Ententeich

Das große Geschnatter geht weiter!
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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 13:13 
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Liebe Entchen,
ich brauche mal ein paar Tips und Ideen von Euch.
Meine Kleine läuft ja wirklich schön, die Saison war bisher schöner als ich es gedacht habe, aber an einem Thema knabber und ich heute ärgert es mich fast ein bisschen.
Ich habe immer wieder öfter im Protokoll stehen "angaloppieren gegen Hand" ( ich würde es eher als hebt sich raus sehen),
ABER: sie geht nicht gegen die Hand, das sieht nur so aus. Eigentlich ist es ein kleines "Schnicken" nach oben mit dem Kopf und ehrlich, das müsste echt nicht sein denn schon der direkte Galoppsprung danach ist rund, durchgesprungen und passt auch in der Anlehnung vollkommen.
Ich bekomme das einfach nicht in den Griff.
Ich reite ja regelmäßig sehr guten Unterricht, auch da arbeiten wir natürlich daran, auch mit verschiedenen Ansätzen, aber vielleicht habt ihr ja noch was für mich, was ich probieren könnte. Ich weiß nicht warum sie das macht.
Bin ich mit der Hand "dran" macht sie es, gebe ich deutlich vor, macht sie es genauso.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 14:58 
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Macht sie es bei einem anderen Reiter auch?
Macht sie es unausgebunden an der Longe?
Macht sie es ausgebunden an der Longe?
Macht sie es ausgebunden mit dir an der Sitzlonge, wenn du ohne Zügel angaloppierst?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 15:00 
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Jetzt wäre mal interessant zu wissen, was genau ihr alles schon ausprobiert habt und worin der RL vielleicht auch eine Ursache vermutet. Hat sie das von Anfang an getan? Wenn nicht, seit wann und wie lange? Tut sie es auch aus dem Schritt? Tut sie es auch in Außenstellung? Tut sie es auch, wenn du über eine Stange angaloppierst?

Ich könnte mir vorstellen, dass es ein ritualisiertes Verhalten ist, das seinen Ursprung in der vermehrten Lastaufnahme des inneren Hinterbeines hat.

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Heimat ist, wo ich sterben will...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 15:02 
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Ergänzend außerdem: wie ist es im leichten Sitz?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 19:08 
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- anderer Reiter: letzte Jahr zuletzt probiert, aber da hat sie es auch gemacht
- an der Longe ausgebunden: nein
- an der Longe unausgebunden: nein
- aus dem Schritt: ja
- in Aussenstellung: ja
- über Stange: nicht probiert
- Sitzlonge: mache ich mir ihr nicht, da vergisst sie leider öfter ihr gutes Benehmen...

Sie macht es schon lange, mal mehr, mal weniger.

Lastaufnahme dachten wir auch, aber sie versammelt sich mittlerweile sehr gut.

Wir haben versuche sie vor dem angaloppieren sehr "rund" zu machen, also innen nochmal deutlicher Stellen und Genick auch mal tiefer, dann auch mal mit tiefer und gerader sitzen und nur durch den äußeren Schenkel angaloppieren ohne Druck innen, dann mit Hand deutlich vor, mal komplett überstreichen, mal nur einseitig und auch mit deutlicher aufnehmen vorher.

Sattler, Osteo und Physio kennen sie und haben nichts, was das verursachen könnte, gefunden.
Ich denke mittlerweile auch schon an eine "Kopfsache" bei uns beiden...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 19:48 
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Das ist doch ein recht weit verbreitetes Problem. Ich war mit einer dieser Varianten erfolgreich: Sitzkorrektur beim Reiter, oft geht das herausheben ja damit einher, daß das Pferd beim angaloppieren die Kruppe hebt und den Widerrist senkt, statt umgekehrt. Der Reiter muss beim angaloppieren den ersten Galoppsprung nicht von zu weit hinten anschieben wollen. Also darauf achten, das Becken nicht in Richtung Hohlkreuz zu kippen, sondern eher denken, den Bauchnabel zum Brustbein hochziehen. Oder, anders erklärt, wenn man sich den Galoppsprung wie eine Welle vorstellt, aus dem Wellental in der Mitte, nach oben vorne sitzen, nicht ganz von hinten oben beginnen.
Wenn das nicht funktioniert, lasse ich die Pferde vor dem angaloppieren ein paar Tritte im Trab zulegen, und achte penibel darauf nur aus dem Sitz und mit vorwärts anzugaloppieren. Das geht oft auch gut aus dem leichttraben heraus, wirklich ganz ohne auszusitzen.
Und als andere Option, "zerlege" die Galopphilfe und achte drauf, wann sich das Pferd heraus zu heben beginnt. Also, Innenstellung, äusseres Bein zurück, mit dem inneren Impulse geben, aber noch Trab reiten, und dann, den Galopp mit dem inneren Bein und dem Sitz auslösen. Zwischen den einzelnen Schritten ganz wichtig! Weiter reiten weiter arbeiten die Haltung korrigieren und erst mit dem nächsten Teil der Galopphilfe weiter machen, wenn alles gut ist. Dann kann ein angaloppieren schon mal einen halben Zirkel dauern, aber die Methode hat bei mir bisher immer funktioniert!
Viel Erfolg :-D


