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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 10:03 
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Wie sieht Ihr das ? Fluch oder Segen ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 10:52 
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Puh gute Frage. Natürlich sind von beiden Seiten die Argumente gut.
Wenn Heinz-Otto der Geschäftsmann gerne über den Hamburger Derbyplatz in der Amateurtour reiten will und dafür - ich meine 1500 Ocken bezahlt - bitte gerne. Er wird vermutlich für sein Geld viel arbeiten und genießt die Vorzüge dieser grossen Veranstaltungen.

Auf den Keks gehen mir allerdings die Leute, die sich, wie in dem Artikel angesprochen, durch die Teilnahme an diesen Turnieren, ihre Erfolge quasi erkaufen. Sorry aber ich finde es total lächerlich bei einem Starterfeld von zB unter 10 Teilnehmern dann einen auf dicke Hose zu machen, weil man in M oder S ne Schlupp abgekommen hat.

Gibt ja auch so schon genug Turniere zu denen nur Richter eingeladen werden, die auf den "besseren" Turnieren eigentlich keiner mehr haben will, eben weil sie - freundlich gesagt - nicht so ganz objektiv sind. Oder auch diese mega eingeschränkten Teilnehmerkreise bzw. Eingrenzungen die genau auf die Kinder des Vorstands des Veranstalters zugeschnitten sind - oder um die Konkurrenz auszuschalten.

Aber ich sehe das mit der ganzen Turnierreiterei sowieso ein bisschen anders. Dieses profilneurotische Rumgereit, egal ob es 35° hat, der Boden eine Katastrophe ist, der Bock mal gerade nicht ganz tacko ist - klar es wird losgefahren. Gut, wenn es das Tier nicht aushält - kommt ja irgendwie und irgendwoher wieder ein neues Reitgerät her.

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 11:32 
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Ich erinnere mich, dass das Thema so schon mal vor 1-2 Jahren in einer Reitsportzeitung aufgegriffen wurde.

Mir persönlich ist es ehrlich gesagt egal. Ich reite auf normalen Turnieren und fertig. Und jeder kann ja heutzutage nachsehen wer wo platziert war. Wenn ich ein Pferd kaufen will, dann guck ich mir auch die ganzen Prüfungen an, in denen das Pferd gelaufen ist und wenn das nur solche Turniere sind und dann noch mit extrem begrenztem Starterfeld, dann ist das Tier für mich persönlich vermutlich weniger wert, aber das ist meine Meinung. Ebenso wenig gebe ich auf die Reiter, die sich damit profilieren :keineahnung: . Wenn es sie glücklich macht, dann sollen sie es tun. Mir ist es Wurst :keineahnung: !

Wir hatten auch mal eine Familie im Stall mit mehreren Pferden und Kindern. Für die eine gab es dann ein teures neues Springpferd. Mit ihrem Pony ist sie nur E und A* geritten, mit dem Pferd direkt nur L. Immer Stützpunktturniere. Es hagelte 8er-Noten und Platzierungen und das Kind war ganz oben auf :roll: . Ich habe immer nur gesagt, dass das für mich nichts wert ist und dass wir weiterreden, wenn sie mal normale L-Springen geritten ist. Was soll ich sagen!? Sie ritt dann auch einige normale Turniere und es hagelte auf einmal 6er-Noten im unteren Bereich :keineahnung: . Mich hat es nicht gewundert. Mal ein paar Platzierungen abzugreifen ist halt keine Kunst. Sein Niveau über die ganze Saison und bestenfalls darüber hinaus konstant zu halten schon. Und auf den Stützpunktturnieren werden ja auch nur hohe Noten vergeben. das hat also wenig Aussagekraft.

Und übrigens kostet ein Start beim Derby in der Amateurtour (zumindest in er L-Tour) knappe 2000 €. Bei mehreren Pferden gibt es etwas Rabatt. Meine beste Freundin ist dieses Jahr mitgeritten [smilie=timidi1.gif] . Die höheren Touren sind bestimmt noch mal etwas teurer.
Ich finde aber, dass die hohen Startgelder hier wiederum gerechtfertigt sind. Es ist halt ein internationales Turnier und etwas besonderes. Die Pflege und das ganze Drumherum müssen halt auch bezahlt werden und nur weil das Turnier nur einmal im Jahr ist, kostet die Anlage und deren Pflege halt das ganze Jahr. Bei den 2000 € sind aber auch nicht nur die Startgelder für 4 Starts enthalten, sondern auch 5 Eintrittskarten inklusive Essen im VIP-Bereich sowie die Unterbringung des Pferdes im Stallzelt für mehrere Tage.


