Ententeich

Das große Geschnatter geht weiter!
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 Betreff des Beitrags: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 11:20 
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Hallo ihr lieben Enten,

ich bräuchte mal ein paar Gedankenanstöße und Ideen und da ist auf euch ja eigentlich immer Verlass :respekt:

Mein Zauselchen ist ja leider Allergiker und RAO Patient.
Wir haben schon so unsere Historie und letztendlich weiß ich nicht genau, worauf er allergisch reagiert, scheinbar scheint aber Stroh ein ziemliches NoGo zu sein.
Ich kann gar nicht aufzählen wass wir an diesem Pferd schon herumgedoktort haben und ehrlicherweise gibt es wenig Sachen, die eine unmittelbare und direkte Wirkung zeigen. Es ist vielmehr so dass sich sein Zustand immer eher schleppend verändert und ich letztlich nicht genau sagen kann, woran es nun ganz genau gelegen hat.

Was ich aber in den letzten Jahren so grob zusammenfassen kann ist: In einer Umgebung ohne Heu und Stroh geht es ihm meistens sehr gut und er ist ziemlich stabil. War Stroh im Spiel, ging es ihm eher schlecht, allerdings hatte er auch schlechte Phasen ohne dass er unmittelbar Stroh ausgetzt war.

Nun steht er seit 5 Jahren in einem Offenstall fern von Stroh und die ganze Gruppe bekommt Heulage. Im Sommer geht das auch ganz gut, im Winter haben die Pferde alle die Heulage zunehmend schlechter vertragen. Da macht die Verdauung dann nicht mehr mit und wir hatten letzten Winter wirklich starke Probleme mit Kotwasser. Geholfen hat dann tatsächlich das Lavisano Urfutter erstaunlich gut. Dieses Jahr haben wir zusätzlich angefangen Futterstroh zu füttern, welches die Pferde sehr gut annehmen und ihnen scheinbar auch sehr gut bekommt. Ich weiß außerdem um die außerordentlich positiven Eigenschaften von (gutem) Stroh als Futtermittel und würde das auch aus diesen Gründen gern füttern.
Verdauung ist bei allen Pferden im Moment super, was natürlich außerordentlich erfreulich ist.

Leider geht es dem Zausel zur Zeit so schlecht wie lange nicht mehr :cry:
Da wir schon wieder an diversen Stellen optimiert, untersucht, unterstützt haben aber sich nichts verändert, verdichtet sich im Moment der Verdacht, dass das Stroh hier der Übeltäter ist.

Ich müsste es also vom Ernährungsplan streichen, fürchte mich aber dann vor den Auswirkungen auf die Verdauung. :evil:

Meine Frage daher:

Gibt es Alternativen zum Futterstroh für Allergiker?
Zum Beispiel bietet die Firma Agrobs qualitativ super hochwertiges, entstaubtes Stroh an. Die Qualität unseres Stroh ist okay würde ich sagen... Allderings nicht 1a tiptop und durchaus wechselhaft. Kann schon mal sein dass da auch ein Ballen nicht so schönen Strohs dazwischen ist. Kann Agrobs da wirklich bessere Qualität liefern? Lohnt sich der Versuch? Gibts da irgendwelche Erfahrungswerte?

Aktuell ist der Zausel unter Venti Plus. Ich weiß, dass das kein therapeutisches Mittel ist, ich habe mir davon aber ein bisschen Aufklärung erhofft, ob seine aktuelle Mattigkeit, Abgeschlagenheit und Trägheit von der Lunge kommt oder etwas anderes im Busch ist. Meine Überlegung war, gibt man ihm Venti und die Lunge ist plötzlich frei, müsste es ihm ja zumindest kurzfristig besser gehen. Tut es aber nicht :-? Was sagt mir das?

