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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 08:46 
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schnucki hat geschrieben:
@pinablubb, du geht jetzt aber von normalen Stuten aus.

Ein traumatisierten Pferd wie Adrenalins Stute ist da ne ganz andere Hausnummer, da nutzt ein „ich kann gut mit Stuten“ auch nicht viel :keineahnung: .


und ergänzend noch, habe ich persönlich auch das Gefühl, dass Stuten allgemein nicht so ganz ihr Ding sind. Das ist aber auch nicht schlimm. ich kenn viele, die mit der Art von "normalen" Stuten schon nicht klar kommen. Geschweige denn, mit solchen, die schon schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Auch das ist nicht böse gemeint. Nur ein Eindruck, den ich hier von den Erzählungen bekommen habe. Ist ja auch nicht die erste Stute, mit der es nicht so funktioniert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 09:48 
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Sorry, aber irgendwie geht mir dieses „Stuten sind halt“ so stereotypisieren ja echt auf den Sender. Ich hatte schon viele Stuten in meinem Leben und sie waren alle komplett unterschiedlich. Ich streite nicht ab, dass die Mädels mitunter anders ticken als die Jubgs, aber dass die pauschal schwieriger sind, sich nicht anpacken lassen und ne Bedienungsanleitung brauchen stimmt so einfach nicht. Ja, es gibt welche die sind empfindlicher und welche die sind garstig, wenn was nicht nach ihrem Kopf läuft. Ich kenn aber genug Wallache auf die das ebenfalls zutrifft. Meine eigene ist 0 kompliziert oder auf eine Person bezogen, die lies sich schon immer von Männern, Frauen, Kindern reiten und nimmt einem nix so schnell krumm. Und sie lässt sich ohne Probleme anpacken, wenn’s mal sein muss.

In meinem Umfeld sehe ich leider, dass viele Stuten auch zu verzogenen weibergäulen gemacht werden. Ob man für ein Pferd ne Bedienungsanleitung braucht oder nicht, ob es eher gutmütig oder wenig tolerant ist etc hat meiner Meinung nach mehr mit dem Charakter als dem Geschlecht zu tun :keineahnung:

In einem Punkt stimme ich hier zu: ich denke man muss sich überlegen ob man selbst und das Pferd auf Dauer damit glücklich werden, wenn die jeweiligen Ansichten von Arbeitseinstellung etc nicht zusammen passen. Für mich persönlich käme ein ein-Mann Pferd, das nicht bereit ist sich im Zweifel auch mal unterzuordnen, sondern immer wieder alles in Frage stellt oder so ne prinzessin mit Allüren schlicht nicht in Frage. Ich Merk das grade beim horsemanship, wie schön es ist ein Pferd zu haben, das nicht bei jeder Einheit erst mal wieder die Grundlagen hinterfragt oder beschließt, dass es jetzt grad warum auch immer unpässlich ist :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:02 
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:roll:
Es geht hier nicht um "ich will mich nicht anbinden lassen oder ich mag mein Zusatzfutter nicht fressen"

Fakt ist aber, dass Stuten in der Regel weniger stoisch sind als Wallache. Und dass man ein gewisses Mass von "sich darauf einlassen" braucht, damit man ans Ziel kommt.

Pina hat mit Sicherheit keinen verwöhnten Weiberbock und wir auch nicht.
Die sind alle sehr gut erzogen.
ABER zwischen Umgang und sich aufs Pferd einlassen beim Reiten sind zwei komplett verschiedene Welten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:15 
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Ich habe auch nicht behauptet, dass Eure verzogen sind, das würde ich mir nicht anmaßen und so wie ich Dich kennen gelernt habe glaub ich auch nicht, dass Du Dir auf der Nase rumtanzen lässt.