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 19:58 
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lottehotte hat geschrieben:
Das ist doch ein recht weit verbreitetes Problem. Ich war mit einer dieser Varianten erfolgreich: Sitzkorrektur beim Reiter, oft geht das herausheben ja damit einher, daß das Pferd beim angaloppieren die Kruppe hebt und den Widerrist senkt, statt umgekehrt. Der Reiter muss beim angaloppieren den ersten Galoppsprung nicht von zu weit hinten anschieben wollen. Also darauf achten, das Becken nicht in Richtung Hohlkreuz zu kippen, sondern eher denken, den Bauchnabel zum Brustbein hochziehen. Oder, anders erklärt, wenn man sich den Galoppsprung wie eine Welle vorstellt, aus dem Wellental in der Mitte, nach oben vorne sitzen, nicht ganz von hinten oben beginnen.
Wenn das nicht funktioniert, lasse ich die Pferde vor dem angaloppieren ein paar Tritte im Trab zulegen, und achte penibel darauf nur aus dem Sitz und mit vorwärts anzugaloppieren. Das geht oft auch gut aus dem leichttraben heraus, wirklich ganz ohne auszusitzen.
Und als andere Option, "zerlege" die Galopphilfe und achte drauf, wann sich das Pferd heraus zu heben beginnt. Also, Innenstellung, äusseres Bein zurück, mit dem inneren Impulse geben, aber noch Trab reiten, und dann, den Galopp mit dem inneren Bein und dem Sitz auslösen. Zwischen den einzelnen Schritten ganz wichtig! Weiter reiten weiter arbeiten die Haltung korrigieren und erst mit dem nächsten Teil der Galopphilfe weiter machen, wenn alles gut ist. Dann kann ein angaloppieren schon mal einen halben Zirkel dauern, aber die Methode hat bei mir bisher immer funktioniert!
Viel Erfolg :-D


Vielen Dank! das hört sich schon nach einer neuen Idee an!
Das probiere ich mal, zu wissen wann/wo genau es anfängt wäre natürlich gut. Vermutung gerade: mein inneres bein möchte sie dabei nicht haben. Denn die größte Verbesserung kam bisher, als ich nur über den äußeren Schenkel zurück gelegt habe, ohne Druck.
Sie ist aber nicht Schenkelempfindlich.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:10 
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Bezüglich der korrekten Galopphilfe würde ich keine Kompromisse machen. Man bekommt spätestens dann, wenn man Travers reiten möchte ein Problem, wenn man angaloppieren mit dem äusseren Bein verknüpft. Und das ist manchmal echt mühsam das wieder abzustellen.
Wenn man es ganz stark zerlegt, sollte auch das innere Bein den Galopp nicht auslösen dürfen, so lange ich noch locker im trabtakt sitze. Und erst, wenn ich den ersten Galoppsprung sitze, beginnt der Galopp.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:12 
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lottehotte hat geschrieben:
Bezüglich der korrekten Galopphilfe würde ich keine Kompromisse machen. Man bekommt spätestens dann, wenn man Travers reiten möchte ein Problem, wenn man angaloppieren mit dem äusseren Bein verknüpft. Und das ist manchmal echt mühsam das wieder abzustellen.
Wenn man es ganz stark zerlegt, sollte auch das innere Bein den Galopp nicht auslösen dürfen, so lange ich noch locker im trabtakt sitze. Und erst, wenn ich den ersten Galoppsprung sitze, beginnt der Galopp.

