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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:56 
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Eine flüchtige Bekannte von mir ist gestorben.Heute kam die Trauerpost und da steht drin:
Beate hat ihren Körper der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung gestellt

nun grübel ich schon den ganzen Tag darüber nach,es beschäftigt mich

habt Ihr dazu eine Meinung?

hier mal eine Info:

Quelle:


Aeternitas e.V. Verbraucherinitiative Bestattungskultur info@aeternitas.de | 02244 / 92537 Aeternitas e.V. Logo
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Körperspende für die Medizin

Nach gängiger Definition handelt es sich bei der Körperspende um keine eigene Form der Bestattung - anders als die Erdbestattung oder die Feuerbestattung, die beiden hierzulande üblichen Bestattungsformen. Sie stellt aber eine weitere Wahlmöglichkeit zur klassischen Bestattung dar.

Bei der Körperspende wird der Leichnam des Verstorbenen der Wissenschaft für die medizinische Aus- und Weiterbildung sowie die Forschung zur Verfügung gestellt. Die Spender helfen so unter anderem, Operationstechniken zu verbessern und darüber hinaus neue Operationstechniken sowie Instrumente zu entwickeln. Die daraus gewonnenen Erfahrungen helfen Ärzten, das Leben anderer Patienten zu retten.

Wer beabsichtigt, seinen Körper nach dem Tode der Medizin zur Verfügung zu stellen, sollte sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und auch seine Angehörigen mit einbeziehen. Im Falle einer Körperspende muss eine Körperspendeerklärung bzw. Absichtserklärung ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben werden. Jeder volljährige Mensch kann seinen Körper spenden. Von dieser Verfügung kann der Spender jederzeit ohne Angaben von Gründen zurücktreten. Voraussetzung für die Annahme einer Körperspende ist, dass die Anatomie nicht zu sehr vom Normalzustand abweicht. Schwere Krankheiten und Operationen, aber auch starkes Übergewicht können zu einer Ablehnung der Spende führen, ebenso wie hochinfektiöse und meldepflichtige Erkrankungen.

Der weitere Ablauf im Todesfall wird institutsabhängig unterschiedlich gehandhabt. Während die manche Institute Körperspenden unentgeltlich annehmen, werden bei anderen unterschiedlich hohe Gebühren erhoben. Auch die Erledigung der Formalitäten sowie die spätere Bestattung/Beisetzung (und die entsprechenden Kosten) werden unterschiedlich geregelt. Bei Interesse sollten Sie sich persönlich in dem in Frage kommenden Institut über den genauen Ablauf dort informieren.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 16:22 
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Campariorange hat geschrieben:

nun grübel ich schon den ganzen Tag darüber nach,es beschäftigt mich

habt Ihr dazu eine Meinung?


Was beschäftigt Dich?
Mir persönlich ist es völlig egal was nach meinem Tod mit mir passiert. Wenn ich da noch Angehörige haben sollte, dann sollen die machen was ihnen am liebsten ist, wenn nicht, dann ist es einfach egal. Grundsätzlich finde ich wissenschaftliche Forschung oder medizinische Ausbildung eine gute Sache, ich habe aber gehört, dass die viel mehr Leichen haben als sie brauchen können.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 16:32 
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Könnte den Angehörigen, wenn man das richtige Institut findet, die Beerdigungskosten sparen. :-#


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 16:55 
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Ich glaube, dass die wenigsten Angehörigen in der Trauer entscheiden, dass der Körper des Verstorbenen gespendet werden soll. Grundsätzlich finde ich aber, dass das ein gute Sache ist. Wie halt ein Organspendeausweis. Man nimmt den Angehörigen ja so auch eine Last der Entscheidung ab. Daher finde ich, dass man es, wenn man es will, vor seinem Tod klären sollte bzw. den Wunsch danach seinen Angehörigen rechtzeitig mitteilen sollte.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 17:23 
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Ich hätte da kein Problem mit, meine aber auch gelesen zu haben das man schon fast Glück haben muss wenn man "genommen" wird.

Vor viiiiiiielen jahren durfte ich bei einer Freundin mit in den Präp Kurs an der Uni, das war total spannend. Und wie es aussieht/wie man die Schnitte setzt lernt man ja nicht aus Büchern, von daher finde ich solche Spenden sehr wichtig

Andere Baustelle, aber wir haben letztes Jahr auf einem Kurs auch ein noch frisches Pferdebein zerlegt, das war deutlich lehrreicher als zum100sten Mal ein fertiges Präparat in der Hand zu haben.

