Ententeich

Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2019, 13:24 
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Ich hatte ja schon in dem Daily Talk geschrieben, daß ich so einen Schißbüddel habe.

Auch ich spreche beim Reiten mit meinem Pferd. Vor allem, wenn wir versuchen draußen auf dem Platz zu reiten oder in en Wald gehen.

Dabei sage ich auch so Dinge wie " du brauchst keine Angst haben", " das sind nur Rehe/Hasen …" oder auch "wenn der Wolf kommt, dann erschlägst du ihn mit den Hufen (Pferd trägt Eisen) und ich sorge dafür, daß der Wolf dir nicht in den Hals beißt" :aoops:

Auch banale Dinge wie " geht weiter" , " komm mit".


Und natürlich ganz viel Lob, mit Worten und Händen.

-------------------


Heute waren wir alleine im Wald. Es ging rel. gut, obwohl er doch sehr angespannt/wachsem war. Ich traute mich sogar ein Stück zu traben. Zwischendrinnen mußte ich aber doch besser absteigen, weil er wieder zur Statue mit hoch gereckten Hals mutierte und stark prustete. Das untrügerische Zeichen, daß er Angst hat und abhauen wird (mit ggf Bocken). Jedenfalls ist er dann mit seinem kurzen Hals nicht mehr zu halten.

Wir sind dann zusammen durch den wald gelaufen, ein paar Mal blieb er stehen, ließ sich aber locken und blieb brav bei mir. Später konnte ich dann wieder aufsteigen und weiter reiten.

Wir konnten sogar noch ein paar Runden auf dem Außenviereck reiten ohne daß er sich aufregte. Aber man merkte doch, daß die ganze Anspannung ordentich an ihm zehrte. Er war doch schon recht müde.


Im ganzen bin ich heute sehr zufrieden mit ihm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2019, 13:37 
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Ja, das braucht Zeit... :roll:
Sie wachsen halt nach und nach an den Aufgaben, die man ihnen stellt, und die sie dann bewältigen. Es ist sehr anstrengend, und man muss sich selber unglaublich disziplinieren.

Wir haben ja auch so ein Modell. Ein sehr unsicheres, rangniedriges Mädchen. Und den Kopf voll mit negativen Erfahrungen. Je mehr sie lernt und viel gelobt wird, desto besser wird es. Am Wochenende war sie das erste Mal zum Turnier mit, und wir waren sehr skeptisch, ob wir überhaupt eine Prüfung starten würden. Was soll ich sagen, das Pony hat gemeint, so lange meine Leute da sind ist alles gut, und am Ende sind wir tatsächlich jeden Tag eine Prüfung gestartet, und sie hat alles genauso abrufen lassen wie Zuhause. Jedenfalls nachdem der erste Schreckmoment Abfahrplatz, Leute, Fahnen, Möbel, Absperrungen etc pp. überwunden war.

Das ist dann das Gute an dieser Sorte: wenn sie verinnerlicht haben, dass das Heil in unserer Gegenwart liegt, machen sie alles für dich. Auch über sich hinauswachsen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2019, 13:45 
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Ich hab ja in dem Sinne (noch :mrgreen: ) kein Problempferd, aber ich habe mir u.a. einen Tipp für's Gelände mitgenommen: Wenn ich merke, er spannt sich an (was oft mehr daran liegt, dass ich es tue), singe ich. Dadurch umgehe ich das Auf's-Pferd-einrede und laut Aussage im Teich wird die eigene Atmung dadurch gleichmäßiger.

Ansonsten bin ich auch ein Freund von Absteigen, ein Stück führen und entspannen und wieder aufsteigen. Ich muss niemandem was beweisen und ich merke, dass es für den Dicken auch sicherer ist, wenn ich bei gruseligen Sachen vorweg gehe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2019, 14:06 
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Sehr gut funktioniert auch, selber abzuschnauben. Da muss man nämlich den Bauch lockerlassen, sonst geht das nicht, und die Pferde verstehen das wie das Abschnauben eines Pferdes...

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Egal!


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2019, 14:24 
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Ich rede auch mit meinen Pferden, warum auch nicht - ich bin ein Mensch und Menschen reden nun mal :angellie: Die wichtigen Dinge verstehen meine Pferde auch ... manchmal.... Wenn mich einer drauf anspricht, sage ich immer, meine Pferde sprechen fließend Spanisch, deutsch und englisch :keineahnung: kann ja auch nichts dafür, das sie so überdurchschnittlich intelligent sind :alol:

Spaß beiseite, ich finde ein lockeres (!) Schwätzchen kann schon ein bisschen die Anspannung nehmen. Natürlich darf das dann kein beschwichtigendes drauf einreden sein, bei dem das Pferd merkt das der Mensch in Wahrheit noch mehr schiss hat als das Pferd selbst.
Ich habe zum Glück keine „Problempferde“, im Gegenteil, sie sind alle 3 sehr nervenstark und mutig. Aber wenn sie in Ausnahmefällen doch mal Zuspruch brauchen, reagieren sie sehr sehr gut darauf.