Und den klassisch stoischen Wallach gibt es meiner Meinung nach nicht wirklich öfter als die unkomplizierte Stute. Ein Stück weit auf die Eigenheiten einlassen muss man sich ja fast bei jedem Pferd. Aber ganz ehrlich: Bei uns im Stall sind die Pferde, die sehr eigen sind, wenn da wer anders drauf sitzt als der Besitzer, die immer wieder testen, die ihre Eigenheiten haben was an welchem Tag geht und was nicht, die beleidigt sind, wenn man sie aus ihrer Sicht unfair anpackt oder die bei vermeintlicher Überforderung auf Gegenwehr stellen etc- alles Wallache :-| Und ich rede da nicht von Pferd ist frech sondern ich rede von so Sachen wie: Pferd klemmt beim Fremdreiter und fängt an zu steigen, wenn der sich durchsetzen möchte, Pferd wird hysterisch weil der Besitzer mit der Ausführung der Lektion nicht zufrieden war, Pferd tritt nach dem Schenkel oder der Gerte, weil es sich ungerecht behandelt fühlt, Pferd schnickt mit dem Kopf weil mit irgendwas nicht einverstanden, Pferd möchte nicht einfach nur schnell bewegt werden sondern entsprechende Sorgfalt und Wertschätzung, bekommt es die nicht, schaltet es auf stur bzw. Abwehr. Pferd hat Befindlichkeit beim Putzen am Bauch angefasst zu werden o.ä., tut man es trotzdem eskaliert es und die Reiteinheit wird ein Spaß usw. Diese Wallache laufen mit ihren Besitzern bei entsprechendem Handling und auf die Bedürfnisse eingehen alle gut und erfolgreich.

Die Stuten die auffällig sind, fallen hingegen tatsächlich alle eher in die Kategorie verzogener Weibergaul, sprich da ist es wohl zu großen Teilen hausgemacht :angellie:


Zuletzt geändert von dabadu am 4. Dezember 2019, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:25 
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Bsp:
Stute geht Turnier - 3. im L, nächstes WE Pause. Dann Turnier. Tochter reitet ein. Stute geht nicht zum ersten Sprung. Zwischenzeitlich ist nichts, null, rein gar nichts passiert....

2 Wochen später wieder platziert.

Kann man sich mit abfinden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:32 
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Mir ist der Satz von Adrenalin im Kopf hängen geblieben, daß die Stute lange Mähne/Schopf nicht mag.
Da ist mir eingefallen, daß eine Freundin erzählte, daß ihre Stute ebenfalls eine lange Mähne kurz vor dem Widerrist nicht mochte und mit Kopf-/Halsschütteln reagierte. War die Mähne dort eingeflochten schüttelte sie weniger.
Ich hätte ja die Mähne einfach kurz geschnitten, meine Freundin kommt aber aus der Traberszene und liebt eine lange Mähne. :-D

Bezgl. Stuten kann ich auch einiges beitragen. Wobei ich seit Geburt 1 Stute habe, mit der ich nicht kann. Sie weiß wohl, daß sie sich benehmen muß, und sie ist an der Hand und auch unter dem Sattel brav, aber trotzdem reiben wir uns aneinander auf. Daher reite ich sie so gut wie gar nicht.

Alle anderen Stuten sind unkompliziert, testen zwar mal, wer das Sagen haben kann, wenn die Sachlage geklärt ist, sind sie aber sehr kooperativ.
Unsere Stuten sind auch alle recht selbstsicher.
Meine Wallache sich da schon spezieller, vor allem mein kleiner Brauner. Die sind nicht so selbstsicher.

