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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 10:58 
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Hat jemand von Euch einen Eurasier und kennt welche?

Unsere Hündin ist ja im September verstorben und auch wenn wir zu unserem alten Rüden jetzt erstmal keinen Zweithund wollen mache ich mir schon Gedanken und hätte irgendwann gerne wieder einen jungen Hund. Wir hatten bisher nur die 2 Terrier. Ich hab bei uns im Dorf einen ganz wundervollen Hund kennen gelernt in den ich mich ziemlich verschossen habe, habe mich mit dem Besitzer auch lange unterhalten- dieser Hund war eben ein Eurasier.

Habe mir auch schon Infos vom Zuchtverband geholt - auch schonmal btrf Welpenvermittlung :aoops:

Was mir halt wichtig ist, ist dass das Tier mit zum Pferd kann (viele Menschen, andere Hunde), evtl auch Reitbegleithund, kein oder kaum Jagdtrieb, gerne leicht in der Fellpflege. Gerne soll/kann er auch meinen Freund beim joggen o Radfahren begleiten. Dazu nicht zu klein aber möglichst langlebig....
So sehr ich unseren Westi u unseren Cairn auch lieb(t)e und ihr lustiges selbstbewusstes Wesen würde ich mir mehr Personenbezug wünschen.

Mir ist klar dass das Wesen jedes Hundes anders ist und es auf die Erziehung ankommt. Da ich bisher aber nur einen Eurasier kennen gelernt habe (und den Vorschlag des Zuchtverbandes einen weiteren Halter in der Nähe mal zu besuchen, der aber auch Züchter und eh Feuer u Flamme ist), würde mich interessieren ob Ihr einen solchen Hund in der Nähe habt und was Ihr so zu der Rasse wisst bzw Euer Eindruck ist.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 11:04 
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Im Crossdogging-Kurs hatten wir einen. Das war ein unglaubliches Fellmonster, schon alleine deswegen wäre die Rasse für mich nichts. Im Sommer hatte der mit der Wärme auch ziemlich zu kämpfen, als Reitbegleithund oder beim Joggen hätte der bestimmt schlappgemacht.


Aber ich bin eh pro Tierheimhund - da sollte sich doch zu Deinen Vorstellung auch ein geeigneter Kandidat finden lassen (ich fahre gleich auch mal gucken...)!

_________________
Das F ist dem Ph sein Tod!


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 11:31 
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Ich kenne nur einen Eurasier, ich weiß nicht, ob das repräsentativ ist: Die Hündin war schwierig und sehr unabhängig. Eigentlich ein toller Hund, sehr lieb und schmusig. Auch mit anderen Hund eigentlich unproblematisch, hat aber auch zweimal kleinere Hund im Streit um Futter/Beute "gepackt". Sie durfte nie ohne Leine laufen, weil sie einen sehr starken Jagdtrieb hat, wobei das evtl. mit konsequenter Erziehung in den Griff zu kriegen ist, das kann ich nicht beurteilen. Erziehung war so eine Sache, ich hatte bei der Hündin immer den Eindruck, dass sie nur hört, wenn sie gerade Lust hat. Ich hatte sie einige Male in Pflege, mit deutlichen Ansagen hörte sie dann auch widerwillig, bei den Besitzern eher nicht. So im Nachhinein betrachtet denke ich aber, dass hier viel selbst verschuldet war und sie mit konsequenter Erziehung deutlich besser gehört hätte. Im Großen und Ganzen aber ein toller Hund. Die Haare und der Dreckanfall würden mich stören. Wenn man mit ihr im "Dreck" unterwegs war, musste dann immer ewig den Hund abtrocken, weil in den Puscheln überall Dreck/Nässe hing. Der Hund ging Zeit seines Lebens mindestens zweimal am Tag eine große Runde mit mindestens jeweils einer Stunden spazieren bei Wind und Wetter, über fehlende Kondition/Motivation konnte man sich bei ihr nie beschweren. Wie das in schnellerem Tempo z. B. beim Reiten aussieht, keine Ahnung.

Krank war dieser Hund nie wirklich, nicht futterempfindlich usw. Sie starb dann letztendlich mit ca. 13 Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 11:48 
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Aella hat geschrieben:
(ich fahre gleich auch mal gucken...)!


