Ententeich

Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:21 
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Habe gerade auf Facebook einen Kommentar gelesen, der mich "erstaunt" hat. Es ging darum, dass es Ausnahmefälle gibt, in denen Pferde "schnell weg müssen". Beispiel: ein alter Züchter, der sich komplett alleine um die Pferde kümmert, stirbt oder ist nicht einfach nur nicht mehr in der Lage, sich zu kümmern.
Eine mir unbekannte FB Userin meinte, in so einem Fall sollten (gesunde) Pferde lieber zum Schlachter als zum Händler.

Klar ist, wenn es hart auf hart kommt, ist ein Verkauf oder auch eine Vermittlung in liebevolle Hände bei mehreren Pferden eventuell nicht mehr möglich. Wobei ich selber schon solche Notfälle geschenkt übernommen habe, mit der ausdrücklichen Erlaubnis, weiterzuverkaufen, wenn ich nette Käufer finde. Nehmen wir mal an, es gibt niemanden, der die Pferde übernimmt und gut hegt und pflegt. Dann kann doch immer noch ein Händler mit dem LKW vorfahren, und alle auf einen Schlag abnehmen. Versorgungsproblem gelöst und etwas Geld verdient. Mir leuchtet nicht ein, warum der sichere Tod besser sein soll für die Tiere als eine ungewisse Zukunft. Ja, vielleicht wird das eine oder andere Pferd zum Wanderpokal. Vielleicht finden aber auch alle nette neue Besitzer.

Wie seht Ihr das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:31 
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Ich wäre auch für Händler. Zumal man als Erbe oder Nachlassverwalter den ein oder anderen Taler sicher noch gebrauchen kann. (Soll jetzt nicht geldgeil klingen, aber manchmal weiß man ja nicht gleich, wie es um die Finanzen des Verstorbenen steht und eine Beerdigung kostet ja auch bissel was.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:34 
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Haut mich, aber ich finde es schlicht egal. Vorausgesetzt mit "Schlachter" ist der örtliche Schlachthof gemeint und nicht irgendein Transport soll jeder selbst entscheiden was er mit seinen für den menschlichen Verzehr geeigneten Nutztieren macht, da fide ich das eine nicht besser oder schlechter als das andere :keineahnung:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:42 
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Das Problem ist das die Erben meistens :
völlig überfordert sind
null Ahnung haben
null Bock haben sich über "die Gäule" Gedanken zu machen
es ihnen völlig egal ist
schnell Alles zu Geld machen wollen


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:42 
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Ich bin teilweise bei schnucki.

Voraussetzung: Die Pferde sind Schlachttiere und sollen/können als Nahrungsmittel verwertet werden.

Bei gesunden Pferden, die als Freizeitpferd gute Dienste leisten können, würde ich aber den Händler vorziehen.
Bei einem Pferd mit Zipperlein oder schwierigen Pferden würde ich die Lotterie wohl nicht spielen wollen und eine schnelle Schlachtung vorziehen.

Tagelanger Transport nach sonstwo zum Schlachter ist in allen Fällen ein No Go.

_________________
Falko - 27.05.1995-10.12.2015
Danke für alles, Dicker


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 15:54 
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Falko hat geschrieben:
Voraussetzung: Die Pferde sind Schlachttiere und sollen/können als Nahrungsmittel verwertet werden.

Wenn die Pferde keine Schlachttiere sind, besteht die Option ja gar nicht. Niemand darf ohne vernünftigen Grund ein Wirbeltier töten. Aufessen ist ein vernünftiger Grund, "Händler sind mir suspekt" eher nicht.

Ich würde das aber trotzdem von den Pferden abhängig machen. Wenn ein Züchter plötzlich stirbt und der hat jahrelang gute Sportpferde gezüchtet, dann wäre es saudämlich, diese Tiere zu töten. Wenn ein Animal Horder plötzlich stirbt und da lauter mehr oder weniger verwahrloste, null ausgebildete Tiere ohne Abstammung und ohne sichtbare Qualität rumstehen, dann kann man sie auch aufessen sofern das möglich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 16:14 
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In diesem Fall wurde explizit von gesunden Pferden gesprochen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 17:00 
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Diva hat geschrieben:

Ich würde das aber trotzdem von den Pferden abhängig machen. Wenn ein Züchter plötzlich stirbt und der hat jahrelang gute Sportpferde gezüchtet, dann wäre es saudämlich, diese Tiere zu töten.
Warum saudämlich? Weil es grad ja so unfassbar wenige brauchbare (und wenn direkt vom Züchter i.d.R. ungerittene) Sportpferde auf dem Markt gibt? :alol:

Campariorange hat geschrieben:
Das Problem ist das die Erben meistens :
völlig überfordert sind
null Ahnung haben
null Bock haben sich über "die Gäule" Gedanken zu machen
es ihnen völlig egal ist
schnell Alles zu Geld machen wollen
Naja, schnelles Geld und mindestens den Schlachtpreis kriegt man beim Händler auch, und schnell untern Füßen weg sind sie beim Händler ebenso, daran wird also es eher nicht liegen :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 17:07 
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Man muss ja auch immer gucken wie alt die Tiere sind und welchen bisherigen Zweck sie hatten. Wenn da nun 3 alte Zuchtstuten zwischen 18-25 Jahren rumstehen, die zwar so noch recht fit sind, aber klar ist, dass die nicht nochmal angeschoben werden können, weil die zuletzt mit 3 bei der Stutenleistungsprüfung geritten wurden, dann würde ich zum Schlachter tendieren. Denn sind wir mal ehrlich, wer kauft solche Pferde!? Und gerade mit den Beistellern wird doch so viel Schindluder getrieben, dass ich das den Tieren ersparen würde. Auch würde ich wohl nicht versuchen einen 15-jährigen, rohen Wallach einzureiten, der die ganze Zeit da rumgestanden hat, weil der Animal Horder es jahrelang versäumt hat das Tier irgendwie unterzubringen oder auszubilden.
Wenn es um eine überschaubare Zahl Pferde geht und man die Zeit und das Geld hat, dann würde ich die Tiere selbst vermitteln. Wenn es um richtig viele geht, dann sucht man sich halt die guten raus und die restlichen gibt man dem Händler. Ich selbst kenne auch 2-3 Händler, wo ich denke, dass der die Pferde immer einigermaßen vernünftig verkauft (also kein Sammeltransporter nach Italien).
Wenn der Züchter einen guten Ruf hat, denke ich, dass sich sicherlich auch einige von selbst melden. So haben sicherlich auch noch ein paar Zuchtstuten die Chance in einem anderen Zuchtstall ihr Dasein fortzuführen.
Für mich kommt es immer auf den konkreten Fall an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 17:40 
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Tatsächlich muss man auch erstmal einen Händler finden. Unverkäufliches nimmt der nämlich auch nicht.

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Heimat ist, wo ich sterben will...


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 20:57 
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La Traviata hat geschrieben:
Tatsächlich muss man auch erstmal einen Händler finden. Unverkäufliches nimmt der nämlich auch nicht.


Hier läuft so ein Modell erfolgreich international VS. Aufgrund der Abstammung 3jährig quasi unverkäuflich. Für den Eigengebrauch zu speziell. Durch Zufall suchte die neue Besitzerin was Außergewöhnliches mit kleinem Budget. Dachschaden war willkommen.
Sonst wäre die nächsten Tage zum Schlachter gegangen um dem Pferd ein ungewisses Schicksal zu ersparen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 21:50 
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Das sind doch wieder so Geschichten die einmal im Jahrhundert vorkommen à la „Legendäres Kaltblut gewinnt E Springen“.
Meist stehen bei älteren Züchtern alte Zuchtstuten oder Junggemüse. Ich würde vielleicht auch eher versuchen die Tiere zu vermitteln, aber gebt mal selbst eine Anzeige für ein günstiges Pferd. Anfragen wie „Ist Ratenzahlung möglich?“ gehören da noch zu den harmloseren.... Im Bekanntenkreis rumfragen, ob ev jemand ein Pferd brauchen könnte und der Rest zum Händler - sofern es Pferde sind bei denen eine reelle Vermittlungschance besteht. Den älteren oder bekloppten Tieren würde ich wohl eine Odysee durch versch. Händlerhände oder mehrtägige Transporte ins Ausland ersparen wollen und direkt zum Schlachter bringen. Fände ich dem Tier ggü. fairer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 8. November 2018, 22:38 
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Wenn die pferde halbwegs Reitpferde sind und keine kranken problem tiere, fände ich Händler eine Möglichkeit, das sie doch noch ein gutes zu hause finden könnten. Und das ist dem sicheren Tod in meinen Augen vor zu ziehen.

_________________
Nicht ärgern! Nur wundern.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. November 2018, 08:17 
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@Zuzi: Eben. Ich wollte nur die Aussage unterstreichen, dass manche Pferde nahezu unverkäuflich sind. Auch wenn sie jung und fit sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lieber Händler oder Schlachter?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. November 2018, 16:48 
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Ich habe in meinem Testament festgelegt, was mit meinen Tieren geschehen soll und wer für die Umsetzung meines Willens zuständig ist (diese Person ist natürlich informiert) und eine entsprechende Summe dafür auf die Seite gelegt.
Ich finde, wenn man Tiere hat, sollte man sich darüber Gedanken machen. Ist aber meine ganz persönliche Meinung.


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