Wenn ich mich richtig erinnere hatte Adrenalin auch schon mind. eine Stute. Daran kann es also nicht liegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:36 
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Feuerblitz und genau von der Sorte haben wir derzeit nur Wallache *gg*
Die frühere Stute meiner Freundin war genauso. Da lief auch mal die Uhr ab, weil sie nachm Grüßen nicht zum ersten Sprung kam - um genau zu sein nicht mal in dessen Nähe. Und je mehr meine Freundin probiert hat, desto mehr wurde sie vorgeführt. Ein Tag vorher war sie noch auf genau dem gleichen Platz platziert. Und es gab keine Korrelation zwischen oft Turnier oder wenig Turnier, 1 Tag oder 2 Tage los usw. Tot geschafft hat die sich eh nie was die Nennungszahl anging. War einfach von der jeweiligen Laune abhängig. Nur wie gesagt: Das war genau diese eine. Die jetzige Stute macht sowas überhaupt nicht und ich saß schon auf genug Wallachen bei denen Du immer von der Tageskooperationsbereitschaft abhingst und wenn die nicht vorhanden war haste am besten abgeschrieben viel zu wollen. [smilie=timidi1.gif]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:38 
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Ich glaube auch eher an ein individuelles anstatt Stutiges Problem. Es gibt einfach Mensch-Pferd Beziehungen die nicht passen. Kommen dann noch massive Verhaltensprobleme dazu, macht es das nicht einfacher. Das Adrenalin, die ja nun nicht unerfahren im Umgang und Training mit Pferden ist, mit Stuten per se nicht umgehen können soll, finde ich zu einfach gedacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:42 
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Nein aber vielleicht passt es trotzdem nicht. Egal ob Stute oder nicht.

Ich meine seit 2 Jahren kann sie nicht gescheit galoppieren? 2 Jahre?
Klar macht man sich um alles einen Kopf. Vielleicht passt auch der RL nicht?
Oder es ist schlicht und einfach reiterliches Unvermögen.
:keineahnung:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:45 
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Das das einfach nicht passt, glaube ich wohl.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:48 
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Keine Ahnung, ich habe noch nie einen Unterschied gemacht, welches Geschlecht das Tier hatte, auf dem oder hinter dem ich saß. Für mich ist jedes Pferd ein Individuum, und wird individuell gearbeitet. Ich hatte auch schon wunderbare Beziehungen zu Stuten, die alles für mich getan haben. Und grundsätzlich nehme ich schon Rücksicht auf die jeweilige tägliche Befindlichkeit, kann sein, dass das jetzt anders klang. Es hat auch noch kein Esel bei uns so ein umfangreiches Wiederherstellungs- und Wohfühlpaket bekommen wie Hannah. Weiß nicht, ob es falsch rüber gekommen ist, aber natürlich ist es mir wichtig, dass das Tier überhaupt erstmal körperlich in der Lage ist, das zu erfüllen, was man von ihm möchte. Glücklicherweise haben wir bei uns im Stall Zugriff auf sehr gute Diagnostiker und Therapeuten aller Fachrichtungen, und ja, wir nehmen sie auch in Anspruch.

Ich mag den Begriff traumatisiert nicht so gerne verwenden, der wird ja auch in einschlägigen Tiersendungen leicht inflationär gebraucht. Aber ohne Frage hat Hannah ein ganzes Paket von körperlichen und seelischen Befindlichkeiten mitgebracht. Offensichtlich hat sie von Menschen noch nicht viel Gutes erfahren, ist dazu ein ängstliches und unsicheres Pferd. Ihre einzige Möglichkeit damit umzugehen war bisher entweder Rückzug oder die Flucht nach vorn anzutreten. Das ist sehr zermürbend und langwierig zu bearbeiten, und hat nichts mit Stutigkeit oder falscher Pferd-Reiter-Passung zu tun.
Ja gut, vielleicht möchte dieses Pferd nach seinen bisherigen Erlebnissen eigentlich auch gar nicht mehr mit Menschen zusammenarbeiten, aber sorry, dafür haben wir sie leider nicht angeschafft. Ich habe keine Ahnung, was man mit ihr gemacht hat, um sie "verkaufsfertig" zu präsentieren. Wir hatten nur den Eindruck, sie sei in die falsche Richtung gearbeitet worden, etwas, was man mit Geduld, Konsequenz und kleinen Schritten schon korrigieren kann. Alles andere hat sich erst offenbart als sie eingezogen war. Und allein der Mangel "geht gern auf die Reise" ist kein Grund, dass der Verkäufer sie zurücknimmt. Weil in ihrem früheren Zuhause hat sie ja nie was gemacht und war nie auffällig. Nein, und es lag ja nur am Zeitfaktor, dass man sie nicht weiter gefördert hat. :roll:
Ist schon klar, aber beweis mal einer, dass es anders war. Tja, und so einen Kandidaten wird man dann eben auch nicht wieder los. Vor allem, wenn man sich fragt, was andere wohl mit ihr anstellen würden um das händeln. Die Strategie der "Bereiterin" war eben Kopp vor die Brust ziehen und hoffen, dass sie sich nicht traut aufzumucken. So arbeiten wir aber nunmal nicht.