Oh, aufregend! Finde ich gut. :knuddel:

Tierheimhund.... Ehrlich gesagt nach den Erfahrungen die ich im Bekanntenkreis so sehe... tolle Hunde, aber eben viele mit Vorgeschichte u zT sehr arbeitsintensiv aufgrund dessen. Mit 2 Pferden bin ich drauf angewiesen den Hund mitnehmen zu können; aufgrund meiner 2 Jobs muss er auch mit Kindern können und ich denke da ist das einfachste sie lernen das von Klein an. Da reichen die Stunden die der Tag hat sonst nicht für beides. Daher will ich schon einen Hund der keine schlechten Erfahrungen gemacht hat und angstfrei ist. Kann mit Tierheim natürlich auch gut gehen- aber ich seh mich da nicht. Wenn dann würde ich mir irgendwann nen alten aus dem Tierheim holen. Einfach um was gutes zu tun. Das habe ich schon lange im Kopf.
Jetzt aber sehne ich mich erstmal nach einem Welpen. Ich verstehe den Einwand total. Habe mich aber für mich schon lange u sehr sicher entschieden wieder einen Rassehund zu nehmen und den ganzen Weg mit ihm zu gehen. Die Eurasier von dem Zuchtverband mit dem ich in Kontakt stehe werden nur gedeckt wenn es genug Interessenten vorab gibt. Das finde ich auch schonmal gut.

Der Eurasier den ich hier kennen lernen durfte ist super sozial. Ganz verträglich mit allen Hunden (ist ne Hündin). Sie geht immer ohne Leine, wartet unangeleint vor Läden, macht große Spaziergänge (auch schon getroffen beim Ausreiten) und ist sehr auf ihr Herrechen fixiert, die Dinge um sie herum interessieren sie nicht groß, außer dass sie mal ein paar Mäuschen hinterher spürt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 12:25 
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Wir hatten keinen Eurasier, aber einen Wolfspitz, der ja sehr nah verwandt ist.
Ich hätte diesen Hund niemals nicht in der Wohnung halten wollen. Das Fell ist unglaublich lang, und durch die gewellte Struktur und die feinen Haare bleiben die Haare unglaublich gut hängen, ich nehme an das wird bei Eurasiern ähnlich sein. Ich habe noch 3 Jahre nachdem der Hund tot war in meiner Wäsche die Hundehaare gefunden, und das obwohl unser Hund draußen im Garten gelebt hat. Dadurch, dass das Fell so lang ist schleift der Hund auch unglaublich viel Dreck mit rum, und er ist nur schwer trocken zu kriegen, wenn es draußen nass ist. Außerdem war unser Hund freiwillig nie länger als nur ein paar Minuten im Haus, da es ihr drinnen einfach viel zu warm war. Sie lag im Sommer oft in der Werkstatt im Keller auf dem Steinboden, aber oben in der Wohnung war das echt nichts für sie.

Charakterlich war der Hund ein Traum, die hat wirklich alles mit sich machen lassen und hat (außer wenn sie irgendwo verfilzt war und wir versucht haben sie zu kämmen [smilie=timidi1.gif] ) nie nach Leuten gegiftet oder geschnappt, war aber trotzdem aufmerksam und hat zuverlässig Fremde gemeldet. Mit anderen Hunden war sie im allgemeinen auch sehr verträglich. Als Reitbegleithund eignete sie sich leider nicht wirklich, da sie das nie begriffen hat, dass man nicht unter/hinter dem Pferd rumläuft. Sie hat auch erst dann Angst davor bekommen unter/zu nah am Pferd zu sein, als sie auf der Koppel mal richtig getreten wurde und sich deshalb die Pfote gebrochen hatte. Jagdtrieb war so gut wie gar nicht vorhanden, aber ich weiß von Bekannten und auch von dem, was man so über Eurasier sagt, dass die doch ein wenig mehr Jagdtrieb haben als Wolfsspitze und außdem deutlich zurückhaltender sind, was fremde Menschen angeht, was natürlich bei der Arbeit mit Kindern vielleicht eher ein Nachteil sein könnte.

Was bezüglich Reitbegleithund vielleicht auch noch wichtig ist - unser Hund war, wie eben rassetypisch, kein Hund für extrem lange Spaziergänge/Ausritte und viel Action. Es sind doch eben mehr Haus- und Hofhunde, als Arbeitshunde. Sie hatte durchaus mal ihre wilden 5 Minuten, war sonst aber eher von der ruhigeren Sorte. Sie hat auch nie apportiert, gespielt o.ä.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dezember 2017, 16:37 
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Freunde von mir hatten einen Eurasier. Da er bei ihnen am Hoftor angebunden war und keiner die Vorgeschichte kannte ist das Verhalten sicher nicht rassetypisch. Er war ziemlich schnell nur auf Herrchen bezogen. Den Rest der Familie ließ er zwar auch auf dem Hof wohnen, baute aber keine Beziehung auf, zum Familienvater hatte er aber eine sehr enge Bindung und hörte auch super. Jagdtrieb vorhanden, aber kontrollierbar. Unbeaufsichtigt zur Tochter (Grundschulkind) ohne ihren Papa ging nicht, aber das geht wohl bei keinem Hund. Und für einen erwachsenen ausgesetzten Hund war er echt lieb. Mit den Pferden (hatten einen Privatstall ohne Einsteller) war er problemlos, lief auch mit wenn sein Chef ausgeritten ist, kam aber nicht oft vor.
Fellpflege war umfangreich. Da er sich auf dem Hof (inkl. Koppeln und Sandplatz) frei bewegen konnte sah er meist aus wie ein Wildschwein. Er war der einzige langhaarige Hund. Bei den anderen feudelte man wenns rein ging kurz mit dem Handtuch drüber, bei ihm stand jeden Tag Sand ausbürsten und oft auch Bauch + Pfoten waschen auf dem Programm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Dezember 2017, 08:01 
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Bekannte von mir züchten Eurasier. Wenn du möchtest kann ich gerne Kontakt herstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Dezember 2017, 08:10 
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Wohnort: Hedwig Holzbein
Ich hatte eine Züchterin. Ihre Hunde waren freundlich, bei Fremden aber distanziert. Und Fell - ohne Ende. Sie hatte ihre dann immer Scheren lassen, nachdem sie mit dem Züchten aufgehört hatte.
Eurasier sollen wohl auch zur Magendrehung neigen. Ob das stimmt kann ich nicht sagen.