Speziell mit meiner blinden Stute spreche ich sehr viel. Sie ist da sehr zugänglich und hört unglaublich gut zu. Als wir sie übernommen haben, war ein normaler Umgang kaum möglich. Also man konnte sie anfassen, putzen und mit sicherem, ihr vertrauten Führpferd kurze direkte Wege von A nach B schieben (unter ziemlicher Abspannung). Das hat auch Geduld und Spucke gekostet, bis sie uns so weit vertraute, dass man längere Strecken mit ihr laufen konnte. Irgendwann ging das dann sogar alleine und dann auch unterm Sattel. Das Tier ist mittlerweile Gelände und Strassen sicher und durch kaum etwas aus der Ruhe zu bringen. Wenn sie doch mal unsicher ist, bleibt sie stehen und wartet darauf, dass der Mensch die Situation löst. Früher ist sie dann kopflos und panisch im Kreis gerannt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Mai 2019, 04:51 
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Meine Tipps und Tricks sind diese:
Ich rede auch mit Angsthasen, allerdings vermeide ich Dinge zu sagen wie "Du musst keine Angst haben", es besteht die Gefahr, das man als Mensch dann immer wieder die gleichen drei Sätze wiederholt, und das Pferd diese mit "Gefahr" verknüpft. Ich halte meiner Schissbüx langweilige Vorträge, über Gartenarbeit, Innenreinigung von Autos, klappernde Hallendächer bei Wind,...
Ansonsten hat es sich bewährt, bei unbelebten Dingen, Mülltonne, etc, nicht nur vorbei zu kommen, sondern das Pferd so zu trainieren, das es mit der Nase anstupst, und dann gibt es viel Lob. Von mir in dem Fall ein Leckerli, möglichst nah am Boden gefüttert.
Schwierige ist es, wenn es Gefahren sind, die sich bewegen. Menschen mit Kinderwagen, Kinder auf Roller, etc, spreche ich möglichst früh an, und verwickel sie, wenn es irgendwie geht in ein kurzes Gespräch. Sobald die mit mir reden, sind sie nicht mehr schlimm.
Ganz schwierig ist alles was schnell, laut und ohne Mensch ist. Lkw, klappernde Anhänger, plötzlich aus den Büschen brechender Hund, etc. Da versuche ich möglichst viel Abstand zu bekommen, und gehe, sobald die Gefahr vorüber ist, sofort hinterher. Wenigstens ein paar Meter.
Grundsätzlich darf mein Angsthase draussen gucken, aber nur so lange er entspannt ist. Merke ich, der beginnt zu überlegen ob er glotzen könnte, fordere ich freundlich!! seine Aufmerksamkeit (seitwärts treten, rückwärts gehen, etc) und lobe, wenn er das gut macht.
Zusätzlich konfrontiere ich ihn zu Hause in entspannter Atmosphäre mit "Monstern" wie Plastikplane, Bällen, gelber Sack, etc und lobe wenn er sich damit auseinandersetzt und das Monster anstupst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Mai 2019, 17:31 
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Es wird zur Zeit besser.

Ich war gestern mit dem Braunen ausreiten in Begleitung eines unserer Pferde. Im Stall hatte er sich noch sehr daneben bekommen, aber beim Reiten war er dann brav. Wir konnten rel. entspannt traben und im Schritt auch die Zügel länger lassen. Vor allem ging er lieber vorne statt dem Pferd hinter her. 1x hatte er sich erschreckt als ein Reh den Weg kreuzte, blieb dann aber ruhig stehen, als sich das Begleitpferd vor einem weiteren Reh erschreckte und kurz weg sprang. Ich durfte gleich weiter reiten ohne nennenswerte sichtbare Spannung.

Aber man merkt schon noch, daß er sehr angespannt ist. Er wird im Laufe des Rittes immer langsamer und gegen Ende ist er geistig total fertig.

Heute waren wir dann in der Halle. Hier lief er schön fleißig und arbeitete gut mit.