Manchmal bin ich eben ein bisschen müde, weil es sehr, sehr anstrengend ist und in sehr kleinen Schritten voran geht. Dann muss ich das auch mal äußern (dürfen). Das muss aber nicht grundsätzlich heißen, dass es nicht passt oder dass ich nicht mit Stuten umgehen kann. Und sicher gibt es auch jemanden, der das noch viel besser hinkriegen würde als ich. Ganz bestimmt gibts den. Ich glaube allerdings nicht, dass ich die Person im Umfeld der gängigen Bereiter hier bei uns finde. Ich mache mir viele Gedanken, schöpfe alles aus, was mir noch so einfällt, und nehme viel Hilfe (auch in Form von qualifiziertem Unterricht) in Anspruch.

Letztens war jemand bei uns, die uns ein Jahr nicht gesehen hat, und meinte, Hannah hätte ja unglaubliche Fortschritte gemacht. Die Dame hat noch erleben dürfen wie wir ungespitzt in die Bande gebrettert sind, und nun sieht sie ein Pony, was in Takt, Losgelassenheit und Anlehnung Schritt und Trab geht. Jedenfalls immer öfter. Es ist dann schon schön, wenn man von außen gesagt bekommt, dass man doch auf einem guten Weg ist.

Aber auf jednefall Danke, dass sich hier auch so viele Gedanken um uns machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 10:55 
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feuerblitz hat geschrieben:
Oder es ist schlicht und einfach reiterliches Unvermögen.
:keineahnung:


Das ist durchaus möglich. Frage ich meine beiden Reitlehrer auch regelmäßig. Ich bin da nämlich nicht so sicher.

Die sind natürlich befangen in ihren Antworten. Eine ist meine Freundin, wobei ich hoffe, dass die Freundschaft so gut ist, dass sie mir die Wahrheit sagen würde. Der andere bekommt Geld dafür. Ich glaube aber, er hat genügend Ehrgeiz auch aus einem Fahrer einen guten Reiter zu formen. Aufgeben kommt bei beiden nicht in Frage.
:keineahnung:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 11:02 
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich im Falle von Hannah und Adrenalin es fast egal finde, aus welchem Grund das jetzt nicht klappt. Ob es an den reiterlichen Fähigkeiten von Adrenalin liegt oder an ihrem "Mangel" sich auf dieses Pferd oder auf Stuten im allgemeinen einlassen zu können. Oder an dem Charakter des Pferdes oder an der Mondphase oder am Stand der Sonne. Es ist in meinen Augen wurscht.

Wie Adrenalin schon geschrieben hat, hat dieses Pferd in meinen Augen nur noch diese eine Chance - nämlich Adrenalin. Wer soll so ein Pferd kaufen? (vorausgesetzt, man ist beim Verkauf halbwegs ehrlich und das Pferd nicht sediert etc.?). Welchen Weg soll dieses Pferd gehen? Klar könnte man es auch einfach auf eine Wiese stellen und in Ruhe lassen. Aber warum? Offensichtlich geht es aufwärts, wenn vielleicht auch langsamer als gehofft oder erwartet. Dem Pferd geht es gut, es wird gut betreut (nach meinem Eindruck besser als manch anderes Pferd).

