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 Betreff des Beitrags: Husten - ich brauche Denkanstöße
Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 13:30 
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Ich brauche mal Eure Denkanstöße, weil mir langsam nichts mehr einfällt.

Es geht um meine jetzt schon 12-jährige Stute. Sie lebt gemeinsam mit meinem 27-jährigen Wallach in einer relativ großen Laufbox (ca. 27 m²). Die Box ist mit Leinstroh eingestreut und hat an der langen Seite drei Türen, die oben offen sind, also alles recht luftig. Im Winter geht meine Stute vormittags ca. 1 Stunde in eine Freilaufführanlage (seiten offen, die Gehfläche ist aber überdacht). Sie bekommt Heu von meistens guter Qualität. Klar ist auch mal ein Ballen nicht ganz so gut, aber so richtig staubig oder gar schimmlig gab es schon ewig nicht mehr und wird von mir auch nicht geduldet.

Im Sommer ist meine Stute täglich von morgens bis frühen Nachmittag (bis ich zum reiten komme) auf der Weide, da gibt es keine Probleme.

Jeden Winter hat sie Probleme mit leichtem Husten. Ich lasse im Oktober auch immer impfen, was das Immunsystem ja auch ein bisschen fordert. Daher füttere ich jetzt schon immer ab Oktober Plantagines von Iwest dazu.

Aber egal, was ich mache - sie hustet am Anfang der Reiteinheit. Es ist kein richtiges Husten, sondern eher ein Räuspern, als hätte sie einen Frosch im Hals. Dann schnaubt sie ganz oft ab und dann ist alles okay. Ich kann sie richtig arbeiten und sie hat keinerlei Luftprobleme.

Was ich schon alles gemacht habe bzw. mache:

- Plantagines von Iwest füttern
- Hustensaft von meiner TAin
- Inhalieren vor dem Reiten mit Kochsalzlösung
- Inhalieren mit einem Schleimlöser (Name weiß ich gerade nicht)
- Heu nass gemacht
- Abhören lassen von TAin (mehrmals). TAin kann nichts hören und kann auch beim Abhören keinen Husten provozieren
- über 4 Tage ACC hochdosiert gegeben, weil ich dachte, dass sie vielleicht doch verschleimt ist
- Wick Vaporub in die Nüstern geschmiert (hatte ich vergessen)

Alles Maßnahmen bringen keinen nennenswerten Erfolg. Es gibt Tage, da hustet die Stute überhaupt nicht. An anderen Tagen ist es trotz des Inhalierens etc. echt schlecht. Was ich aber sicher weiß: Wenn ich sie draußen reite, ist es besser als in der Halle. Unsere Halle ist allerdings wirklich nicht sehr staubig, aber das scheint etwas auszumachen.

Meine TAin ist sich sicher, dass das Pferd nicht verschleimt ist. Trotzdem habe ich mal auf eigenen Wunsch hin, über eine Woche Schleimlöser gegeben (4 Tage ACC und mit Schleimlöser inhaliert, danach nur noch inhaliert). Es kommt wirklich nichts aus der Nase raus. Egal wie tief ich sie beim reiten einstelle, wie lange ich sie galoppieren lasse etc. Ich wage zu behaupten, da ist nichts drin.

Letztendlich müsste ich eine Bronchoskopie machen lassen oder habt Ihr noch andere Ideen?

Im Grunde genommen, geht es meiner Stute gut. Sie ist wirklich top fit, muss sich halt nur am Anfang der Reiteinheit so räuspern bzw. den Frosch aus dem Hals bekommen. Dann ist alles paletti. Konditionsprobleme kennt die nicht.

Das Problem besteht jedes Jahr im Winter. Deshalb ist mir schon klar, dass es wahrscheinlich auf die Haltung zurückzuführen ist. Allerdings ist meine Box wirklich super luftig und wirklich nicht stickig oder sonst was. Ich miste auch selbst und sehr ordentlich. Also steht sie auch nicht im Amoniakgestank. Ich reite auch im Winter viel öfters aus als im Sommer. Eben um die fehlende Weide ein bisschen auszugleichen.