Scheinbar geht mein Konzept langsam auf: immer wieder beruhigend auf ihn einreden und viel loben, dabei keinen Druck machen. Trotzderm freundlich bestimmt versuchen weiter zu reiten und vermeiden Spannung aufkommen zu lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Mai 2019, 14:44 
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maharani hat geschrieben:

Scheinbar geht mein Konzept langsam auf: immer wieder beruhigend auf ihn einreden und viel loben, dabei keinen Druck machen. Trotzderm freundlich bestimmt versuchen weiter zu reiten und vermeiden Spannung aufkommen zu lassen.


Klingt so einfach, ne? :wink: Und kostet so viel Zeit und Energie.
Schön, dass es bei euch auch bergauf geht!

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 15:44 
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Adrenalin hat geschrieben:
maharani hat geschrieben:

Scheinbar geht mein Konzept langsam auf: immer wieder beruhigend auf ihn einreden und viel loben, dabei keinen Druck machen. Trotzdem freundlich bestimmt versuchen weiter zu reiten und vermeiden Spannung aufkommen zu lassen.


Klingt so einfach, ne? :wink: Und kostet so viel Zeit und Energie.
Schön, dass es bei euch auch bergauf geht!



:-D , ja es klingt ganz einfach. Und ist es eigentlich auch. Leider habe ich immer das Gefühl, daß man sich lächerlich macht.
Bei euch zahlt sich die ruhige Konsequenz ja auch aus! Sehr schön!

Vor allem kann man doch wirklich stolz sein, wenn man es schlußendlich geschafft hat.


Heute war es richtig gut für ihn.

Zuerst am Waldrand entlang zur Reitanlage. Auf dem Weg dorthin kam uns ein Reiter im Schritt entgegen. "Bronco" stand wieder mit hochgereckten Hals wie ein Denkmal. Diesmal bin ich aber nicht abgestiegen, sondern ruhig sitzen geblieben und habe ihn gestreichelt. Er war die ganze Zeit sehr angespannt und fing auch an leicht zu zittern. An Vorwärtsreiten war gar nicht daran zu denken.

Erst als das Pferd auf Nasenlänge heran war, viel seine Anspannung ab. Und wir konnten den Ritt problemlos fortsetzen.


Statt Halle habe ich einen Außenplatz aufgesucht. Und hier hat er mich sehr positiv überrascht. Er zeigte sich ruhig und konzentriert. Ich konnte an langen Zügel Schritt reiten und in allen Gangarten in Dehnungshaltung ohne Spannungen. Selbst ein Kaninchen, welches über den Platz gehoppelt kam, hat ihn nur zu einem kurzen Taktverlust veranlaßt.
Viel Loben mit Stimme und Hand geben ihm immer mehr Selbstvertrauen. :brav:

Im ganzen war er etwas matt in der Bewegung. Aber das war mir egal. Er versuchte es mir recht zu machen. Vom Kopf her merkte man schon, daß er für ihn sehr anstrengend war.


Nach 20 min war daher auch Schluß.



Anmerkung noch zu der Angst vor Pferden: ich war ja von ihm abgesemmelt, weil ein Bereiter in der Halle 2x direkt auf ihn zugesprungen war und "Bronco" vor lauter Angst gar nicht wußte wo er hin sollte. (es war nicht vorhersehbar wo der B. rüber wollte und angesagt hatte er auch nichts :twisted: )




Seit dem war es ja ganz aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 16:38 
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Freut mich, dass es bei dir besser wird. Ich glaube, das muss einfach wachsen.

Ich hatte vor ein paar Wochen mit meiner 5 jährigen die gleiche Situation, ich war am Reitplatz und vom Gelände kam ein Schimmel zurück. Sie hat sich so verspannt und ist stehen geblieben. Ich bin dann auch runter und hab sie kurz geführt und bin dann wieder aufgestiegen. Bei ihr weiß man in der Situation einfach nicht, wo die Reise hingeht. Ich wurde natürlich prompt von allen Mitreitern ausgelacht, dass ich mich ja garnix trau und dass ich ja ihre Pferde dann überhaupt nicht reiten bräuchte, wenn ich bei so ner Situation schon abspringe. Ich glaube aber, es war definitiv nicht falsch.
Beim letzten Mal mit gleicher Situation dann hat sie sich nicht mehr so versteift und ich konnte bald wieder weiterreiten ohne Absteigen. Anreiten geht allerdings nur, wenn sie dann möchte und soweit ist, sonst bockt sie los.

Aber es wird besser und im Zweifel gilt halt immer noch: Safety First!


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Mai 2019, 16:55 
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@ Thesa: genau safety first

So sehe das auch und mache es auch nicht anders wie Du.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 07:53 
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Absolut, Sicherheit geht vor, und Leute, die sich darüber lustig machen, haben nichts verstanden und hatten das Glück noch nicht mit so einem Kandidaten arbeiten zu dürfen.