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"Geh Deinen Weg und laß die Leute reden"


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Januar 2018, 10:44 
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Beiträge: 1126
Wir hatten eine Eurasier-hündin in der Hundeschule, mein Fall wars nicht.

Sie war schon als Welpe unheimlich selbstständig (Nachfolgetrieb war kaum vorhanden), hat sich auch sonst nicht wirklich was drum geschert was Frauchen sagte, andere Menschen interessierten sie überhaupt nicht, Hunde wurden auch ignoriert. Dann war sie mäkelig ohne Ende :roll:
Die Phlegmatie konnte sie aber schlagartig ablegen wenn zB ein Eichhörnchen oder eine Katze auf den Plan traten - da war sie dann nämlich weg. Und ein Igel den sie mal erwischte überlebte es auch nicht.
Vieles kam sicher auch von Erziehungsfehlern von Frauchen, aber die Grundeinstellung war für mich einfach schon nix.

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Wer einen Terrier hat braucht keinen großen Hund!


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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 19:03 
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Beiträge: 2161
Wohnort: Hamburg
Hmm ich kenne die auch eher als selbstständige Hunde die auch gut mal ihr Ding alleine machen können und im Zweifel nicht so sehr an Muttis Rockzipfel hängen.

Dazu das Fell und dann im Stall mit dem Tier :evil: Der sieht ja nach jedem Gang über den Hof aus wie ein Schwein und braucht jedes mal ne Dusche wenn der in der nassen Jahreszeit mit zum Ausritt kommt. Und dann trocknet er ewig lange... Also wer sich so einen pflege- und dreckintensiven Hund anschaffen möchte, dem rate ich dringend mal genau so ein Exemplar in Pflege zu nehmen. Man kann sich da noch so viel einreden dass das schon nicht so schlimm sein wird. Hat man mal 14 Tage so eine Dreckschleuder zuhause, kann das sehr heilsam sein. Und wenn man danach immer noch überzeugt ist, umso besser!

Mein Tierschutzhund aus Spanien ist übrigens ein 1a Reitbegleithund :wink: Und hatte das auch viel schneller raus als ein Welpe.
Der Aspekt mit dem Zeitfaktor zählt übrigens auch nicht wirklich: Ein Welpe ist extrem zeitaufwändig und bis der ordentlich mitläuft vergeht mindestens 1 Jahr und dann kommt er noch in die Pubertät. Je nach dem wie kooperativ er ist, ist man also so 1-2 Jahre damit zugange, den zu einem netten Hund zu machen. Ein gebrauchter aus dem Tierschutz ist da viel einfacher weil oftmals schon grundsolide fertig. Gibt ja sogar welche die Erfahrung am Pferd haben!

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Schaut mal auf unserem Online Magazin rund ums Pferd rein:
http://www.horsediaries.de

Fotoshooting?
http://www.theresalohmeyer.de

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 Betreff des Beitrags: Re: Eurasier
Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Januar 2018, 10:01 
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Wohnort: Krone Deutschlands
Ich kenn nur anverwandte Rassen. Chow, Spitz... extrem selbstständige Rassen, die null Interesse an Interaktion mit dem Mensch haben. Mal kurz, 5 Minuten, wenn sie grad Lust haben. Ansonsten drehen die beim Gasse um und gegen heim, wenn sie meinen es reicht. Leckerli? Interessieren nicht. Spielen? Energieverschwendung. Die zeigen teilweise bereits als Welpen null Folgetrieb und gehen, wohin sie möchten. Training? Wird ignoriert. Entweder sie legen sich irgendwo ab und schauen zu, oder sie verschwinden im Wald.

Also wenn man nen Hund will bei dem man im Prinzip nicht merkt, dass man einen Hund hat, sind solche Rassen sehr zu empfehlen. Ich würde an deiner Stelle davon ausgehen, dass du eher eine Ausnahme als die Regel kennengelernt hast und der Hund sich für das, was du suchst, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht eignen wird.

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Heimat ist, wo ich sterben will...


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