Ich würde mich sehr über einen kleinen Austausch freuen, vielleicht hat ja jemand eine neue Idee für mich, auf die ich noch gar nicht gekommen bin?
Ganz lieben Dank! :thxs:

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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 11:59 
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Beiträge: 3195
Meiner ist auch hochgradig allergisch, aber das "Sonnenberg" von Dr. Weyrauch verträgt er gut. Hast du das schon mal probiert?
https://shop.dr-susanne-weyrauch.de/pfe ... muesli?c=5

Zum Thema Heulage und Allergiker sage ich lieber nix, geht für mich gar nicht, auch wenn es staubfrei ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 13:22 
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hm...meine Stute leidet ja auch unter der Husterei. Früher Medisolanmaske und so....
Das brauchen wir alles nicht mehr, dank Offenstall bzw. im letzten Stall gab es gutes Stroh.

Sie war aber auch nicht so krank, wie Deiner.

ich würde jetzt statt Venti lieber Sputo geben. Das war damals mit meinem TA auch so abgesprochen.
Der ist eh kein Fan von Venti. Strohersatz hatte ich von Marstall mal dazugefüttert:


https://www.marstall.de/cms/produkte/st ... egory_id=5

Damit hatte es mit Kotwasser ganz gut geholfen. Zurzeit gibt es AGROBS Haferwiese und Mash mit Bentonit. Auf Grund des Wechsels von Heulage auf Heu wird unser Kotwasser verschwinden. :wink:

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Gutes Reiten zeigt sich in der Gesamtentwicklung des Pferdes, nicht an seiner isolierten Kopfhaltung.

by Talimeth


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 13:27 
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schreib doch nochmal auf was er sonst noch zu fressen bekommt - ich kann mir schon denken dass du nicht mehr alles zusammen bekommst was ihr schon getestet, probiert und gemacht habt... da verliert man sich drüber - ich kenne das ja auch - allerdings verliert man auch den "objektiven" über- und durchblick dabei irgendwann...

und nur was mir als erstes einfällt: was sagt der magen? (warum später ;-)

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Hinfallen ist keine Schande - nur liegen bleiben!

grundsätzlich gilt: "Jeder blamiert sich selbst, so gut er kann"!


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 14:07 
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Ich habe leider keine wirkliche Futteralternative für Dich, aber vielleicht interessiert es Dich das der Schimmelreiterhof in Rahlstedt seit kurzem einen Aktivstall für Allergiker hat. Dort wird rund um die Uhr bedampftes Heu anstelle vom Stroh gefüttert.

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Kalorien sind kleine Tiere die Nachts die Kleidung enger nähen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 14:31 
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Ich hätte vielleicht einige Denkanstösse für Dich, da ich auch immer am Optimieren bin

Ich habe selber 2 Allergiker, seit über 15 Jahren. Es war zeitweise schlimm, seit über1 Jahr glaubt mir keiner mehr das beide Pferde Allergiker sind, bzw. unter RAO leiden.
Stehen mittlerweile auf Stroh und fressen trockenes Heu, seit über 1 Jahr jetzt. Im Offenstall.
Die Qualität spielt natürlich eine Rolle und die war im vorigen Stall einfach mies.

Da du das aber ja bestimmt schon prüfen hast lassen, so wie ich das verstanden habe?
Hätte ich einige Dinge.

1. Weg vom Stroh, auch wenn es gerne gefressen wird, lungentechnisch macht das leider bei so einem Fall von Pferd viel kaputt
2. Hast du mal über einen langen Zeitraum Plantagine + C gefüttert von Iwest?
3. Hast du mal über ein Inhaliergerät nachgedacht?
4. Von der Fa. Agrobs gibt es z.B. noch das Aspero, schau dir das mal an.
5. Heulage ist nicht gleich Heulage, ich habe z.B. gerne die Marke Boxgras gefüttert, das ist gute Qualität, vielleicht muss man einfach mal nach einer anderen Marke schauen

LG
B.


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 18:44 
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Ich danke euch schon mal ganz lieb für eure Anregungen!

@ Desert Moon:
Danke für den Tipp mit dem Futter! Fütterst du das als reines Krippenfutter, dann als Kraftfutterersatz? Er bekommt als Krippenfutter das Lavisano reform probiotic, das ist wenn ich das so Überblicke zumindest ähnlich reich an Raufaser, aber das Sonnenberg hat tatsächlich selbst noch Stroh drin, das klingt auch ganz interessant. Ist auch etwas günstiger, wir haben noch ne halbe Palette von dem anderen, aber vielleicht probieren wir das Sonnenberger mal, wenn das andere verfüttert ist.