Absteigen ist auch bei uns das letzte Mittel, weil ich finde, sie müssen grundsätzlich lernen "alleine" klar zu kommen, ohne sich hinter jemandem zu verstecken. Aber wir hatten letztens mit Hannah auch wieder so so eine Situation, wo es einfach sicherer war, dass ich nach vorne gegangen bin. Nur weil vom Horizont eine Spaziergängerin mit einem großen, weißen Hund auf uns zu kam. Pony stand wie ein Flitzebogen gespannt und wollte eigentlich gern über den frisch angelegten Kartoffelacker die Flucht antreten. Da halfen dann die Beruhigungsmaßnahmen von hinten auch nicht mehr. Als ich dann vorne neben ihr stand und nur die Hand aufgelegt habe, war alles zumindest soweit gut, dass die Frau uns passieren konnte. Man weiß nicht, was die Synapsen dann so verknüpfen.

Aber das ist auch schon wieder ein paar Wochen her, und es war der vorerst letzte "Zwischenfall". Gestern hatten wir eine Hardcore-Ausfahrt mit Treckern von vorne + hinten, kläffenden Kötern hinter Gartenzäunen, und zur Krönung die Brücke über eine Bundesstraße auf einem Wirtschaftsweg, also entsprechend schmal. Und Spaziergänger mit großen hellen Hunden :wink:
Alles gut. Dauert halt einfach so lange wie es dauert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 08:09 
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Wohnort: GAP
Ich steige relativ schnell ab.
Gerade bei meiner Stute, wenn die irgendwas nicht will, wird die nur stur, wenn ich darauf beharre. Wenn ich absteige und 20 Meter führe ist ihre Welt in Ordnung und beim nächsten mal ist es kein Problem mehr. Der Wallach ist da anders. Wenn das etwas nicht will, dann haue ich einmal drauf dann will er doch und wenn er vor etwas Angst hat, dann springt er weg oder rennt weg, da habe ich gar keine Chance abzusteigen und Situationen von unten zu regeln. Im Gelände finde ich es elementar wichtig, dass man jederzeit ab- und auch wieder aufsteigen kann, ganz besonders als Hufschuhträger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 13:02 
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Registriert: 21. Juli 2010, 10:44
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Diva hat geschrieben:
Ich steige relativ schnell ab.
Gerade bei meiner Stute, wenn die irgendwas nicht will, wird die nur stur, wenn ich darauf beharre. Wenn ich absteige und 20 Meter führe ist ihre Welt in Ordnung und beim nächsten mal ist es kein Problem mehr. Der Wallach ist da anders. Wenn das etwas nicht will, dann haue ich einmal drauf dann will er doch und wenn er vor etwas Angst hat, dann springt er weg oder rennt weg, da habe ich gar keine Chance abzusteigen und Situationen von unten zu regeln. Im Gelände finde ich es elementar wichtig, dass man jederzeit ab- und auch wieder aufsteigen kann, ganz besonders als Hufschuhträger.


Ist bei uns auch so- mit dem Wallach kann man auch mal meinen Willen direkt "erstreiten" bzw durch setzen und dann ist gut, bei der Stute muss ich immer einen für beide Seiten Gesichtswahrenden Weg gehen, sonst ist Krieg und ich bin mir nicht sicher, ob ich den als Sieger verlasse, also kleine gesichtswahrende Umwege - führt schneller zum Ziel. Ist aber auch vielleicht von Stute / Wallach bzw davon abhängig, wie selbstsicher das jeweilige Pferd ist?

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Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.
Bertrand Arthur William Russel


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 Betreff des Beitrags: Re: Problempferd - Tips und Tricks
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Mai 2019, 14:13 
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Registriert: 12. März 2009, 14:26
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Wohnort: Hedwig Holzbein
Meiner ist ja eher unsicher/ängstlich geworden. Und ich weiß, daß ich im Zweifelsfall den Kürzeren ziehen werde. Immerhin hat er dies ja schon ein paar Mal bewiesen.
Die Taktik "bei Gefahr im Verzug" abzusteigen, klappt aber ganz gut. Ich bin im Gelände schnell unten, an der Hand läßt er sich eher auf mich ein und folgt mir. Wenn er sich dann wieder beruhigt hat, kann ich problemlos wieder aufsteigen und weiter reiten. Mache ich bei "Gefahr" aber Druck, eskaliert die Sache.


Heute morgen war er auf dem Weg zur Halle am Wald entlang etwas spannig. 2x stand er mit hohem Hals, aber konnte ich ihn tatsächlich am Bein weiter treiben ohne Proteste, wenn auch weiterhin spannig. Zwischendrin beruhigt er sich auch wieder.

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