mal ins Aussitzen kommen, als ohne Ablongieren. Da geht es also nicht um müde machen, sondern um locker machen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 07:55 
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Ich würde in dieser Situation auch ablongieren - obwohl ich kein Freund vom Longieren bin. Aber genau wie Yoko schreibt, kann man das Pferd dann einfach ein bisschen besser einschätzen und sich entscheiden, ob man heute reitet oder wie lange man longiert etc. Es geht nicht darum, ein Pferd durch stundenlanges zirkulieren müde zu machen.

Ein Vorteil finde ich noch, dass man - wenn man ablongiert hat - nicht mehr lange Schritt reiten muss. Gerade wenn ein bisschen Spannung in der Luft hängt, ist es doch viel einfacher, wenn man ein (junges) Pferd einfach vorwärts traben kann. Außerdem kann man auch schon nachgurten. Und das Stehen bleiben beim Aufsitzen fällt den Pferden meistens auch leichter, wenn sie ein bisschen ablongiert sind. Alles Dinge, die bei einem unsicheren Reiter bei einem jungen Pferd für Probleme sorgen könnten.

Snoeffi

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"Willkommen im Leben"


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:34 
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Eva hat geschrieben:
Mir hilft Ablongieren mehr vom Kopf her. Ich sehe, wie Pferd drauf ist, und ich kann im Zweifel dann drauf und direkt "los". Also kann mit den etwas spannenderen Sachen anfangen und ggf. auch schon gleich eher mal ins Aussitzen kommen, als ohne Ablongieren. Da geht es also nicht um müde machen, sondern um locker machen.


Ich stimme dem zu! Schon beim ersten antraben an der Longe erkennt man ja in welcher Laune das Pferd heut ist!
Und momentan sind die alle fröhlich! Die 29 jährige Haffidame hat gestern mit Schwung ihre 6 Jährige Reiterin abgebuckelt, einfach mal so fröhlich an der langen Seite! :keineahnung:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:50 
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Yoko, Eva: Auch wenn euch selber Ablongieren hilft – was dabei herauskommt ist doch der Punkt. Wenn das Pferd Stallmut hat/knackig ist wird es versuchen zu bocken, zu rennen, dagegen zu gehen. Das geht alles auf die Knochen und macht eher heiß als gelassen.

Viel sinnvoller ist m.E. aufwärmende Boden/Handarbeit. Da sehe ich genauso (eher sogar noch besser), was das Tierchen heute für ein Temperament hat und kann durch entsprechende sinnvolle gelenkschonende Arbeit Konzentration und Gelassenheit fördern. Wenn die Pferde das kennen ist das eine Aktion von ein paar Minuten.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:56 
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Beiträge: 3279
Singvogel hat geschrieben:
Yoko, Eva: Auch wenn euch selber Ablongieren hilft – was dabei herauskommt ist doch der Punkt. Wenn das Pferd Stallmut hat/knackig ist wird es versuchen zu bocken, zu rennen, dagegen zu gehen. Das geht alles auf die Knochen und macht eher heiß als gelassen.

Viel sinnvoller ist m.E. aufwärmende Boden/Handarbeit. Da sehe ich genauso (eher sogar noch besser), was das Tierchen heute für ein Temperament hat und kann durch entsprechende sinnvolle gelenkschonende Arbeit Konzentration und Gelassenheit fördern. Wenn die Pferde das kennen ist das eine Aktion von ein paar Minuten.


Dagegen könnte man argumentieren, dass ein knackiges junges Pferd mit Stallübermut sich auch bei dem Versuch der aufwärmenden Boden/Handarbeit bemüsigt fühlen könnte, loszubocken, zu rennen und dagegen zu gehen. Das geht auch auf die Knochen und wenn es sich dann noch losreißt, hat man den Salat.

Jeder schreibt natürlich Lösungsvorschläge, die seiner Erfahrung entsprechen. Und ich habe halt keine (guten) Erfahrungen mit Bodenarbeit. Ich kenne nur Seilchenschwinger, die im Sattel nichts hinbekommen und es deshalb vom Boden aus vergeblich versuchen.

Und ich finde es nicht schlimm, wenn ein junges Pferd beim Ablongieren mal buckelt. Meine dürfen das. Und bisher haben alle meine Pferde schnell gelernt, dass das Verhalten mit einem Reiter im Rücken nicht gewünscht ist.