@ diealtekitti
Danke für den Tipp mit dem Marstall Futter. Hast du das aufgeweicht oder so in Pelletsform gefüttert? Wie schnell fressen die das? Die stehen ja in Gruppe zu viert zusammen, es muss also schon ein Futter sein dass sie schön langsam knabbern und sich nicht die Köppe drum einschlagen. Mit Pellets hab ich so meine Bedenken dass der Gruppe zusammen zur Verfügung zu stellen?
Das Venti hat er jetzt nur bekommen um mal zu sehen, ob es ihm mit freier Lunge besser geht, also ob seine akut schlechte Phase wirklich an der Lunge liegt oder ob da noch was anderes im Argen liegt. Weißt du warum dein TA das Sputo dem Venti bevorzugt? In welcher Weise ist das besser?

@gigoline
Er bekommt als Krippenfutter das Lavisano reform probiotic https://www.hipposport.de/LAVISANO-Futter-REFORM-PROBIOTIC-CS-fuer-Pferde-25kg, damit haben wir letzten Jahr das Kotwasser sehr gut in den Griff bekommen. Davor bekam er immer von Agrobs das ge Müsli, Wiesengrün heißt das glaub ich, haben zwischendurch aber auch mal andere Sorten getreidefreies Futter gefüttert. Ich hatte in der Vergangenheit immer mal das Gefühl er reagiert sensibel auf Eiweiß und habe darum auf Getreidefrei umgestellt. Damit sind wir eigentlich immer ganz gut gefahren, zusätzlich bekam er immer noch Vitamin E in flüssiger Form, das tut seinem Muskelstoffwechsel ganz gut. Zum Fellwechsel eine EquiTop Kur und als Reaktion auf einen leichten Zinkmangel im Blutbild auch noch eine Zinkkur.
Ansonsten eben Heulage und im Sommer 8 Stunden Weide.
Was wir alles schon getestet haben willst du gar nicht wissen :-? Ich würde behaupten beinahe alles... :mad: Das meiste ohne Befund.
Aktuell haben wir Zähne und Sattel gemacht, Blutbild genommen, auf Cushing getestet, Schilddrüsenwerte kontrolliert, Akupunktur und TCM. Magen haben wir vor Jahren mal kontrollieren lassen, da was alles i.O. und laut Akupunktur zeigt er da auch aktuell nichts an :keineahnung:

@Sahne
Das ist ja spannend! Danke! Das schau ich mir mal an!