Allerdings finde ich es auch wichtig das die Menschen die es am Ende betreffen wird (= die Hinterbliebenen, so vorhanden) einverstanden sind. Mir ist es egal was nach meinem Tod mit meinem Körper passiert, aber sollte da jemand sein dem irgendwas daran wichtig ist, dann soll es so sein. Dieser Mensch muss da ja mit leben, nicht ich.
Meine Eltern wollten immer eine Seebestattung und hatten auch schon entsprechendes niedergeschrieben. Als der Tod näher rückte stellte mein Vater es uns frei wie er bestattet wird, weil er meinte das es uns ja auch betrifft. Meiner Mutter wurde klar, dass sie ein Grab zum Hingehen haben will, daher wurde das dann auch gemacht.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 22:27 
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Ich glaub, ich für mich fände das nicht dramatisch und durchaus sinnvoll- wenn denn überhaupt Körper gebraucht werden. Als Angehöriger fände ich es allerdings irgendwie schon etwas komisch, wenn es entweder gar keine richtige Beerdigung gibt oder nur eine Trauerfeier ohne Sarg bzw. Urne. Und ich glaub ich würd mich dann irgendwie doch immer fragen, wo das was nach der Forschung übrig bleibt, am Ende gelandet ist und wieviel überhaupt noch übrig war :alol: ich denke wenn es der Verstorbene will wärs ok für mich, ich bin auch niemand der zwingend an ein Grab muss um zu trauern. Aber ich kann auch verstehen, dass es Leute gibt die eine ordentliche Beerdigung brauchen um loslassen und trauern zu können.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 22:45 
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Ich hab noch mal nachgedacht... Mich stört die Vorstellung nicht, dass Untersuchungen an meiner Leiche durchgeführt werden könnten, aber die Vorstellung, dass eines meiner engsten Familienmitglieder so etwas macht, ist doch komisch :? ... Natürlich ist der Mensch wie man ihn kannte nicht mehr da, aber es ist schon komisch zu wissen, dass der Körper irgendwo in einem Keller aufbewahrt ist und dank Konservierungsstoffen noch so aussieht, wie man ihn in Erinnerung hat. Wenn ich daran denke, dann ist es wohl wirklich besser man spricht es mit der Familie ab. Man weiß ja nie was im Leben passiert und ob die Angehörigen damit umgehen könnten.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 9. November 2018, 10:34 
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HAt mein Schwiegervater auch gemacht, ich find das klasse . würd ich auch so wollen

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Am beschta ischts rüabig ahihocka,
still si und d’Oga zumaha.
Losna, luaga, spüra –
was us der ägna Tüfe uffakunnt.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 9. November 2018, 11:36 
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Ich wußte bisher nicht mal, dass es das gibt. Prinzipell finde ich das gut, wenn die Angehörigen damit einverstanden sind.

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Schnuppe


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Ungelesener BeitragVerfasst: 9. November 2018, 11:40 
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da ich nahe einer medizinischen Uni wohne, ist mir das Thema bekannt, hier mal der Link unter welchen Voraussetzungen die Uni Heidelberg Körperspenden nimmt:
http://www.ana.uni-heidelberg.de/index.php?id=126

Finde es allerdings auch merkwürdig, dass Angehörige das veranlassen, bzw. veranlassen können. Gehe davon aus, dass man das selbst VORHER organisieren muss.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10. November 2018, 16:26 
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Das steht doch: "Jeder Körperspender muss sich durch eine sogenannte Letztwillige Verfügung bereits zu Lebzeiten persönlich dem Institut vermachen."

Ich gehe allerdings davon aus, dass man halt dann als Angehöriger den Tod des Verwandten dem Institut nicht meldet, wenn man mit der Sache nicht einverstanden ist.

Aber wer seinen Angehörigen diesbezüglich nicht vertraut, wird das bestimmt an irgendwelche notariell beglaubigten Klauseln im Testament knüpfen können.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10. November 2018, 17:11 
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Im Testament bringt das ggf. wenig, bis das eröffnet wird ist man i.d.R. längst verbrannt oder verbuddelt.
Solche Vorgaben wären besser in Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht aufgehoben.
Bzw. noch besser werden sie zu Lebzeiten schon klar kommuniziert (ich gehe davon aus, das Menschen die sich für diesen Weg entscheiden das im Normalfall auch so tun), so dass derjenige, der sich um die Beerdigung kümmern würde die entsprechenden Verträge zur Hand hat und weiß was er zu tun hat.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 10. November 2018, 21:45 
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Der Opa meines Mannes hat das gemacht und seine Oma (die aber noch lebt) hat das auch im Testament festgelegt.
Ich kannte das vorher auch nicht. Finde es aber durchaus interessant. Wenn man es nüchtern betrachtet spart man unheimlich viel Geld. Der Körper meines Schwiegeropas wurde abgeholt und in Münster den Studenten zur Verfügung gestellt. Nach knapp 1,5 Jahren haben wir Post bekommen, dass der Körper nun beerdigt wird. Es gab eine Sammelbeerdigung. Im Gottesdienst waren Studenten und Professoren anwesend, die sich mit eingebracht haben. Abgesehen davon, dass der Gittesdienst zu lang war, haben sie es echt schön gemacht und es war sehr respektvoll den Toten gegenüber.

Wir als Familie haben uns an Opas Lieblingsplatz, am See, getroffen und haben da kleine Schiffchen rein gesetzt und haben so unsere kleine Beerdigung ´gefeiertˋ.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 11. November 2018, 07:50 
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schnucki hat geschrieben:
Im Testament bringt das ggf. wenig, bis das eröffnet wird ist man i.d.R. längst verbrannt oder verbuddelt.

Ich meinte es auch eher als Druckmittel im Sinne von "wenn nicht, dann ...". Das man auch das vorher kommunizieren muss ist eh klar. :alol:


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Ungelesener BeitragVerfasst: 11. November 2018, 09:05 
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In der "Bild am Sonntag" ist heute ein Bericht zu dem Thema.

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