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Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. September 2017, 09:43 
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Registriert: 9. Mai 2007, 16:41
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Fabelhaft hat geschrieben:
Ich selber würde wohl keins dort kaufen, da ich gerne selber mehrfach ausprobiere, selber fertig machen will und das Pferd in seiner gewohnten Umgebung erleben.

Ich glaube mir reicht einmal ausprobieren. Ich weiß ganz schnell ob ich mich auf einem Pferd wohlfühle oder eben nicht.
Bei mir gibt es 3 Probleme bei Auktionen: Zum einen finde ich das übertrieben viel Stress für die jungen Pferde den ich eigentlich nicht unterstützen möchte, zweitens fände ich das Dilemma extrem blöd, wenn man 2 Kandidaten hat, die man haben wollen würde und der den man am zweitliebsten will als erstes in die Bahn kommt und drittens mag ich ja nur die übersensiblen Pferde und die sollten nun echt nicht über die Auktion gehen.

Aber wenn ich diese Ansammlung von echt qualitätvollen jungen Pferden auf einem Haufen sehe und die gute Vergleichbarkeit und natürlich die Spannung, dann träume ich schon ein bisschen davon...


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. September 2017, 10:12 
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Diva hat geschrieben:
Aber wenn ich diese Ansammlung von echt qualitätvollen jungen Pferden auf einem Haufen sehe und die gute Vergleichbarkeit und natürlich die Spannung, dann träume ich schon ein bisschen davon...


Ich kann gut verstehen, dass man da in Kauflaune kommt. Ich war nur auf einer einzigen Auktion, und hätte ich den richtigen Geldbeutel, hätte ich da schon im kleineren Preissegment locker etwas voraussichtlich passendes gefunden. Man hat schon eine schöne breite Auswahl ohne viel durch die Gegend fahren zu müssen. Aber ich konnte mir eh nur völlige Rohlinge leisten, von daher stand das nie im Raum.

Ich kannte "nur" ein Pferd, das von einer Auktion kam und im Kopf leider richtig durch war. Aber alle anderen waren für ihr Alter schon zu viel gearbeitet worden, und die meisten wurden leider auch nicht wirklich alt....was sicher auch daran lag, dass sie nach dem Kauf genauso weiter gearbeitet wurden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. September 2017, 15:45 
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Die Mutter von meiner Prinzessin ging über die Eliteauktion. Bildschöne Rappstute mit richtig Bewegungsqualität und dem nötigen Interieur bei schonendem Aufbau ein Genie im Viereck zu werden. Das sind aber in aller Regel keine Jedermannpferde. Und genauso Pferde eignen sich nicht fürs Auktionsgereit. War bei der auch so.
Die ging für viel Geld weg, dann weiß ich nicht genau wie viele Zwischenstationen, bis sie bei ihrer jetzigen Besi gelandet ist. Die hat sie als Nachwuchs GP Pferd gekauft. Die Stute kriegst du nicht mal mehr in die Bahn. Ergo ist sie nun in der Zucht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 11. September 2017, 15:54 
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Man darf aber auch nicht vergessen wie viele Pferde erfolgreich über Auktionen verkauft worden sind und im (internationalen) Sport erfolgreich gehen.

Ich kenne auch genug Pferde, die "durch" sind, ohne dass die auf einer Auktion gewesen sind. Das jetzt per se den Auktionen zuzuschreiben, ist nicht richtig finde ich. (Aber das tut hier glaube ich auch keiner.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2017, 08:21 
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Blubbi hat geschrieben:
Man darf aber auch nicht vergessen wie viele Pferde erfolgreich über Auktionen verkauft worden sind und im (internationalen) Sport erfolgreich gehen.

Das stimmt natürlich auch. Gerade Leute wie Madeleine Winter-Schulze oder Sissy Max-Theurer kaufen gerne und viele Pferde auf Auktionen. Und es ist natürlich auch nur sehr schwer recherchierbar wie viele Pferde wirklich auf der Auktion zerstört wurden und wie viele dann danach, weil die Leute viel Geld für ein junges Pferd ausgegeben haben und das dann vielleicht gar nicht bedienen konnten.

Von den 5 Pferden die ich näher kannte, gingen 2 z.B. an absolute Anfänger. Diese Pferde gingen dann natürlich sehr weit unter ihren Möglichkeiten, aber ich glaube sie waren relativ zufrieden mit ihrem Leben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2017, 08:50 
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Es ist aber auch nirgendwo vermerkt, wieviele Pferde garnicht bis in die Auktion kamen, sondern schon vorher einen Schaden durch die Vorbereitung bekommen haben.

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Schnuppe


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2017, 09:37 
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Es ist so vieles nicht wirklich nachvollziehbar - auch so gibt es ja genug Jungpferde (ob Auktion angedacht oder nicht), die früh von Kopf oder Körper nicht mehr mitmachen weil zu früh zu viel verlangt wurde.

Das die Anforderungen an ein Pferd bis zu einer Auktion nicht klein sind, sind wir uns sicher einig.
Aber auch ansonsten muss man doch eh auch genau hinschauen, wann da mit den Pferden angefangen wurde, wieviel gemacht wurde und wie usw ...

So lange es keien repräsentativen Zahlen gibt zum Vergleich Jungpferd/Pferd von der Auktion, Jungpferd/Pferd vom Züchter usw ... ist es Glaskugellesen.

Man müsste ja auch noch philosophieren: was liegt ggf auch eher daran, das die Pferde beim neuen Besitzer nicht passend gemanaged und gearbeitet wurden ?