Zuletzt geändert von Eskadron am 19. Dezember 2018, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 11:41 
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Ich bin mehr aus Zufall (das Turnier war im Nachbarstall) bei einem PEMAG Ü 40 Turnier mitgeritten und werde es nie wieder tun. Da wurden völlig utopische Noten vergeben, die mit einer normalen Bewertung nach den FN-Richtlinien wirklich nichts zu tun hatten.

Wer sich über solche Erfolge freuen kann, soll es tun. Für mich ist das nichts.


Snoeffi

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 12:00 
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Hamburg, Wiesbaden, Paderborn und München 1260 Euro bei einem Pferd, bei 2 oder 3 gibt es unterschiedliche Preise.
https://www.spooks.de/about-spooks/spoo ... eur-trophy

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 12:08 
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Ich sehe die Problematik halt darin, das der Veranstalter die Ausschreibung, das Teilnehmerfeld und die Richter so beschränken kann, das wirklich nur wenige Teilnehmer startberechtigt sind. Würde man die gleichen Anforderungen wie auf einem "normalen" Turnier vorfinden, wäre gegen diese Art der Turniere ja gar nichts einzuwenden. Das
es auch auf öffentlichen Turnieren einige Stilblüten gibt, sieht man ja am Beispiel der Spezialspringpferdeprüfungen. Hier hat jedes Pferd das den Parcours fehlerfrei beendet, automatisch eine Platzierung sicher. Bei manchen Prüfungen werden sogar alle Nuller auf den ersten Platz gelegt. Gott sei Dank sind die recht selten. Aber wenn so ein Unsinn Schule macht, ist das Scheckheft in Zukunft völlig ohne Aussage.
Hier in der Region gibt es häufiger Mannschaftsdressurprüfungen der Klasse M. Geritten wird logischerweise einzeln. Das heißt aufgrund der Mannschaftswertung kann ein Teilnehmer die Prüfung gewinnen, obwohl das Einzelergebnis mehr als dürftig ist. Es gibt einige Pferde die auf diese Art zig M Platzierungen im Scheckheft stehen haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 12:53 
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Ich sehe da jetzt nicht wirklich eine Gefahr. Wer meint 1.000 € Startgeld ausgeben zu müssen und gerne vor großer Kulisse reiten möchte, so what. Ist ja keiner gezwungen dort zu reiten. So lange es noch „normale“ Turniere gibt wo es sich auch der Normalverdiener leisten kann sehe ich echt kein Problem. Soll der elitäre Kreis doch ruhig unter sich bleiben. Find ich fast besser, wenn die Eskadron-Kiddies mit ihren total übermotorisierten Pferden in der E Dressur wegbleiben. :keineahnung: Und auch dort muss Leistung gezeigt werden. Gegen 1,40 m muss man sich erstmal trauen gegen zu reiten und mit 3 Steher ist man doch trotzdem ausgeschieden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Clubturniere
Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Dezember 2018, 13:42 
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feuerblitz hat geschrieben:
Hamburg, Wiesbaden, Paderborn und München 1260 Euro bei einem Pferd, bei 2 oder 3 gibt es unterschiedliche Preise.
https://www.spooks.de/about-spooks/spoo ... eur-trophy


19 % kommen aber noch oben drauf. Vielleicht muss man die Tickets zum Essen im VIP-Bereich bzw. das Stallzelt doch separat bezahlen, aber ich weiß definitiv, dass das ganze 1.9XX € gekostet hat. Ich habe die Abrechnung in der Hand gehabt.

@agroguppy: Klar kann man so das Scheckheft füllen, aber jeder weiß doch woher die Platzierungen kommen :keineahnung: . Und wenn ich ein Pferd kaufen will, dass M läuft oder so, dann guck ich mir doch an was der für Prüfungen gelaufen ist. Gibt ja auch viel die M-plaziert reinschreiben und dann war das Tier einmal in einem M platziert, ist aber 40 mal gestartet und war dementsprechend 39 mal schlecht. Ich denke da ist jeder selbst verantwortlich zu gucken, was Schein und was Sein ist.


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