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 Betreff des Beitrags: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Oktober 2016, 17:34 
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Ich habe erst kürzlich von dem Projekt bei uns in der Nähe mitbekommen und war heute spontan zur Auktion zum angucken.

http://www.agrar-crawinkel.de

Es war die Hölle los uns auch teilweise recht prominent besetzt (ZB Uta Gräf)
Ich finde das Projekt echt spannend und durchaus eine Option für einen jungpferdekauf.

Hat jemand schon davon gehört oder gar Erfahrungen gemacht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Oktober 2016, 20:50 
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Ja,in der sachsens pferde war ein artikel, ich werd nächstes jahr bestimmt auch mal schauen fahren!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Oktober 2016, 22:03 
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Ich kenne einen Wallach aus Crawinkel, 3jährig roh gekauft. Mein Fall wäre der jetzt nicht... Anfassen findet er pauschal doof. Vielleicht liegt es auch am Levefre-Blut.

Sportlich allerdings sehr erfolgreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Oktober 2016, 06:43 
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Ich habe vor ca. zwei Jahren davon mitbekommen und finde es auch extrem spannend. Erzähl mal von der Auktion.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Oktober 2016, 07:43 
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Leider hat es die ganze Zeit in Strömen geregnet und ich konnte mit kleinem Kind nicht das ganze Programm verfolgen.
Die Pferde (Ca. 75) wurde vormittags vorgestellt (inkl freispringen -außer die Fohlen)
Sie sind ja alle roh - ich glaube der älteste war 5

Da waren schon echt ein paar mit ganz gutem Potential dabei.
Ist ja von Pony/Trinker über Freiberger bis WB alles dabei

Die Pferde kamen dann immer zu zweit oder dritt in den roundpen mit einem berittenen bekannten Führpferd.
Die meisten waren auch recht entspannt.

Die kommen wohl ab August rein und werden an Menschen/ Halfter etc gewöhnt.

Die Ponys gingen zw 750€ und ich glaube 3700€ weg
WB ging bei 1500€ los. Manche blieben auch unter 2000€ (meine Freundin hatte es auf einen cornet oblensky Enkel abgesehen und ist bei 5000€ ausgestiegen)

Mein Eindruck war mit etwas Glück konnte man einen ganz passablen auch für 2000-3000 bekommen.

Meine Freundin war das ganze WE da und begeistert von den entspannten Pferden.
Der derzeitige Haupthengst (landrover) ist jetzt nicht soooo meins. Aber das liegt vor allem daran dass er eigentlich hauptsächlich (äußerlich) todlangweilige dunkelbraune ohne Abzeichen macht.

Ich könnte mir durchaus vorstellen dort mal zu schauen wenn ich einen Nachwuchs suche. Der Gedanke an so eine robuste, artgerechte (wenn auch harte) Aufzucht gefällt mir gut. Könnte mir vorstellen dass das "gesündere" Pferde hervorbringt als man so spontan denkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Oktober 2016, 07:52 
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im klassikforum gibt es auch einen schönen Artikel darüber, klingt ähnlich wie deiner

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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Oktober 2016, 10:18 
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Ich hab mir die Thürengeti auch schon live angeguckt - sehr beeindruckend und von der Aufzucht her genau meins.

Allerdings muss man dmait rechnen, dass man ein Pferd bekommt, das doch recht wenig kennt und das erstmal "fremdelt" und blöd tut. Fohlen ABC lernen die ja erst, wenn sie schon ordentlich Kraft haben. Allerdings kenne ich auch welche aus "Handaufzucht" die genauso doof sind.

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Oh Herr, wirf Hirn oder Steine - was, ist egal, Hauptsache Du triffst!


