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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 10:55 
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Meine Nerven!

Vor drei Wochen stand Sonntags abends eine Frau, die wir entfernt kennen, in der Reithalle und fragte, ob wir das Pferd ihrer Tochter aufnehmen könnten. Zwölfjähriges (verhindertes) Dressurpferd mit Sehnenschaden, soll jeden Tag raus und sich bewegen, aber nicht zu viel. Nun ja, wir die Reservebox freigeräumt, am nächsten Tag kam der Fury mitsamt Tochter (Ende zwanzig)

Der Tierarzt hatte gesagt, sie solle ihn ein halbes Jahr auf eine Koppel stellen um so dem Sehenschaden ein Chance zu geben. Sie hatte ihn Anfang Dezember in einen Offenstall gestellt. Aufgrund des Wetters alles Matsche, Pferd wäre nicht mit der Situation zurecht gekommen. Ich habe ihr zugestimmt, daß Winter vielleicht eine schlechte Zeit für so eine Umstellung ist.

Das Pferd hatte Mauke, in meinen Augen nicht so schlimm, aber Besitzerin ganz aufgeregt. Ich ihr erläutert, daß der Schlamm, den auch wir haben, dafür nicht so kritisch ist und man ein Balance zwischen Saubermachen und Behandeln und der Wundheilung finden muß. Meine Empfehlung eine Tag saubermachen udn Desinfizieren, den anderen Tag in Ruhe lassen, auch nicht den Schlamm abwaschen.. AM nächsten Tag hatte sie eine Heilpraktikerin&Tierärztin da, die irgendetwas von Übersäuerung erzählte, ich schnell weggegangen, so eine esoterische Pseudomedizin kann ich nicht mehr ertragen. Die nächsten Tage hat sie jeden Tag die Füße gewaschen.

Das Pferd hatte die Eisen abgenommen bekommen, Huf etwas ausgebrochen, sah dafür eigentlich ok aus, hatte aber in Zehenrichtung einen Überstand. Ich ihr erklärt, daß das nun schlecht ist udn man diese Kante abscheiden müsse..sie meinte, sie habe schon ein Bild an ihren Hufschmied geschickt, der würde sich melden. Mein Angebot, es einfach abzuschneiden wollte sie lieber nicht...

Am zweiten Tage kam sie, sie bekäme ihr Pferd nicht auf den Paddock, der wolle nicht. Ich den Fury geholt, der ging anstandslos drauf (wir hatten die Frage allerdings auch schon am morgen geklärt..)

Drei Tage später trug das Pferd auf einmal eine Decke. Ich sie angesprochen was los ist. Ja sie habe den Eindruck, dem wäre kalt. Ich die Augenbrauen hochgezogen, wir hatten da plus 7 Grad, das Pferd ungeschoren mit Winterfell. Ja sie wolle das halt so zur Vorsicht...

Dann konnte sie eine Woche nicht kommen, die Mutter pflegte das Pferd, machte aber nur das nötigste. Am Ende der Woche sahen die Füße fast normal aus und die Beine waren nicht mehr angelaufen. Am Samstag nicht nur wieder die Füße "behandelt", sondern, weil der Fury ihr beim Führen in die Hacken gesprungen ist, auch noch ablongiert, Rodeo vom feinsten. Montag will ich das Pferd rausstellen, kann sich kaum bewegen, Füße angelaufen. Am Abend war nur die Mutter da, ich sie aufgefordert mit dem Scheiß aufzuhören einen Sehnenpatienten zu longieren, habe ihr zwei Pferde angeboten, die mit Ihr spazieren gehen könnten oder auch einen Schrittausritt machen. Sie mich entsetzt angeguckt, mit den Pferd könne man nicht ausreiten und Schritt ginge er dann nicht. Ich konnte mir nicht verkneifen zu fragen ob das Dressurpferd keinen Schritt gelernt habe...

Seit gestern ist der Boden auf dem Paddock gefroren, natürlich Berg und Tal. Pferde nicht glücklich, aber sie laufen halt vorsichtig drüber udn machen Spiele, bei denen man mehr den Hals bewegt. Am Abend bekam sie ihr Pferd nicht vom Paddock und ich hörte nur im vorbeigehen ein Schimpfen. Heute morgen eine Nachricht, er möge drin bleiben. Ich glaub, ich spinne. Pferde, die nicht krank sind gehen bei mir raus und zwar täglich.

Ich fürchte, das wird der erste Fall, in dem ich kündige, in so einem Stall, in dem sich die Mädels schwerpunktmäßig über die neue Eskadron-Kollektion unterhalten wäre sie besser aufgehoben. Dabei kommt das Geld sehr pünktlich, aber meine Nerven...

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 10:59 
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Sorry, aber bei einem nicht ausgeheilten Sehnenschaden hätte ich persönlich auch keinen Bock auf ne gefrorene Berg- und Talbahn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:00 
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Das wäre ja alles wirklich lustig, wenn nicht das arme Pferd drunter leiden würde :evil:

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Danke für alles, Dicker


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:03 
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feuerblitz hat geschrieben:
Sorry, aber bei einem nicht ausgeheilten Sehnenschaden hätte ich persönlich auch keinen Bock auf ne gefrorene Berg- und Talbahn.


Aber was wäre die Alternative?
In der Box stehen und kreiseln?
Oder soll Pegasus 6 Stunden mit ihm spazierengehen? Dann wären da immer noch 18 Stunden Box und kreiseln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:06 
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Keine Ahnung, ist ja auch nicht mein Problem.
Ich sage nur, dass das für mich nicht in Frage kommen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:10 
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feuerblitz hat geschrieben:
Sorry, aber bei einem nicht ausgeheilten Sehnenschaden hätte ich persönlich auch keinen Bock auf ne gefrorene Berg- und Talbahn.