Für mich persönlich steht fest: ich finde das zu viele Jungpferde zu früh zu viel machen, weil sie schnell möglichst teuer verkauft werden sollen oder schnell möglichst viele Schleifen sammeln sollen. Aber ebenso sieht es ja auch mit Stutenleistungsprüfung oder Körung, wo dann die Pferde entsprechend teilweise unter 3jährig schon stramm gearbeitet werden für die Vorbereitung usw usw

_________________
Ich bin in einem Alter, da darf ich Menschen auch von Anfang an einfach doof finden - ich hab ja nicht mehr ewig Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2017, 09:52 
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Ich ritt zeitweise in einem Privatstall mit etlichen sehr hochpreisigen Auktionspferden.
Eine Angestellte sagte mal, in mehreren Boxen stehen Pferde im Wert eines Einfamilienhauses :-?

Diese Pferde waren wirklich durchweg alle klar im Kopf, nicht überdreht und gesund.

Die Eigentümer konnten es sich aber auch leisten sich das teuerste Pferd einer Auktion für den Hausgebrauch zu kaufen (Zeitungsausschnitt über die Auktion hing in der Sattelkammer :alol:) um es dann mit 14 in "Rente" zu schicken um nur noch von einem kleinen Mädchen als RB bespaßt zu werden.
Ob die Pferde unter extremen Leistungsdruck gehalten hätten kann ich nicht beurteilen.
Die Pferde wurden allerdings durchweg von guten Reitern bzw mit entsprechender Unterstützung schonend ausgebildet und nur wenige dieser Auktionspferde wurden kontinuierlich erfolgsorientiert in entsprechenden Klassen oder international vorgestellt.
Der Großteil der Pferde wurde Zuhause gut und ordentlich Dressur geritten und nur gelegentlich öffentlich vorgestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 13. September 2017, 14:09 
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Wie hier ja auch schon gesagt wurde, man weiß natürlich nicht, wie die Auktionspferde ohne den Rummel dastehen würde. Ich kenne überwiegend Geschichten der anderen Art, von Pferden, die man erstmal ein halbes Jahr wegstellen konnte, oder die körperlich auch wirklich ausgereizt waren. Natürlich ist das "Fertigmachen" in kürzester Zeit weder psychisch noch physisch gesund, und ob man das wieder korrigieren kann hängt sicher vom Einzelfall ab. Manche behalten dauerhafte Schäden. Mein Mann hat ja nun auch so ein Exemplar in der Mache, und es poppt eben immer wieder auf, was man dem Tier zugefügt hat. Anders kann man das nicht nennen, die müssen eben mit allen Mitteln funktionieren und strahlen.

Die Male wo ich zur Auktion war habe ich viel Durchschnitt und wenige Spitzen gesehen, und fand die Preise durchweg überteuert. Der Zuschlagspreis ist schließlich netto, da kommt noch die Auktionsgebühr und Märchensteuer drauf. Das Gereit ist in meinen Augen nur begrenzt erträglich, ich finde an erzwungener Strampelei, vorne Ziehen und hinten Stechen nichts Schönes, und sehe persönlich eben lieber wie ein Pferd ungezwungen sein Gangpotential entfaltet. Das ist dann aber leider weniger spektakulär und man braucht mehr Phantasie. Und daran haben alle, die daran verdienen, kein Interesse. Ist nicht zu überhören, oder? Meinetwegen bräuchte es keine Auktionen, aber natürlich müssen die Züchter irgendwie vermarkten. Ich selber würde dort nie, nie, nie kaufen. Dann tingel ich lieber von Hof zu Hof, guck mir verzottelte Viecher direkt von der Wiese an und mal mir aus, was draus werden könnte.

_________________
Though nothing, will keep us together
We could steal time,
just for one day
We can be Heroes, for ever and ever.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auktionspferde?
Ungelesener BeitragVerfasst: 14. September 2017, 08:29 
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Registriert: 27. September 2013, 07:16
Beiträge: 27
Ich denke, das von denen, die bis zur Auktion durchhalten etwa die Hälfte hinterher ohne größere Probleme weiter Leben wird. Die andere Hälfte sind dann die, die ständig kränkeln oder nicht richtig reitbar sind.
Allerdings ist es ja so, das schon vor der Auktion einige aussortiert werden (müssen) da sie dem ganzen Rummel nicht gewachsen sind.
Ich habe bei einem Trainer mehrfach Kontakt zu solchen Pferden gehabt. Seit dem ist mir klar, das ich keine Auktion besuchen werde da ich dieses Vorgehen in keinster Weise unterstützen möchte.
Doch solange es Leute gibt, die auf spektakuläre Show stehen, wird sich an der Vorgehensweise vor und bei Auktionen (und auch in vielen anderen Bereichen) nichts ändern. Denn es bringt für alle die da dran hängen Profit. Wie es den Pferden dabei geht ist Nebensache, die müssen sich nur beim Probereiten anständig verhalten und am Tag x strampeln was das Zeug hält. Alles andere ist unwichtig. Wenn dann der ein oder andere dabei auf der Strecke bleibt ist das halt der übliche Schwund, mit dem man rechnen muss.
Ich würde jederzeit ein Pferd nehmen, das vorher aussortiert wurde denn mit viel Zeit und Geduld sind die, die ich bisher kennen gelernt habe super verlässliche Pferde geworden, obwohl sie als unreitbar, gefährlich usw. abgestempelt waren. Diese Pferde waren einfach zu sensibel um dem ganzen stand zu halten und nicht stumpf genug um sich nicht entsprechend dagegen aufzulehnen.


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