:keineahnung:
Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 11:31 
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Snoeffi hat geschrieben:
Jeder schreibt natürlich Lösungsvorschläge, die seiner Erfahrung entsprechen.
Genau. Und ich habe im Laufe der Jahrzehnte mit lösender Boden/Handarbeit deutlich bessere Erfahrungen gemacht, als mit Stallmut-Ablongieren.

Daran
Snoeffi hat geschrieben:
Dagegen könnte man argumentieren, dass ein knackiges junges Pferd mit Stallübermut sich auch bei dem Versuch der aufwärmenden Boden/Handarbeit bemüsigt fühlen könnte, loszubocken, zu rennen und dagegen zu gehen
und daran
Snoeffi hat geschrieben:
Ich kenne nur Seilchenschwinger
merkt man, dass du tatsächlich keine Ahnung hast, worum es bei der Arbeit geht, die ich meine. :wink:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 12:03 
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aber die Stute von SOS steht doch draußen? Da kann man doch dann nicht von Stallmut sprechen? :keineahnung:

Ich sehe das auch eher so, dass sie sich dann entspannter drauf setzen kann, und die Stute vielleicht schon bisschen locker ist. Muss man probieren ob das bei ihr das richtige ist.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 12:41 
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Stallmut ist für mich in dem Kontext ein Überbegriff für Unausgelastetheit, der neben der Haltung auch noch andere Ursachen hat. Ob ein Pferd vom Rumstehen in der Box und auf dem Paddock um diese Jahreszeit knackig ist oder vom Rumstehen im Paddockbereich des Offenstalls macht meiner Erfahrung nach nur graduelle Unterschiede.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 13:11 
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Bei mir ging es nie um „Stallmut“ wegen nicht genügend Auslastung- das Problem war immer unvorhersehbares Verhalten aufgrund von „Umwelteinwirkung". Mein Pony ist an der Hand, wenn ich quasi direkt daneben stehe, ganz anders drauf als an der Longe oder unterm Reiter. An derHand erschrickt sie sich viel weniger, geht auch deutlich mutiger am Gebüsch vorbei. Das Gebüsch an unserem Reitplatz ist ein potentieller Gefahrenbereich ( ich schrieb schon mal darüber - Wildschweine, Rehe, Katzen, Eichhörnchen....) An der Hand von rechts oder links kein Problem - an der Longe mit ein paar Metern Abstand meinerseits zum Pony aber dann ggf trotzdem furchteinflößend.
Ich führe eh immer erst ein paar Runden - auch vor dem Longieren- weil ihr das gut tut/ Sicherheit gibt/ ich nachgurten kann.

Für mich war das Longieren vor dem Aufsteigen der richtige Weg- ob es hier etwas bringt kann man nur ausprobieren :keineahnung:

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"Hunde kommen, wenn sie gerufen werden.
Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück."


Zuletzt geändert von Yoko am 4. Dezember 2019, 17:50, insgesamt 2-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 14:28 
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Singvogel hat geschrieben:
Yoko, Eva: Auch wenn euch selber Ablongieren hilft – was dabei herauskommt ist doch der Punkt. Wenn das Pferd Stallmut hat/knackig ist wird es versuchen zu bocken, zu rennen, dagegen zu gehen. Das geht alles auf die Knochen und macht eher heiß als gelassen.

Viel sinnvoller ist m.E. aufwärmende Boden/Handarbeit. Da sehe ich genauso (eher sogar noch besser), was das Tierchen heute für ein Temperament hat und kann durch entsprechende sinnvolle gelenkschonende Arbeit Konzentration und Gelassenheit fördern. Wenn die Pferde das kennen ist das eine Aktion von ein paar Minuten.


aber da hast doch auch schon das Problem, dass sich junge! Pferde selten lange konzentrieren können. Wenn die mit dem Kopf schon nach der Handarbeit "durch" sind, dann brauchst gar nicht mehr anfangen zu reiten.
Das ist eine 4 jährige, wenn ich das richtig in Erinnerung hab.
Die können sich nicht lange konzentrieren, und dann fängt der Blödsinn nämlich erst an. :keineahnung:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 14:33 
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pinablubb hat geschrieben:
aber die Stute von SOS steht doch draußen? Da kann man doch dann nicht von Stallmut sprechen? :keineahnung:



Meine steht auch draußen, trotzdem tobt die nicht so durch den Offenstall wie im Sommer auf der Weide und benötigt entsprechend im Winter ihre dullen 5 minuten in der Halle mit ihren Freundinnen! Die rennen und buckeln dann als gäb es kein Morgen mehr! Und das trotz großem Offenstall!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 16:33 
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Beiträge: 6168
pinablubb hat geschrieben:
aber da hast doch auch schon das Problem, dass sich junge! Pferde selten lange konzentrieren können. Wenn die mit dem Kopf schon nach der Handarbeit "durch" sind, dann brauchst gar nicht mehr anfangen zu reiten.