Longieren ist aber auch keine Alternative.

Ist halt blöd, daß es erst so naß war und jetzt der Frost dazu.
Aber wenn die Besis alles auf einmal ändern wollen, dann ist es auch für das Pferd blöd. Eisen drauf lassen und erst einmal abwarten, wäre ja eine Option gewesen.

Hätte das Pferd bei uns gestanden, hätte ich die Besis rund gemacht und ihnen freigestellt mit dem Pferd zeitnah auszuziehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:11 
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Über das Longieren braucht man ja wohl gar kein Wort zu verlieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:28 
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Blöde Situation, bei der viel zusammen kommt....


Aber eine Frage brennt mir seit geraumer Zeit unter den Fingernägeln, wenn du immer wieder “Horrorstorys” aus deinemStall zum besten gibst:
Bist du dir sicher, dass du als Pensionsstallbetreiber auf Dauer glücklich und zufrieden wirst?


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:43 
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Lexi hat geschrieben:
Aber eine Frage brennt mir seit geraumer Zeit unter den Fingernägeln, wenn du immer wieder “Horrorstorys” aus deinemStall zum besten gibst:
Bist du dir sicher, dass du als Pensionsstallbetreiber auf Dauer glücklich und zufrieden wirst?

Empfindest Du das als Horrorstorys?
Ich empfinde das ganz anders.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:46 
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Geht mir ähnlich wie Diva.

Das ist doch völlig normal und was, das jede*r SB tagtäglich erlebt.
Es schreibt nur nicht jede*r darüber, wie Pegasus das tut.

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Danke für alles, Dicker


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:46 
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Gefrorener unebener Boden ist nicht ideal, aber machbar, auch für Sehenpatienten. Der Witz ist gerade, wenn sie das jeden Tag machen, sich daran gewöhne und sich angepaßt bewegen. Stellst Du ihn mehrere Tage in die Box und dann raus, wird er explodieren.



Lexi hat geschrieben:

Aber eine Frage brennt mir seit geraumer Zeit unter den Fingernägeln, wenn du immer wieder “Horrorstorys” aus deinemStall zum besten gibst:
Bist du dir sicher, dass du als Pensionsstallbetreiber auf Dauer glücklich und zufrieden wirst?


Es liegt wie auch in anderen Berufen an einem selber, ob man sich über die schlechten Seiten aufregt oder an den guten Seiten (die es in meinem Stall auch gibt, dankbare Einsteller mit zufriedenen Pferden. Von denen Schreibe ich halt nix...) erfreut.

Die wichtigste Fähigkeit eines Stallbetreibers ist sicherlich die im richtigen Moment wegzusehen. In sofern ist es mir egal, ob einer rückwärts auf dem Pferd sitzt oder abends die Box auspendelt. Wenn das Pferd leidet, ist das mit dem wegsehen so eine Sache udn die Kombination aus Unvermögen/Unwissen mit der leicht arroganten "ich kenn mich aus Attitüde" macht mich wütend. das Mädel reitet seit sie 6 ist, hat Schleifen bis M, ist also Expertin udn hat in meinen Augen exakt Null Plan von Pferden außerhalb der Reithalle...wahrscheinlich kennt sie als Stallpersonal sonst nur Polen, die ja udn Amen sagen und irgendwas machen.

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:48 
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Deswegen habe ich das ja in Anführungszeichen gesetzt :wink: Pegasus berichtet immer so extrem genervt von Standartpferdebesitzern, dass ich mich einfach frage ob’s der richtige Job für ihn/sie ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:54 
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Also wir haben hier fast ausschliesslich Pferde die jeden Tag (außer bei Eisregen und Sturm) rauskommen. Und da sind genug dabei die sich auch dabei noch schrotten :angellie: daher kann ich das mit dem "wenn sie dran gewöhnt sind, toben sie nicht und sind vorsichtig" nicht bestätigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:55 
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Jetzt hat sich mein letzter Beitrag mit Pegasus überschnitten.

Das sich viele gute Reiter mit dem Tier und seiner Haltung an sich wenig auskennen, habe ich auch schon oft festgestellt. In der Regel haben die ihr Tier in einem rundumsorglos Stall stehen und achten hauptsächlich auf gute Trainingsmöglichkeiten und ordentliche kraftfutterrationen. Mit mehr müssen sie sich nicht auseinander setzen, schließlich zahlen sie gut für fachkundiges Pflegepersonal und Stallbetreiber.

Bei Hunden ist das ähnlich. Meine Oma hat ihr ganzes Leben lang Hunde gehabt und vom Hund an sich genau 0,0 Ahnung :keineahnung: Gesunde Ernährung, Erziehung, Bewegung, Sozialisation etc interessiert sie schlichtweg nicht und die Tuere machen ihr auch ohne das ganze viel Freude.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Girlie im Bauernstall
Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Februar 2018, 11:58 
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eine "echte" gefrorene buckelpiste geht für mich gar nicht - weder für sehnenpferde noch für gesunde [smilie=hate-teach.gif] das ist reine glückssache wenn die sich ihre kalten knochen dabei nicht vertreten o.ä.
und meine kommen auch täglich raus - so lange uns so oft das geht - auch als sportpferde - werde oft genug belächelt darüber - aber wenn ICH schon umknicke beim drüberlaufen (es kommt ja auf den grad der durcheisung an!) ...btw- heute mussten die drin bleiben- passt mir ganz und gar nicht - aber gesunde beine sind wichtiger
"aufpassen" tun m.e. nur die echten offenstallpferde und nicht die, die morgens raus gehen...

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Hinfallen ist keine Schande - nur liegen bleiben!

grundsätzlich gilt: "Jeder blamiert sich selbst, so gut er kann"!


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