Da hast du natürlich recht.
Ich muss wirklich mal genau darauf achten, was ich wann und wie mache und wie die Reaktion darauf ist.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:20 
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Ich bin gespannt!
Und noch als Idee, weil es ohne das innere Bein besser klappt: überprüfe mal, ob du, wenn du mit dem inneren Bein treibst zum angaloppieren, dabei die innere Hüfte nicht weit genug vor bekommst? Das lässt sich gut korrigieren, indem man versucht, die äusseres Hüfte weiter zurück zu nehmen.
Eckhard Meyers hat dafür schöne Übungen auf dem Balimo, die aber auch auf einem sitzball, und zur Not auch in der Reithalle auf diesen Kunststoff cavalettiblöcken funktionieren.:-)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:36 
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lottehotte hat geschrieben:
Ich bin gespannt!
Und noch als Idee, weil es ohne das innere Bein besser klappt: überprüfe mal, ob du, wenn du mit dem inneren Bein treibst zum angaloppieren, dabei die innere Hüfte nicht weit genug vor bekommst? Das lässt sich gut korrigieren, indem man versucht, die äusseres Hüfte weiter zurück zu nehmen.
Eckhard Meyers hat dafür schöne Übungen auf dem Balimo, die aber auch auf einem sitzball, und zur Not auch in der Reithalle auf diesen Kunststoff cavalettiblöcken funktionieren.:-)



Supi Tips, danke!! Ich bin im Becken leicht schief seit... seit meinem Beckenbruch bekommt man das auch nicht mehr soooo hin. Das kann schon passen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:41 
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Wenn es aber mit dem zweiten Galoppsprung schön wird, kannst du es ja offensichtlich kompensieren, das ist super! Dann beim ersten Galoppsprung darauf achten, die innere Hüfte hoch und vor zu schubsen, oder, anders erklärt, mit dem inneren sitzbeinknochen bergauf sitzen, aus dem Wellental nach vorne oben.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Juni 2018, 20:50 
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lottehotte hat geschrieben:
Wenn es aber mit dem zweiten Galoppsprung schön wird, kannst du es ja offensichtlich kompensieren, das ist super! Dann beim ersten Galoppsprung darauf achten, die innere Hüfte hoch und vor zu schubsen, oder, anders erklärt, mit dem inneren sitzbeinknochen bergauf sitzen, aus dem Wellental nach vorne oben.


ja, zweiter Galoppsprung ist alles gut.
Ich meine, ich merke das Problem, mein RL sieht es und es steht halt öfter auch im Protokoll- aber grundsätzlich schnurrt sie ja größtenteils ordentlich durchs Viereck ;)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Juni 2018, 08:05 
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Dass sie es an der Longe nicht macht, zeigt ja, dass der Reiter der eigentliche Störfaktor ist. Das kann auch daran liegen, dass man mit der inneren Hand hängenbleibt oder die vorbereitende Parade aufs falsche Hinterbein gibt. Dann wird das sich Heben im Galopp für das Pferd sehr schwierig. Schwieriger wird das auch über das extreme Runden und nach innen stellen, vor allem, wenn zusätzlich auch noch etwas die Kraft fehlt. Zügel in die äußere Hand nehmen zum Angaloppieren oder die Augen mal zumachen beim Angaloppieren kann helfen, das besser zu spüren, bzw. sein zu lassen.

Ansonsten hat Lotte völlig Recht mit dem zu weit von hinten anschubsen wollen beim ersten Galoppsprung. Oft machen Reiter das aber, weil die "sonstige" Vorbereitung aufs Angaloppieren nicht gut genug ist. Vielleicht das mal einbeziehen in die Überlegungen. Und noch ein Tipp dazu: Oft hilft, sich vorzustellen, man würde selbst angaloppieren, um weniger zu machen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Juni 2018, 10:48 
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Liesi hat geschrieben:

Lastaufnahme dachten wir auch, aber sie versammelt sich mittlerweile sehr gut.


Deswegen meinte ich "ritualisiert". Gerade das korrekte angaloppieren ist fürs Jungpferd oft ein Problem, aus dem sich Kompensationsmuster ergeben. Die verfestigen sich und bestehen auch noch, wenn das ursprüngliche Problem behoben ist. Dein Beckenschiefstand begünstigt das ganze dann vermutlich noch.

Ich würde den anderen soweit folgen zu schauen, wie genau ihr den Galopp beginnt und an welcher Stelle das Problem auftritt. Wenn du keine Stangenphobie hast, könnte das eine Lösung sein, um den Knoten im Kopf bei dir zu lösen, weil du mit anderen Dingen beschäftigt bist. Zielsetzung wäre dann entsprechend, die Stange punktgenau zu treffen. Du kannst dich fokussieren sie genau mittig treffen zu wollen, oder explizit am Übergang einer Farbmarkierung oder oder oder.

Das nimmt dir selbst möglicherweise den Druck und die negative Erwartungshaltung.

Tut sie es eigentlich auch, wenn du den Galoppsprung vergrößerst? Wie reitest du das? Ist das anders, als dein angaloppieren? Eventuell ist das erfühlen des Problems einfacher beim zulegen als beim angaloppieren.

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