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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Anpaarung/Fohlen auf "Bestellung"
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 14:55 
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An die Züchter unter uns (ihr anderen dürft natürlich auch gerne euren Senf dazu geben):

Geht ihr auf "Vorbestellungen" von Fohlen ein, wo der Potenzielle Käufer vor gibt, wie die Anpaarung sein soll? Wie sind da die Konditionen und was muss wie vertraglich geregelt werden?
Macht ihr es auch dann, wenn die Anpaarung in euren Augen nicht ganz stimmig ist, oder die Elterntiere unterschiedlicher Rasse sind?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 15:10 
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Mit vertrag, ja.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 15:34 
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indirket habe ich das mal gemacht. Lea sollte eigentlich kein Fohlen mehr bekommen, aber der Bereiter von Krümel damals wollte gerne aus der Mutter ein Fohlen haben. Also haben wir die Stute noch einmal decken lassen, heraus kam Gajari.

Der war als Fohlen auch wirklich toll, doch der Bereiter hatte dann plötzlich mit fadenscheinigen Ausreden das Fohlen doch nicht gewollt. Leider wurde er dann auch noch von einem Pferd so verletzt, daß er nicht mehr zur Luhmühlener Fohlenauktion konnte.

Fazit: Fohlen auf Bestellung nur noch bei Vorkasse mit allen Risiken zu Lasten des Käufers!


Eine Freundin durfte sich sich aus unsere Stute ziehen. Sie durfte sich den Hengst selber aussuchen, wobei wir schon darauf geachtet haben, daß es vom Blut her paßt und sie zahlte die Decktaxe und alle anderen anfallenden Kosten (Brennen, Chippen, Papiere). Da wir uns gut kennen, war das alles problemlos. Das Risiko hat jeder für seinen Teil getragen (Verlust der Stute etc wir, verlust des Fohlens etc. sie)

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"Geh Deinen Weg und laß die Leute reden"


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 15:51 
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In meinem Fall handelt es sich auch um eine sehr gute Freundin von mir.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 15:59 
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Meine Bekannten habe das gemacht. Aber auch mit Vertrag. Auch unter guten Freunden würde ich das wohl schriftlich fixieren.

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Schnuppe


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 16:40 
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Also Freunde von uns haben das gemacht. Und die hatten mir jetzt auch angeboten mir einen Hengst auszusuchen und mir ein Fohlen zu ziehen. Für mich ist das nichts, auch, wenn es ein super Angebot war.

Generell würde ich es aber immer schriftlich festhalten!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 17:55 
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Ich habe es noch nicht gemacht, bei sehr guten Freunden würde ich es aber wohl tun. Allerdings nur, wenn ich das Fohlen im "Ernstfall" auch behalten könnte...
Vertraglich geregelt werden müssten m.E.
- die Kostenverteilung (also trägt der "Besteller" nur die direkt anfallenden Kosten wie Decktaxe + alles was das Fohlen direkt betrifft oder auch eine Pacht / Unterbringungskosten / Extrafutter?). Das so genau wie möglich.
- wer trägt das Deckrisiko, also was ist, wenn der Stute bei Bedeckung oder Geburt etwas passiert?
- wer "bestimmt" über Fütterung und Haltung von Stute und Saugfohlen?

Alternativ vorher Kaufvertrag mit Festpreisvereinbarung - da bleibt man dann aber auf den Kosten sitzen wenn die Stute nicht aufnimmt oder verfohlt - ein Fohlen das nicht geboren wird kann man ja nicht verkaufen...
Lexi hat geschrieben:
Macht ihr es auch dann, wenn die Anpaarung in euren Augen nicht ganz stimmig ist, oder die Elterntiere unterschiedlicher Rasse sind?
Ersteres nein, letzteres ja (wenn es trotz Rassemix ne stimmige Anpaarung ist)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 19:14 
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...jetzt bin ich ja neugierig...spannende Frage!!!

Ich denke, es kommt darauf an, ob du es als Züchter vertreten kannst, die Stute halt von dem bestimmten Hengst zu belegen.
Was erhofft sich derjenige aus der Anpaarung?
Am Ende entscheidet ja, wie Maharani sagt, doch die Sympathie- man kann ein Pferd mit dem Kopf kaufen, aber man sollte es mit dem Herzen kaufen, und das entscheidet ja am Ende der Blickkontakt, nicht das Papier..
Was wird aus dem Fohlen, wenn sich derjenige doch nicht für das Pferd entscheidet? Ist es weiter vermittelbar?
Von Kosten hab ich keine Ahnung, das würde ich handhaben, als würde ich die Stute "normal" zulassen- mich nicht Abhängig von demjenigen machen...
Das ganze natürlich nur, wenn ich es als Mensch und Züchter vertreten kann...und ein bissl neugierig ist man als Züchter ja auch immer auf das was "raus" kommt....

Ein Bekannter von mir hat auf Mallorca Menorquins gezüchtet- hatte einen Hengst und mehrere Stuten- er hat letzten Endes fast nur noch die Stute decken lassen, wo die "besten" Pferde herausgekommen sind, quasi die grad "MOde" waren und gut verkäuflich- leider gehen die in Richtung Sportpferde für den deutschen Markt und haben nicht mehr viel mit dem Ursprungstyp zu tun...Aber der "Bedarf" war ja da.... :keineahnung:

_________________
Der Weg ist das Ziel!!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 21:59 
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Ihre Ansprüche sind recht einfach gehalten:

Es soll ein kräftiges Freizeitpferd werden, mit genug Ausdauer und Spritzigkeit, um auch mal flottere Ritte ins Gelände zu starten. Überhaupt soll es hauptsächlich ein Ausreitpferd sein/werden.
Gerne mit viel Mähne und möglichst in Braun.