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Oktober 2016, 06:59 
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Beiträge: 70
Ich finde das Konzept faszinierend und bin sicher dass die Pferde dort besser groß werden als in vielen der einschlägigen 'Laufstallhaltungen'. Und für ein junges Pferd ist es allemal besser es erfährt gar keinen menschlichen Umgang als das was mit vielen anderen Jungpferden passiert (wenige und hauptsächlich negative Erfahrungen in der Jugend die man dann mühsam wieder rausbekommen muss).
Ein paar Fragezeichen habe ich allerdings schon: Was machen sie mit Kranken? Einfach eingehen lassen? Wie sieht es aus mit Hufpflege bei den Jungpferden? Da kann doch viel falsch laufen wenn so gar nichts gemacht wird. Für meinen eigenen Betrieb kann ich sagen dass unsere Pferde schon sehr naturnah aufwachsen. Sie können sich rund um's Jahr draußen auf verschiedenen Untergründen bewegen und trotzdem haben wir mindestens alle 14 Tagen den Hufschmied im Haus weil von Natur aus einfach nicht jedes Pferd perfekt auf den Füßen steht und was bis Anfang zweijährig nicht korrigiert wird ist später schwierig.
Wie das in den diversen Großbetrieben läuft weiß ich und das finde ich alles andere als optimal. Der Umgang und die engmaschige Kontrolle machen aber viel Arbeit und wenn man sich die spart bleiben zwangsläufig am Ende mehr Pferde mit Fehlstellungen oder sogar längerfristigen Schäden übrig. Das kann ich mit dem Tierschutzgedanken irgendwie nicht vereinbaren. Angesichts verfallener Preise auf dem Pferdemarkt generell (vor allem für die Art Pferd die in Crawinkel angeboten wird, also jung und unausgebildet) frage ich mich auch ob man nicht deutlich gezielter züchten müsste. Klar kann man sagen sie nehmen nur tolle Stuten und Hengste (kann ich nicht beurteilen ich kenne die Pferde ja nicht) aber überall wird die Devise rausgegeben, nur noch mit Spitzentieren zu züchten weil es 'normale' genug gibt.
Wie seht Ihr das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Oktober 2016, 08:19 
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Beiträge: 5240
Kareen hat geschrieben:
Was machen sie mit Kranken? Einfach eingehen lassen?
Was ist für dich ein Kranker, den man gehen lässt? Also welche Verletzungen/Erkrankungen machen da für dich das Fragezeichen? Und wieso kommst du auf die Idee? Die haben doch Boxen zum Aufstallen.

Kareen hat geschrieben:
Wie sieht es aus mit Hufpflege bei den Jungpferden? Da kann doch viel falsch laufen wenn so gar nichts gemacht wird. Für meinen eigenen Betrieb kann ich sagen dass unsere Pferde schon sehr naturnah aufwachsen. Sie können sich rund um's Jahr draußen auf verschiedenen Untergründen bewegen und trotzdem haben wir mindestens alle 14 Tagen den Hufschmied im Haus weil von Natur aus einfach nicht jedes Pferd perfekt auf den Füßen steht und was bis Anfang zweijährig nicht korrigiert wird ist später schwierig.

Es macht meiner Erfahrung nach schon sehr viel aus, ob sich die Fohlen von Anfang an viel (oder sogar nur) draußen bewegen oder nur stundenweise rauskommen. Da ist in der Regel oft gar nicht so viel zu korrigieren.

Kareen hat geschrieben:
Wie das in den diversen Großbetrieben läuft weiß ich und das finde ich alles andere als optimal. Der Umgang und die engmaschige Kontrolle machen aber viel Arbeit und wenn man sich die spart bleiben zwangsläufig am Ende mehr Pferde mit Fehlstellungen oder sogar längerfristigen Schäden übrig.

Und für ein junges Pferd ist es allemal besser es erfährt gar keinen menschlichen Umgang als das was mit vielen anderen Jungpferden passiert (wenige und hauptsächlich negative Erfahrungen in der Jugend die man dann mühsam wieder rausbekommen muss).

Das sehe ich genauso.

Kareen hat geschrieben:
Angesichts verfallener Preise auf dem Pferdemarkt generell (vor allem für die Art Pferd die in Crawinkel angeboten wird, also jung und unausgebildet) frage ich mich auch ob man nicht deutlich gezielter züchten müsste. Klar kann man sagen sie nehmen nur tolle Stuten und Hengste (kann ich nicht beurteilen ich kenne die Pferde ja nicht) aber überall wird die Devise rausgegeben, nur noch mit Spitzentieren zu züchten weil es 'normale' genug gibt.
Wie seht Ihr das?

Die meisten Züchter züchten meiner Ansicht nach alle fürs große Geld, für den Sechser im Lotto: Also am real existierenden Reiter und Reitsport vorbei. Ich glaube es gibt lange nicht genug "normale" Pferde für den Breitensport, sondern nur die züchterischen Fehlwürfe, quasi den Zweier ohne Zusatzzahl. Mit den entsprechenden Problemen durch die Genie-Wahnsinn-Opas und die oben beschriebene Aufzucht.

