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 Betreff des Beitrags: Außengalopp und fliegende Wechsel
Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 09:04 
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Registriert: 21. Juni 2016, 06:55
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In welcher Reihenfolge bringt ihr (jungen) Pferden Außengalopp und fliegende Wechsel bei? Gibt da ja die unterschiedlichsten Auffassungen mit durchaus plausiblen Erklärungen...
1. Erst Außenglaopp, dann fliegende Wechsel: Weil es in der Reihenfolge auch auf Turnier verlangt wird, usw...
2. Erst fliegende Wechsel, dann Außengalopp: Wenn der Außenglaopp schon zu gefestigt ist, gibts Probleme beim erlernen des Wechsels, usw...
3. Beides gleichzeitig: Das Pferd muss auf die jeweilige Hilfe warten und lernt von Beginn an zwischen den Hilfen zu unterscheiden, usw...

Aus welchen Gründen bringt ihr es euren Pferden auf diese Art und Weise bei? Hat ja alles seine Vor und Nachteile.

Ich bin gespannt [smilie=hate-teach.gif]

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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 09:13 
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Meiner hat sich sehr schwer getan und das ist heute noch echt tricky, wobei er aber ja schon lange nicht mehr auf dem Niveau geritten wird. Ich würde mit dem nächsten Pferd nicht mehr ewig außen Galopp reiten, sondern die Wechsel schneller dazu nehmen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 10:52 
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Bisher hat sich das bei jedem Pferd auf die ein oder andere Art und Weise angeboten, ohne dass ich einen bestimmten Plan gehabt hätte.

Wenn du mich aber jetzt nach der Theorie fragst, würde ich die fliegenden Wechsel ganz spielerisch machen lassen, also nicht mit reinsetzen und Schenkel umlegen, sondern einfach wechseln lassen. Die jungen Pferde springen ja meistens eh recht schnell um, wenns mit dem Gleichgewicht noch schwierig ist.

Außengalopp genauso spielerisch, dem Pferd halt so viel helfen wie nötig und nicht in die Ecken rein. Wenns umspringt, ruhig durchparieren und neu angaloppieren. Wenn das alles für die Pferde kein sonderlich großer Akt is, kann man anfangen, die Hilfen dazu beizubringen. Also beides mehr oder weniger gleichzeitig, aber spielerisch immer alles ziemlich früh schon gemacht haben.
Grundsätzlich nie ein Pferd fürs Umspringen strafen!!! Dann ist es auch kein Problem, wenn man erst den Außengalopp festigt und dann die Wechsel richtig auf Hilfe beibringt.

Aber wie gesagt, ich hab’s eigentlich immer so gemacht, wie es sich eben angeboten hat. Hatte damit auch nie Probleme, meine Pferde haben immer beides sauber gemacht nach mehr oder weniger Übungszeit.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 11:41 
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Ist das jetzt allgemein gefragt oder auf dein Pferd bezogen?

Ich finde, das kann man gar nicht festmachen. Das ist eine ganz individuelle Sache die bei jedem Typus Pferd anders ist.
Und wenn ich ehrlich bin - in fast keiner L Dressur die ich so gesehen habe, ist der Außengalopp gut. Da eiern die Pferde mehr oder weniger im falschen Galopp irgendwie rum.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 13:01 
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Ist ne ganz allgemeine Frage...
Mich interessiert einfach, wie andere das so handhaben und aus welchen Gründen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 13:24 
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Bei meinem heutigen Rentner habe ich lange gewartet mit den fliegenden Wechseln. Wollte erst bombensicheren Außengalopp haben. Da hat er sich ein bisschen schwer getan mit den Wechseln, aber nachher ging er trotzdem alle Serienwechsel sicher.

Bei meinem verstorbenen Fuchs habe ich mit den Wechseln früher angefangen als beim Rentner. Der hat das schnell gelernt, aber trotzdem hatte ich Probleme bei einem Wechsel, weil er den gerne nachgesprungen ist.

Bei meiner jetzigen Stute gefällt mir der Außengalopp noch nicht 100 %-ig gut, weil er eben noch nicht sicher und gut ausbalanciert ist. Aber schon so gut, dass wir diese Saison L reiten konnten. Trotzdem habe ich jetzt schon mal Wechsel geritten, weil sie das eben einfach anbietet. Ich will aber, dass sie den Wechsel als ganz normale Lektion sieht und arbeite daher genau so intensiv am Außengalopp wie vorher auch.