Komischerweise verschwindet das Problem meistens so Ende März/Anfang April. So war es bis jetzt auf jeden Fall. In dieser Zeit ändert sich noch nichts an der Haltung, weil bei uns die Weidesaison immer erst Anfang Mai beginnt.

Mein Gedanke war schon, dass das allergisch ist. Aber dann wäre der Auslöser etwas, was nur im Winter blüht. :keineahnung:

Vielleicht hat jemand von Euch noch eine Idee. Falls Fragen bestehen - immer stellen.

Snoeffi

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Zuletzt geändert von Snoeffi am 13. Januar 2020, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 13:37 
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Hustet sie denn wirklich nur am Anfang beim Reiten? Unser Wallach ist wohl - auf was auch immer allergisch. Bei ihm hat ein Nasennetz hier sofortige Besserung bis hin zum vollständigen Verschwinden bei ähnlichen Symptomen gebracht.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 13:41 
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Sie hustet zu 99,9 % immer am Anfang, wenn man das erste Mal antrabt. Ganz selten, so selten, dass es zu vernachlässigen ist, kommen die Probleme erst etwas später. Also wenn man schon ein bisschen getrabt ist. Aber immer ist es so, dass die Probleme nur einmal pro Reiteinheit auftreten. Ist der Frosch einmal weg, ist alles gut. Es gibt - wie gesagt - auch Reiteinheiten, in denen gar keine Probleme auftreten.

Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 13:47 
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Mein Pferd hat es ähnlich, er hustete (nicht immer, aber schon öfter) auch am Anfang der Reiteinheit. Habe auch alles mögliche durchchecken lassen= nichts :keineahnung: hörte sich aber bei ihm auch ähnlich an wie Du es beschreibst.

Mittlerweile bekommt er von mir immer vor (!) dem reiten Equistro Vetoquinol Sekrosan liquid und meistens auch noch Leovet Hamba-Vet. Das Sekrosan ist aber glaube ich das ausschlaggebende. Nachdem ich das ausprobeit habe, hat das Husten aufgehört


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 14:11 
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Angel80 hat geschrieben:
Mein Pferd hat es ähnlich, er hustete (nicht immer, aber schon öfter) auch am Anfang der Reiteinheit. Habe auch alles mögliche durchchecken lassen= nichts :keineahnung: hörte sich aber bei ihm auch ähnlich an wie Du es beschreibst.

Mittlerweile bekommt er von mir immer vor (!) dem reiten Equistro Vetoquinol Sekrosan liquid und meistens auch noch Leovet Hamba-Vet. Das Sekrosan ist aber glaube ich das ausschlaggebende. Nachdem ich das ausprobeit habe, hat das Husten aufgehört


Wie viel von dem Sekrosan hast Du denn vor dem Reiten gegeben? Und hast Du das nur vor dem Reiten oder wirklich 3 x täglich gegeben?

Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 14:25 
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kommt mir "fast sehr bekannt vor" - aber mal eines vorweg - fütterst du plantagines durch ? oder nur dann - wenn du - wie erwartet auf die Zeit zugehst wo das Problem entsteht?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 14:27 
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gigoline hat geschrieben:
kommt mir "fast sehr bekannt vor" - aber mal eines vorweg - fütterst du plantagines durch ? oder nur dann - wenn du - wie erwartet auf die Zeit zugehst wo das Problem entsteht?


Nur von Oktober bis Januar/Februar.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 14:29 
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ich frage deshalb weil mein fuchsi damals (lebt ja nicht mehr) auch nur WEGEN plantagines hustete...

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 14:51 
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Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass es TAs gibt, die beim Abhören nichts hören, obwohl da was ist. Das muss nicht an der Qualität deines TAs liegen, sondern Erfahrungswerte.
Mit einer Tüte über der Nase "rebreath" kann man oft mehr "hören". Willst du sicher sein, lass reinschauen.

Hier nachzulesen:
https://www.thieme-connect.de/products/ ... 30415.pdf#

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 15:41 
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Lass reinschauen, alles andere wäre ja weiterhin geraten. Hört sich ja so an als ob es von weiter oben kommt. Auch ein Allergietest könnte hilfreich sein, da gibt es wohl inzwischen ganz gute. Die Stute meines Freundes hat mit dem Kräutermüsli für die Atemwege gefühlt auch mehr gehustet. Was ihr noch ganz gut hilft ist Schwarzkümmelöl.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 16:27 
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Meine Stute hat es ähnlich, und ist Allergikerin. Von daher wäre Bronchoskopie + Test meine Empfehlung. Am besten auch bei einem guten TA / Klinik die damit Erfahrung haben.