Ich war auch noch nicht bei Crawinkel, will mir das aber unbedingt mal anschauen. Ich kann mir durchaus vorstellen, welche Probleme sich dort möglicherweise ergeben (denn nichts ist nur Schwarz oder nur Weiß), aber die von dir genannten sehe ich eher nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Oktober 2016, 11:33 
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Beiträge: 957
Kareen hat geschrieben:
Ein paar Fragezeichen habe ich allerdings schon: Was machen sie mit Kranken? Einfach eingehen lassen? Wie sieht es aus mit Hufpflege bei den Jungpferden? Da kann doch viel falsch laufen wenn so gar nichts gemacht wird. Für meinen eigenen Betrieb kann ich sagen dass unsere Pferde schon sehr naturnah aufwachsen. Sie können sich rund um's Jahr draußen auf verschiedenen Untergründen bewegen und trotzdem haben wir mindestens alle 14 Tagen den Hufschmied im Haus weil von Natur aus einfach nicht jedes Pferd perfekt auf den Füßen steht und was bis Anfang zweijährig nicht korrigiert wird ist später schwierig.


Ich habe dazu ein Video gesehen, dort hieß es, dass die Hufe so gut wie gar nicht bearbeitet werden, sondern so wie bei den Wildpferden natürlich wegbrechen. Lahmheiten, werden wohl (so wie ich es verstanden habe), je nach schwere nur eingestallt. Leichte Lahmheiten werden wie es ja heute auch schon viele Tierärzte handhaben, weiter auf der Weide auskuriert.

Die Pferde in dem Video waren dem Menschen nicht abgeneigt, sondern wirkten eher neugierig. Ich finde diese Art von Zucht schon sehr interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass dort wirklich die härteren Pferde gezüchtet werden. Vielleicht wird da auch mal ein Montagsmodell dabei sein, aber ich denke nicht so oft wie in den herkömmlichen Zuchtstätten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Oktober 2016, 12:07 
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Soweit ich weiß, handelt es sich um ein Renaturierungsprojekt des Landes (EU?). D. h. die Pferdezucht ist ein reines Nebenprodukt infolge der Beweidung der Flächen (die zwingende Voraussetzung für das Projekt ist). Theoretisch könnten die da auch Zebras züchten, Crawinkel war allerdings bereits zu DDR-Zeiten eine bekannte Pferdezucht.
Von daher war da bereits ein guter Stutenbestand vorhanden, ebenso wie das Zuchtwissen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Oktober 2016, 13:03 
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Beiträge: 2618
Das hört sich ja sehr interessant an. Habe mich auch spontan beim Durchgucken des Kataloges ein bis drei Mal verliebt ;-)
Also wenn ich was suchen würde, wäre das mit Sicherheit eine Anlaufstelle für mich...


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Oktober 2016, 18:11 
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Beiträge: 9159
Ich sehe gerade zwei extreme. Beides Absetzer und mit dem absetzen vergesellschaftlicht.

Nr. 1 ein Warmblutfohlen mit sehr viel Menschenkontakt. Robust gehalten, leider aber ohne weitere Fohlengesellschaft, da andere Zuchtstute letzen Winter verstorben. Also in dem Punkt suboptimal.

Nr.2 Friesenfohlen aus Holland mit 26 anderen Fohlen gelaufen. Extrem scheu! die kennt nichts! nie angepackt. Das schlimmste aber ist, die hat ganz krasse bockhufe!!!!! Die läuft bzw. lief nur auf der Zehe!!! da hat keiner nach geschaut und gehandelt! Die ist haarscharf hin!

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Nicht ärgern! Nur wundern.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Oktober 2016, 07:45 
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Beiträge: 1363
Cora, das hat aber nichts damit zu tun mit wievielen anderen Fohlen ein Fohlen aufgewachsen ist.
Bei meinen Eltern stehen auch immer um die 30 Fohlen zusammen und da lassen sich alle anfassen, sind regelmäßig beim Schmied und haben keine gravierenden Stellungsfehler.

Dass sich Fohlen bei einer Haltungsform wie bei der Thürengeti nicht gerne anfassen lassen, ok. Aber ich kann mir irgendwie auch nicht so richtig vorstellen, dass da so gravierende Stellungsfehler nicht korrigiert werden.


Zuletzt geändert von Blubbi am 24. Oktober 2016, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Thüringeti - Auktion
Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Oktober 2016, 07:47 
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Registriert: 9. Mai 2007, 16:41
Beiträge: 3413
Wohnort: GAP
Und wie scheu oder zutraulich ein Fohlen ist, hat ja auch ganz viel mit seiner Persönlichkeit zu tun. Manche kommen auf die Welt und sind neugierig und mutig und kuschelig, andere sind misstrauisch. Die zutraulichen bleiben auch zutraulich wenn sie mit wenig Menschenkontakt aufwachsen.


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