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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 13:07 
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Ich mache hier auch mal was auf, vielleicht hat ja wer eine Idee.

Vor ca. 3 Wochen stand meine RB auf einmal auf 3 Beinen in der Box. Das Bein vorn rechts schonte sie die ganze Zeit (siehe Bild im Link, Bild ist leider zu groß fürs Forum https://rly.lepus.uberspace.de/lychee/uploads/big/893d30f9dd08a27dc548764ba518c181.jpeg).
Beim Laufen war sie nicht lahm, weder im Schritt noch im Trab. Beim Aufheben des Beins vorn links setzte sie die Hinterbeine weit unter den Körper und warf sich fast hin, schien also wehzutun auf dem rechten Bein zu stehen. Beine alle klar, keine Schwellung keinerlei Pulsation. Also TA geholt. TA hat sie angeschaut und wusste auch nicht so recht. Abspritzen meinte sie macht keinen Sinn, da Pferd dafür zu wenig lahm ist, Hufabszess eher unwahrscheinlich da null warm, keine Pulsation, Sehne auch eher unwahrscheinlich, da keinerlei Schmerzreaktion in der Sehnengegend. Da Hufschmied am nächsten Tag kam sollte der nochmal abdrücken und beim Schneiden schauen ob was Richtung Hufabszess ist. Sie hat ihr dann Schmerzmittel gespritzt und wir sollten Metacam geben. TA vermutete Zerrung an Schulter/Bug oder Nerv geklemmt.

Beim Schmied hat das Pferd nur mit der vollen Dröhnung Schmerzmittel unter zuhilfenahme von 3 Personen und einer Wand, an der sie sich anlehnen konnte, das Hufeisen vorne links abnehmen lassen. Ausschneiden ging nicht mehr, weil sie sich nur noch auf den Boden warf. Schmied sagte auch Hufabszess ist es nicht, hat extra auch nochmal auf die anderen Hufe geguckt. Tierarzt war zeitgleich auf dem Nachbarhof und hat auch nochmal geschaut, vermutete immer noch Richtung Zerrung.

Es ist dann kontinuierlich etwas besser geworden, also sie streckte den Huf nicht mehr die ganze Zeit weg, sondern stand meistens ganz normal, gab aber den linken Huf immer noch nur sehr schlecht bis gar nicht. Da TA sagte schonen haben wir sie erstmal nur im Schritt bewegt, daraufhin fing sie aber an, den ganzen Tag ihre Box umzugraben, was in erneutem Bein wegstrecken resultierte.Immerhin kann ich inzwischen den linken Huf mal für 5-10 Sekunden hochnehmen, um ihn auszukratzen oder etwas zu raspeln. Aber spätenstens dann fängt sie wieder an, sich auf den Boden werfen zu wollen. Seit ein paar Tagen longiere ich sie jetzt zusätzlich noch, da sie ja anscheinend Langeweile zu haben scheint. Sie läuft lahmfrei in allen Gangarten und ist extrem bewegungsfreudig. (Ich vermute) durch das Gegrabe steht sie jetzt wieder öfter mit weggestrecktem Bein da, obwohl sie immer noch Metacam bekommt.

Hat jemand eine Idee was das sein könnte? Bzw. habt ihr Erfahrungen damit, wie lange sich sowas mit Zerrung/ eingeklemmtem Nerv etc hinziehen kann?
Ich hatte ja auch schon Richtung Rehe vermutet, aber dann frage ich mich woher? Sie hat vorher keine Medikamente bekommen, steht maximal 1 Stunde auf der Koppel und wurde langsam angeweidet und das Gras war da auch schon nicht mehr so richtig saftig und viel Belastung hatte sie auch nicht, außerdem scheint es ja nur einseitig zu sein. Huf ist auch nicht warm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 15:46 
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Ich würde vor allem das longieren bleiben lassen. Wenn du sie arbeiten willst, Langzügel oder DL oder geh spazieren.

Zum eingeklemmten Nerv gabs doch hier nen Fred?! Von Fiene? Habt ihr nen guten Osteo? Von selbst heilt sowas ja nun nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 17:31 
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Phillis wars. Habs dir mal hochgeschubst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 17:34 
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Dopellonge geht gerade nicht weil ich sonst wegen dem Pilz den bei uns gerade alle haben jedes Mal den Longiergurt in Desinfektion einlegen darf. Frei laufen lassen kann ich sie nicht weil sie da total abdreht und dann wenn sie wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kurve nicht mehr kriegt und hinfällt und spazieren reicht dem Pferd halt wohl nicht aus, da es Box und Paddock umgräbt. Da sie ja jetzt barhuf ist kann ich auch leider nicht mit ihr joggen gehen weil sonst die Hufe dahin sind.

Die TA ist Osteo, hat da auch ein bisschen an ihr rumgedrückt und so aber konnte da auch nichts wirklich feststellen, das sie sicher für den Auslöser hält :keineahnung:

Danke Travi, das lese ich mir nochmal durch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 17:38 
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Für Langzügel brauchts keinen Gurt. Also ganz im Ernst. Das ist überhaupt nicht bös gemeint. Aber mit ner ungeklärten Lahmheit wär longieren das letzte, was mir einfiel. Auch wenn die Umstände für alles andere ungünstig sind :?

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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 17:47 
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Langzügel kennt das Pferd leider nicht. Und bei nem Pferd mit losem Hinterbein, das jetzt 3 Wochen nur Schritt ging und dementsprechend geladen ist ist das was, bei dem mir nicht so wohl im Magen ist :?