Snoeffi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 13:55 
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Hanno das kommt denke ich darauf an was man reiten will.
Will man springen, sollten die den Wechsel relativ schnell lernen, aber wie Thesa eben sagt, spielerisch. Will man nur Dressur reiten, mag das vielleicht anders aussehen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Oktober 2017, 17:18 
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Kommt aufs Pferd an. Tendiere eher zu keiner festen Reihenfolge sondern eher danach was sich anbietet- aber auch nicht dazu mit einem von beiden zu lange zu warten und erst eine Sache festzubetonieren. Je weiter u sicherer die in der Ausbildung die kommen desto sicherer sind sie auch in den Hilfen einen der spielerisch beides schonmal kennt kann man meiner Meinung leichter zu beidem sicher bekommen als einer der denkt "ich darf nicht umspringen" oder "ich darf keinen Außengalopp machen"


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Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Oktober 2017, 07:42 
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Da ich im Laufe meines Lebens zig L-Dressur-Seriensieger getroffen habe die nicht M reiten können, "weil das Pferd keine Wechsel springt" würde ich immer dazu tendieren AG & Wechsel gleichzeitig zu üben.
Mein Freizeit-Spring-Esel kann sehr gut unterscheiden, wann er umspringen soll oder wann halt gerade AG angesagt ist. Wenn ich das mit meinen bescheidenen Reitkünsten hinbekomme, dann sollte das für die Dressur-Stars kein Problem sein. Da hilft halt wieder eine gute Grundausbildung und ein "sicher an den Hilfen". Bin jetzt nicht so der Profi, aber mein alter RL hatte überhaupt keine Probleme den Pferden Traversalen bei zu bringen. Die waren so bombensicher an den Hilfen, die machten einfach das was der Jockey oben drauf anzeigte und schwups konnten die plötzlich seitwärts laufen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Oktober 2017, 09:36 
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Zuzi, genau das ist Bzw war unser Problem, obwohl ich ja zum Glück nie diesen Turnierdruck hatte. Mit einemTurnierpferd hätte mich das sicherlich in gewisser Weise geärgert, dass selbst so verschusselt zu haben. Mit meinem Freizeitpferd freue ich mich, wenn er die Wechsel gut springt und wenn er wieder verbissen an seinem, bis zum Erbrechen geübten, Außengalopp festhält schmunzele ich und denke mir, mit dem nächsten Pferd wird's besser :alol: Man wächst ja an seinen Aufgaben.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. November 2017, 08:21 
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Wohnort: Südl. S-H
Thesa hat geschrieben:
Bisher hat sich das bei jedem Pferd auf die ein oder andere Art und Weise angeboten, ohne dass ich einen bestimmten Plan gehabt hätte.

Wenn du mich aber jetzt nach der Theorie fragst, würde ich die fliegenden Wechsel ganz spielerisch machen lassen, also nicht mit reinsetzen und Schenkel umlegen, sondern einfach wechseln lassen. Die jungen Pferde springen ja meistens eh recht schnell um, wenns mit dem Gleichgewicht noch schwierig ist.

Außengalopp genauso spielerisch, dem Pferd halt so viel helfen wie nötig und nicht in die Ecken rein. Wenns umspringt, ruhig durchparieren und neu angaloppieren. Wenn das alles für die Pferde kein sonderlich großer Akt is, kann man anfangen, die Hilfen dazu beizubringen. Also beides mehr oder weniger gleichzeitig, aber spielerisch immer alles ziemlich früh schon gemacht haben.
Grundsätzlich nie ein Pferd fürs Umspringen strafen!!! Dann ist es auch kein Problem, wenn man erst den Außengalopp festigt und dann die Wechsel richtig auf Hilfe beibringt.

Aber wie gesagt, ich hab’s eigentlich immer so gemacht, wie es sich eben angeboten hat. Hatte damit auch nie Probleme, meine Pferde haben immer beides sauber gemacht nach mehr oder weniger Übungszeit.


da kann ich mich nur Thesa anschließen.
ich habe ganz früher den Fehler gemacht den Wechsel erst zu reiten wenn ich auf M trainiere. Das war dann oft ein Problem

seid damals habe ich die Wechsel schon beim jungen Pferd mitgenommen, ohne Druck einfach zb beim Handwechsel und so später immer Pferde gehabt die jederzeit Wechseln können und auch mit dem Außengalopp gab es nie Probleme. Die Pferde sind einfach auf Rechts oder Linksgalopp eingestellt. Egal auf welcher Hand.

Wenn die Zeit soweit war das wir die notwendige Versammlung für M oder S entwickelt haben, war auch der Wechsel ausdruckstark und sicher, und da immer gewöhnt ohne jegliche Verspannung.

lg


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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. November 2017, 09:50 
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Bei meinem ersten ganz selbst ausgebildeten Pferd, habe ich ewig den Außengalopp installiert, danach haben die Wechsel echt lange gedauert, weil Madam (nicht ganz zu unrecht) meinte: Hey, erst verbietest Du mir das Umspringen, und jetzt soll ich auf Kommando. Hat fast ein Jahr gedauert, bis die richtig saßen. Danach waren sie aber super.