Du hast vielleicht nicht gelesen, dass ich das als Check beschrieben habe, der wenige Minuten dauert. Ich hab's aber noch nie gehabt, dass ich das Pferd danach nicht mehr hätte reiten können, selbst wenn ich mal eine Viertelstunde oder länger gemacht habe. Die werden davon im Kopf nicht platt, wenn man das korrekt macht. Im Gegenteil: Die sind dann eher aufmerksamer, feiner. So erlebe es ich jedenfalls. Und so what: Dann ist eine Einheit halt mal eine Viertelstunde Arbeit an der Hand und eine Viertelstunde im Sattel. Und selbst wenn eine Einheit mal nur vom Boden aus ist (was ich glaube ich noch nie hatte, weil ich einfach zu gerne reite), dann ist es halt mal so.

Wenn die körperlich nach dem an der Longe rennen und bocken durch sind, dann hast du körperlich ausgelaugte Pferde. Und das ist viel schlimmer, denn die sind mental auch nicht mehr zur Mitarbeit fähig und damit auch nicht lernfähig. Doppelt Sch … lecht.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 17:08 
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Singvogel, vielleicht kannst einfach mal präzisieren, was genau du konkret unter Bodenarbeit oder Arbeit an der Hand verstehst?
Ich mache das auch sehr gerne und verwende so etwas wie Seitengänge an der Hand gern um ein unaufmerksames Pferd wieder zur konzentrierten Mitarbeit zu motivieren.
Ich finde es aber grundsätzlich schon nützlich, ein junges Pferd vor dem reiten an der Longe aufzuwärmen. Das hat nichts mit müde machen oder ausbacken lassen zu tun. Wenn das Pferd aber das Bedürfnis hat zu bocken oder zu rennen, ist es mir lieber, sie machen das an der Longe. Forcieren würde ich das nicht, aber ich lasse es zu.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 18:07 
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Beiträge: 6168
Ja Seitengänge, aber vorher geradeaus v/a, auch Übertreten und klassisches Abkauen wie es auch mal Teil der HDV war.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 18:18 
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Inwiefern man als Pferdehalter sein Pferd eher vom Boden aus oder vom Sattel aus zum Mitmachen bzw. Entspannen bringen kann, hängt meiner Erfahrung nach hauptsächlich vom Menschen und seinem Selbstverständnis ab. Sehr viele Pferdebesitzer fühlen sich am Boden einfach sicherer. Das strahlen sie auch aus, daher hilft es ihnen, ihre Pferde am Boden zu arbeiten.
Andere fühlen sich in ihrer Einwirkung vom Sattel aus sicherer. Auch das strahlen sie aus, ergo fühlt sich auch das Pferd mit dieser Person im Sattel sicherer als mit dieser Person an der Hand. Ich z.B. gehöre zu letzteren. Ich bin eher von der kleinen leichten Version Mensch, bin schon mit 12 auf Großpferd umgestiegen, als diese eigentlich noch zu groß für mich waren. Ich entsinne mich noch genau an die unflätige 4-jährige, die 20cm größer als ich war, und leider nicht so mega gut erzogen worden war (älterer gehbehinderter Züchter - Tür auf, Pferde rennen auf Koppel, etc.). Die Stute war aber beim Holsteiner Verband drei Monate im Beritt gewesen und wirklich sehr gut angeritten. Am Boden hat die gedrängelt, ist auf Füße getreten und hat einen auch mal (in Panik) an die Wand gequetscht. Unterm Sattel war die total entspannt und gehorsam. Das hat mich sehr geprägt. Wenn man oben sitzt, kann man schon mal nicht getreten werden :wink: . Von oben kann ich ein Pferd komplett einrahmen und habe viel mehr Einwirkung. Meine eigenen sind natürlich an der Hand auch brav. Aber in stressigen Situationen (fremder Stall, etc.) fangen die nach dem Aufsitzen sofort an abzuschnauben. Denn wenn die Mutti erst mal oben sitzt, dann wird alles gut.


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