Hast du mal eingeweichtes Heu probiert zu füttern?

Bei Kräutern etc. wäre ich so auch vorsichtig, das kann je nachdem manchmal mehr schaden als nützen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 21:27 
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Flying hat geschrieben:
Meine Stute hat es ähnlich, und ist Allergikerin. Von daher wäre Bronchoskopie + Test meine Empfehlung. Am besten auch bei einem guten TA / Klinik die damit Erfahrung haben.

Hast du mal eingeweichtes Heu probiert zu füttern?

Bei Kräutern etc. wäre ich so auch vorsichtig, das kann je nachdem manchmal mehr schaden als nützen.


Ja ich habe eine ganze Zeit lang nasses Heu gefüttert. Hat aber auch keine große Veränderung bewirkt.

Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 21:32 
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Das mit dem Reinschauen ist halt so eine Sache. Ich habe das ja mit meinem inzwischen verstorbenen Fuchs auch durch. Der war Allergiker und wurde jahrelang desensibilisiert. Jedes Mal, wenn dieses Pferd gehustet hat, habe ich abhören lassen und dann - zur Sicherheit - doch reinschauen lassen. Ich weiß echt nicht wie oft ich da eine Bronchoskopie habe machen lassen. Und wirklich nie war da was drinnen.

Ich habe ja auch schon oft gehört, dass ein TA richtig festsitzenden Schleim nicht hören konnte. Daher habe ich ja einfach mal auf Gut Glück richtig ordentlich Schleimlöser gegeben und inhaliert. Weil ich dachte, dass dann wenigstens was rauskommen würde. Kam aber nicht. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es ist nichts drinnen oder es sitzt so fest, dass es mit den normalen Schleimlösern nicht rauskommt. Da es dem Pferd aber - bis auf das anfängliche Schnauben/Räuspern/Husten - gut geht, wäre ich sowieso mehr als vorsichtig, welche Medikamente gegeben werden sollen. Ich bin nämlich nach wie vor fest davon überzeugt, dass viele Medikamente auf Dauer die Sache nicht gerade verbessern. Und mit Cortison will ich mal lieber sehr vorsichtig sein.

Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 21:59 
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Ich habe gerade erst gehört, dass es für Allergiker gerade nach wie vor eine schlechte Zeit ist. Durch die ausbleibende Kälte haben wir immer noch Pollenflug. Allergisch könnte also auch gut sein.
Mein TA in Kiel hat mir damals mal empfohlen Cetirizin zu geben. Er meinte, dass es für Pferde keine wirklich aussagekräftigen Allergietests gibt. So konnte man es einfach austesten.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Januar 2020, 22:51 
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Snoeffi hat geschrieben:
Angel80 hat geschrieben:
Mein Pferd hat es ähnlich, er hustete (nicht immer, aber schon öfter) auch am Anfang der Reiteinheit. Habe auch alles mögliche durchchecken lassen= nichts :keineahnung: hörte sich aber bei ihm auch ähnlich an wie Du es beschreibst.

Mittlerweile bekommt er von mir immer vor (!) dem reiten Equistro Vetoquinol Sekrosan liquid und meistens auch noch Leovet Hamba-Vet. Das Sekrosan ist aber glaube ich das ausschlaggebende. Nachdem ich das ausprobeit habe, hat das Husten aufgehört


Wie viel von dem Sekrosan hast Du denn vor dem Reiten gegeben? Und hast Du das nur vor dem Reiten oder wirklich 3 x täglich gegeben?

Snoeffi


Ja, gebe das immer wenn ich komme und dann fange ich an Sachen zu holen und fertigzumachen, also so etwa 30-45 min vor dem reiten. Das hat ein Dosierding oben drauf, das mache ich voll. Also einfach nach Gebrauchsanweisung. 3 mal am Tag ist nicht nötig.


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