Vielleicht gäbe es einen besseren Reiter - vielleicht einen passenderen Besitzer? Kann sein. Aber das Pferd hat eine gute Chance, bei Adrenalin bis an sein Lebensende gut leben zu können.

@Adrenalin: Nicht aufgeben. Meine Stute ist im Vergleich zu Deiner ein Kinderspiel und kinderleicht zu reiten. Und trotzdem habe ich noch nie so viele Tränen und so viel Verzweiflung bei der Ausbildung eines Pferdes gehabt wie bei ihr. Aber es wird.... und das wird bei Dir und Hannah auch klappen.

Snoeffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 11:08 
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Ich habe immer noch die Geschichte meiner RL im Ohr, als sie von einem Berittpferd erzählte. Immer wieder lagen ihr die anderen Reiter im Ohr, sie solle das Pferd doch mal galoppieren. Sie erwiderte jedesmal, das Pferd könne dies noch nicht unter dem Reiter. Wenn es so weit sei, würde sie es schon im Galopp reiten.
Nach 1 Jahr galoppierte sie das Pferd das erste Mal. Und es war genau so wie sie es sich vorgestellt hatte - perfekt im Gleichgewicht mit gutem Untertreten.

Übrigens habe ich 1 Jahr gebraucht um meinem kleinen Braunen wieder so viel Sicherheit unter dem Sattel zu geben, daß wir wieder ausreiten können und auch im Wald galoppieren. Dabei war ich oft mehr Fußgänger als Reiter.
Und auf der Reitanlage draußen reiten zu können ist immer noch tagesform abhängig. Der Springplatz ist nach wie vor für ihn gruselig, obwohl dort nie etwas passiert ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kopfschütteln
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dezember 2019, 11:11 
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Snoeffi hat geschrieben:
Ich muss ehrlich sagen, dass ich im Falle von Hannah und Adrenalin es fast egal finde, aus welchem Grund das jetzt nicht klappt. Ob es an den reiterlichen Fähigkeiten von Adrenalin liegt oder an ihrem "Mangel" sich auf dieses Pferd oder auf Stuten im allgemeinen einlassen zu können. Oder an dem Charakter des Pferdes oder an der Mondphase oder am Stand der Sonne. Es ist in meinen Augen wurscht.

Wie Adrenalin schon geschrieben hat, hat dieses Pferd in meinen Augen nur noch diese eine Chance - nämlich Adrenalin. Wer soll so ein Pferd kaufen? (vorausgesetzt, man ist beim Verkauf halbwegs ehrlich und das Pferd nicht sediert etc.?). Welchen Weg soll dieses Pferd gehen? Klar könnte man es auch einfach auf eine Wiese stellen und in Ruhe lassen. Aber warum? Offensichtlich geht es aufwärts, wenn vielleicht auch langsamer als gehofft oder erwartet. Dem Pferd geht es gut, es wird gut betreut (nach meinem Eindruck besser als manch anderes Pferd).

Vielleicht gäbe es einen besseren Reiter - vielleicht einen passenderen Besitzer? Kann sein. Aber das Pferd hat eine gute Chance, bei Adrenalin bis an sein Lebensende gut leben zu können.

@Adrenalin: Nicht aufgeben. Meine Stute ist im Vergleich zu Deiner ein Kinderspiel und kinderleicht zu reiten. Und trotzdem habe ich noch nie so viele Tränen und so viel Verzweiflung bei der Ausbildung eines Pferdes gehabt wie bei ihr. Aber es wird.... und das wird bei Dir und Hannah auch klappen.

Snoeffi


Danke Snoeffi. Ich habe einen großen Respekt vor Adrenalin und bin sicher, dass viele hier sich einer derartigen AUfgabe gar nicht erst stellen würden.

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Childhood is not from birth to a certain age and at certain age
The child is grown, and puts away childish things.
Childhood is the kingdom where nobody dies.

- Edna St. Vincent Millay -


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