Beim Führen benimmt sie sich bei mir noch, die andere RB hat schon Mühe sie irgendwie noch im Schritt zu halten. Ausgelastet ist Sie halt durch Spazieren gehen überhaupt nicht. Und ich denke 15 min longieren ist vermutlich immer noch besser, als den ganzen Tag mit dem kranken Bein Paddock und Box umgraben. Die hat die letzten Tage teilweise in 24h eine Fläche von 2x3m bis aufs Paddockgitter weggegraben und auf der Koppel macht sie das auch schon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 20:23 
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Habs jetzt nicht aufm Schirm. Kriegt sie aktuell iwas? Notfalls würde ich die runterdimmen. Aber du kriegst hier sicher noch mehr und vor allem auch andere Meinungen.

Edit: Rehe können durchaus auch wetterbedingt ausgelöst werden, wenn da Anfälligkeit besteht. Klingt aber nicht so danach. Mich wundert aber, dass ein Ta mit Zusatz Osteo nicht sicher eingrenzen kann, ob Aua unten oder oben. Also Extremitäten oder Rumpf müsste eigentlich zu differenzieren sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 22:39 
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Eine Idee habe ich leider nicht, das kann ja alles oder nichts sein. Aber bei einem überwiegend lahmfreien Pferd, dem es so gut geht dass es alles umgräbt würde ich glaube ich erstmal die Schmezmittel weglassen und gucken was dann passiert.
Und auf keinen Fall ohne Diagnose und unter Schmerzmittel longieren :keineahnung:


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Juli 2018, 22:46 
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Auf dem Foto ist mein erster Gedanke "kommt von oben".

Wurde das denn nicht geröntgt?

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Danke für alles, Dicker


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Juli 2018, 06:52 
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Könnte ein Muskelriss sein. Je nachdem, welcher Muskel an welcher Stelle das Problem hat, lahmen die oft recht wenig. Dennoch kann es bei bestimmten "Bewegungen" sehr schmerzhaft sein. Ich würde das Schmerzmittel mal aussetzen und schauen, wie sie sich dann bewegt. Keinesfalls würde ich die in dem Zustand longieren. Gibt es irgendwo schon eine Mini-Delle in der Muskulatur? Mal ganz genau linke und rechte Seite vergleichen (auch in der Achsel und den kompletten Schulter- und Bugbereich sowie auch den Hals).


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Juli 2018, 07:01 
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Wir haben relativ aktuelle und auch ältere Röntgenbilder von Rücken-, Hals- und Schulterbereich sowie den Beinen.
Die TA sagt sie würde eher nicht nochmal Röntgen, da die Bilder alle (also auch schon die älteren) massive Befunde zeigen und sie daher vermutlich sowieso nicht eingrenzen kann was die Ursache ist. Die Besitzerin erwägt gerade neue Bilder, aber sie ist halt nicht vor Ort und ich dachte ich sammle mal Ideen bevor der TA nochmal kommt.
Das Pferd ist halt auch schon fast 25 und hat in vielen Gelenken Arthrose, die vermutlich auf die früheren Haltungsbedingungen und sportliche Nutzung zurückzuführen sind.


@Schnucki: genau das habe ich gestern gemacht, ich bin mal gespannt ob das einen großen Unterschied macht und ob sie das Graben einstellt. Letzte Woche hatte ich schon mal nen Tag ohne versucht, aber da konnte ich dann nicht mal Hufe auskratzen und hielt ihren leidenden Gesichtsausdrucke auch nicht aus.

@Singvogel: Danke für die Idee. Dellen in der Muskulatur gibt es keine, die sieht aus wie immer (und da ich jeden Tag den sch*** Pilz behandle schaue ich das Pferd gerade jeden Tag sehr genau an).
Sie hat auch in den 3 Wochen nur Schritt erstaunlich wenig Muskulatur abgebaut, was bei Arthroseschüben immer der Fall ist, wenn sie sich von sich aus kaum bewegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Juli 2018, 14:26 
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man sollte sich nciht drauf versteifen, dass es unbedingt muskulatur sein muß.
ich würde auf jeden fall noch mal das bein röntgen (wichtig incl. huf)
und dann akribisch mit den alten Aufnahmen vergleichen.
fissuren können auch solche symptome machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Juli 2018, 15:00 
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Besitzerin spricht heute mit TA was als nächstes gemacht wird.
Das Metacam weglassen ist gar nicht gut, da hat sie sichtlich Schmerzen, aber graben tut sie trotzdem. Die ist aber auch echt hart im Nehmen und würde im Zweifelsfall auch laufen, bis sie tot umfällt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 17:04 
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Neuester Stand: Die Röntgenbilder brachten keinerlei neue Erkenntnis. TA hat mit ihrer Kollegin nochmal geschaut, die ebenfalls Osteo ist und inzwischen nehmen sie an, dass durch die Arthrosen in der Halswirbelsäule und Schulter die Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. Wir versuchen jetzt noch bis nächste Woche ob durch die vorgeschlagene osteopathische Behandlung Besserung eintritt und wenn das nichts hilft dann lassen wir sie gehen.
Die TÄ sind sich beide einig, dass wir selbst ohne die jetzige Problematik genügend Gründe hätten, sie einschläfern zu lassen, so wie die Röntgenbilder aussehen und wie sie sich generell verhält. Wäre sie ein Pferd, das man auf die Koppel stellen könnte und das damit zufrieden wäre, würde man es vielleicht noch ein bisschen länger versuchen, aber so ist es bei ihr leider nunmal nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Seltsame "Lahmheit"
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Juli 2018, 17:18 
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Isjaki ich finde das klingt vernünftig und ihr habt nichts unversucht gelassen.

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