Bei allen anderen Pferden, hab ich dann die Wechsel schon ganz früh - im ersten Jahr unterm Sattel - spielerisch dazu genommen. Beim Buschpferd ist das geradezu aus Versehen geschehen: ersten Miniparcour geritten. Beim Handwechsel, ohne drüber nachzudenken, die Hilfe gegeben, Pferd sprang astrein um. Trainer meinte nur: OK. Die Wechsel kann sie jetzt auch.

Der Außengalopp ist ja keine Lektion, die man reindengelt. Sauber geritten ist er ein guter Prüfstein für Balance und Versammlung. Wenn das beides stimmt, klappt auch der AG.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. November 2017, 10:56 
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Ich hatte bisher nur ein eigenes Pferd, dass so weit ausgebildet war. Bei dem waren die Wechsel sehr schwierig, es hat 2 Jahre gedauert bis der einen vernünftigen Wechsel gesprungen hat, ohne dabei 20kg zu äppeln und in Schweiß gebadet zu sein.

Ich habe das damals meinem RL überlassen, Grand Prix Ausbilder. Wir haben zuerst Aussengalopp und dann die Wechsel gelernt, also mein Pferd, meine ich :mrgreen: . Mein Pferd ist leider von der Sorte, wenn er was nicht zügig kapiert, bekommt er Panik und ist nicht mehr ansprechbar.

Er hatte dann ein Jahr verletzungsbedingt Pause und ich bin in einen anderen Stall aufgrund der Haltung gegangen und dann auch zu einem anderen RL, der das anders angegangen ist und zumindest hat es für mein Pferd zwar auch ewig gedauert, aber irgendwann fiel der Groschen. Wir haben dann ein Jahr lang stumpf Wechsel geübt, egal, ob mein Pferd durchgestartet ist, oder Beinsalat hatte, egal, nur eines sollte ich auf keinen Fall tun: durchparieren und neu angaloppieren nach dem Fehler, die Erfahrung meines RL war, dass man damit solche Kandidaten total wuschig macht, weil sie gar nicht mehr wissen, was sie sollen.
War auch so. Nach einem Jahr Wechseldrama ging es plötzlich. Die Serienwechsel konnte er dann innerhalb weniger Wochen und die Einer waren immer nur mein Problem, nicht seins. Aus diesem Pferd ist das wechselsicherste Pferd überhaupt geworden und aus der Ruhe hat ihn auch nichts mehr gebracht. Auch für Leute, die Wechsel reiten lernen wollen, ist der das ideale Lehrpferd.

Dieses "wir lernen das mal spielerisch 4jährig" hatten wir bei meinem auch. Hat aber nichts gebracht, denn ist es was völlig anders ob die springpferdemäßig im Galopp da längs scheppern und dann irgendwie umspringen, oder ob die gesetzt und mit Spannung auf dem Hinterbein einen "Dressurwechsel" springen sollen. Dazu ist neben dem technischen Verständnis des Umspringens schon eine gewisse Lastaufnahme und Durchlässigkeit, also sicheres L-Niveau erforderlich.

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Man erreicht nichts dadurch, bequem auf einem Stuhl zu sitzen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. November 2017, 11:48 
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Das denke ich auch! Bei einem Springpferd ist mir wichtig, dass es im ersten Jahr spielerisch das Wechseln lernt für die Springpferdeprüfungen. Wobei es sich dabei wohl tatsächlich mehr um Richtungswechsel handelt, als um richtige und ordentliche Wechsel. Mit zunehmendem Alter sollte das natürlich anders werden, denn auch ein Springpferd muss vernünftig ausgebildet werden. Aber das ergibt sich bei ordentlichem Training mit zunehmendem Alter, weil auch die Balance, Rittigkeit etc. zunehmen.
Bei einem Dressurpferd würde ich es vom Typ abhängig machen. Es einfach mal ausprobieren. Bietet das Pferd es an, würde ich es mitnehmen und daran arbeiten, dass das Pferd gezielt auf die Hilfen achtet, so dass man AG oder Wechsel wählen kann. Das ist ja eh das Ziel. Hat man nun aber einen, der sich sehr schwer tut, dann würde ich da keine große Sache draus machen. Einen 4jährigen kann man sich so auch ganz schnell verunsichern und seine Kooperationsbereitschaft eindämmen. Wenn der immer nur Stress und negativ Erlebnisse beim Reiten hat, dann macht der sicher nicht mehr lange mit. Manche Pferde brauchen für so was nicht nur die physische, sondern auch die psychische Reife.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 1. November 2017, 14:34 
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Beiträge: 449
Wohnort: FFM
Ich denke es kommt auch auf das Pferd an.
Mein Junger (4.5 J) ist unterm Reiter noch lange nicht so weit, aber wenn ich ihn freilaufen lasse/sehe springt er immer bei einem Richtungswechsel um.
Ich hoffe das macht er genauso leicht unterm Reiter... ;-)
Der Außengalopp ist für mich auch eher eine Frage des "Sicher an den Hilfen"....
LG


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