Kann man so natürlich auch problemlos und recht günstig kaufen, aber sie hätte gerne ein Pferd von ganz Anfang an und würde die Trächtigkeit gerne miterleben.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 22:17 
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Hallo!

Ich würde es nicht machen. Entweder ich stehe voll und ganz hinter der Anpaarung oder ich lasse es. Dann bin ich für das Ergebnis verantwortlich, ob das Fohlen verkauft wird oder nicht ist dann auch meine Sache.

Grüßle
Danube


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Februar 2015, 22:42 
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Wir hatten das mal im Stall, die RB der Stute hat alle Kosten getragen, als das Fohlen dann da war hat die Besi der Stute dann Zweifel an den Fähigkeiten der RB bekommen, was den Umgang mit einem Fohlen an geht und hat am Ende das Fohlen "zurückgekauft", also der RB alle kosten erstattet und hat dann 8 Jahre lang zwei Pferde durchgefüttert, was ihr nur mit mehreren Nebenjobs möglich war. Letztes Jahr ist die Mutterstute dann eingegangen, jtezt hat sie nur eins.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Februar 2015, 10:28 
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Ich wollte es einmal machen. Da hat die Stute aber auch sehr gut zum Hengst gepasst. Am Ende hat es nicht geklappt gehabt.

Heute würde ich das auch nur mit Vertrag und Vorabzahlung machen, bzw. mit festen Raten, die zu zahlen sind. Und da ich mich doch ein wenig als Züchter und nicht als Vermehrer betrachte, würde ich auch keine unpassende Anpaarung zulassen. Das muss schon Hand und Fuß haben, ich will ja keine Schrott "produzieren".


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Februar 2015, 12:51 
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Nur mit Vertrag - ega für wen das Ganze hinterher sein soll !
Wie andere schon sagten, mit klaren Regeln auch zu Zahlungen. z.B. x € bei Abschluss, X€ wenn die Decktaxe zu zahlen ist, X€ wenn das Fohlen da ist und am Tag 8 oder so lebensfähig (Möglichst dann den Endbetrag schon im Säckle haben). Explizit regeln, was mit den Zahlungen passiert die bis zum eventuellen Abort, Eingehen des Fohlens etc. bereits geleistet wurden.
Dann muss im Vertrag auch -ich nenne es jetzt mal so ohne rechtliche Ahnung- eine Endklausel rein. Sprich ich würde regeln wollen, dass wenn die Person das Fohlen nicht am Tag X abholt, Pensionsgeld zu zahlen ist und (so rechtlich möglich) ich nach einer bestimmten Zeitspanne das Recht habe, das Fohlen zu verkaufen. Sonst muss man nachher das Fohlen noch lange durchfüttern und der Kunde freut sich weil er es aus welchen Gründen auch immer nicht abgenommen hat.
Im Klartext: Ich würde so etwas immer nur von einem mit derartigen Sachverhalten erfahrenen Anwalt aufsetzen lassen (der auch genügend eventualitäten kennt oder sich vorstellen kann). Und damit ich im Falle eines Falles kein Problem mit einem ungewollten Exemplar bekomme, würde ich gerne Veto recht bei Hengst haben wollen (falls der vorher fixierte plötzlich gewechselt werden soll).
Und ich würde das auch nicht auf Bestellung züchten nennen sondern ganz klar In utero Verkauf !

_________________
www.hannoveranerzuechter.de
www.fewofischer.de


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Februar 2015, 13:05 
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Ok, danke, da ist ja nun einiges an Info zusammen gekommen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22. April 2015, 10:43 
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eine freundin von mir ist WB züchterin, die hat es bereits ein paar mal gemacht.
immer mit vertrag, in dem alles haarklein verabredet ist.
der Kaufpreis = Summe x kann man zur sicherheit irgendwo auf einem Bankkonto parken.
so kann man als stutenbesitzer sicher sein, nach der geburt eines lebenden fohlens an sein geld zu kommen.
meiner meinung nach ist ganz wichtig, den gefahrenübergang zu regeln, dieser wäre bei mir nach der geburt eines lebensfähigen fohlens. ansonsten läuft man gefahr, dass bei einer verletzung /unfall etc. evt der Käufer abspringt ohne dass man selbst dies zu verschulden hat. und dann hat man ein fohlen an der backe, dass man selbst nie so gewollt hat und nun unterhalten muß
auch wenn es eine sehr gute freundin ist, auf jeden fall auf schriftlichen vertrag bestehen (gerade dann, wenn du evt., zeitweise im ausland bist) an streitereien deswegen können schnell freundschaften kaputt gehen

bei dem "zuchtziel" der feundin würde ich ihr allerdings noch mal deutlich ins gewissen reden. solche pferde sind für kleines geld akutell auf dem markt. bei eigenproduktion ist man da schnell bei 5-10.000 EUR bis das produkt im reitfähigen alter ist, ohne garantie, dass auch wirklich das rauskommt, was man sich vorstellt


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