@Bellinchen
Ich muss sagen, er kam auch wirklich die letzten 5 Jahre weitestgehend ganz gut zurecht. Leider (oder zum Glück) zeigt er nicht so lungentypische Symptome an, er hustet zum Beispiel recht wenig und hört sich auch oft beim abhören gar nicht so dramatisch an. Also guckt ihn ein TA an sagen die meisten für einen RAO Patienten hört sich das doch gut an. Aber er wird unrittig, steif, doof in der hand, die Muskulatur macht irgendwann dicht, er wird matt und lustlos, verliert jeglichen Ausdruck und Charme. Reiten kann man aber schon noch und er wird auch nicht pustig wenn man ihn scheucht.
Das ganze kommt immer sehr schleichend und es ist sehr schwer, wirkliche Auslöser festzumachen. Wenn ich ehrlich bin weiß ich gar nicht genau, auf was er reagiert. Ich weiß nur dass er lange nicht so schlecht war wie im Moment und dass er seit 5 Jahren kein Stroh mehr zu fressen bekommen hat.
Zu deinen Punkten:
1. Ja, das wird jetzt auch die erste Maßnahme sein. Das Stroh kommt weg und wir gucken mal, was passiert. Da ich es aber schon für ein sehr gesundes Futtermittel halte, bin ich für alternativen Dankbar, die vielleicht auch für einen Allergiker funktionieren. Ich hab heute noch mal unser Stroh angeschaut, das ist schon mehr grau als geld und hat an vielen Stellen so graue und schwarze Stippen. Es riecht zwar nicht schlecht, sieht aber nicht nach toller Qualität aus. Ich werde das Stroh jetzt erstmal ganz entfernen und dann versuchen ob das Agrobs Futterstroh besser aussieht und wenn ja, ob das vielleicht eine Alternative ist. Wir stehen im Pensionsstall und da ist das mit der Qualität des Raufutters ja nicht so einfach zu beeinflussen...
2. Plantagine + C hat er vor Jahren mal über einen Zeitraum von einem Jahr oder so bekommen. Das könnte ich ihm noch mal geben.
3. Wir haben einen Inhalator, ehrlicherweise habe ich damit aber nie irgendeinen Effekt bemerkt. Der Tierarzt jetzt meinte er hört kaum Schleim, zur Zeit inhalieren wir nicht.
4. Danke, ja das schau ich mir auch mal an. Die haben auch reines Futterstroh in angeblich staubfreier und allergikerfreundlicher Qualität, das werde ich beides mal testen. Da bei uns 4 Pferde fressen sind natürlich 20 € pro 20 kg echt happig... Wenns gut schmeckt hauen die das ja easy in einem Tag weg... :keineahnung:
5. Bei der Heulage sind wir leider darauf angewiesen was der Stallbesitzer geliefert bekommt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 19:10 
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Registriert: 24. November 2013, 21:06
Beiträge: 296
Zum Ventiplus: ich finde es einen Versuch wert, zu sehen ob es dem Pferd damit besser geht. Gerade bei chronischen/allergischen Hustern ist oft nicht allein der Schleim der das Problem, sondern, das sich die Bronchien verkrampfen, die Pferde nicht richtig durchatmen können und der Schleim unter Umständen so fest wird, das man ihn beim abhören gar nicht hört. Und in einem solchen Fall ist Ventiplus besser als Sputolysin, weil Ventiplus nicht nur den Schleim löst, sondern auch die Bronchien weit stellt.
Mein Pferd hatte eine Weile so ähnliche Symptome, wurde im Winter müde, unrittig, steif, lustlos, wirkte traurig und müde. Es gab da auch mal gute Tage, aber die schlechten überwogen und je länger der Winter ging umso schlechter wurde sie.
Was bei uns geholfen hat, war recht sicher die Kombination aus zwei Dingen: Wärme, und das sehr konsequent. Ich habe sie eingedeckt, und zwar so richtig warm, unter dem Solarium geputzt und gesattelt und nur mit Nierendecke geritten bis sie wirklich warm war.
Und das zweite war eine konsequente Futterumstellung, ich habe das Raufutter analysieren lassen (LWK; kostet ca 120 Euro), und dann eine professionelle unabhängige Futterberatung in Anspruch genommen (Kosten waren, glaub ich 70 Euro für die erste, dann wirds bei weiteren Empfehlungen billiger). Ich habe eine leicht zu befolgende Anleitung bekommen aus welchen komponenten ich das Futter optimal zusammenstelle, und was ich wo günstig bekommen kann. Es gab dann ein getreidefreies Pelletfutter auf Luzernebasis, dazu ein indivuduell angefertigtes Mineralfutter, und täglich frisch geschroteten Leinsamen.
Bei uns hat das Wunder gewirkt, und der Reitfrust im Winter war vorbei.

Mein Pferd hatte keine Atemwegsprobleme oder Allergien, aber evt stecken die ja gar nicht hinter den Problemen, sondern sind einfach zusätzlich da? Oft tendiert man ja dazu, da zu suchen, wo man schon eine "Baustelle" hat.
Den Link zur Futterberatung kann ich bei Interesse gern als pn schicken, die Frau ist echt sehr bemüht, und ich fand es angenehm, das sie nicht miit einem Futterhersteller zusammen arbeitet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 21:12 
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Registriert: 7. Januar 2010, 11:18
Beiträge: 75
Meine Stute hat COPD und reagiert auf die luftgetragenen Partikel (Staub, Pilze, Bakterien, Allergene, etc.) aus Heu und Stroh allergisch.
Da sie überhaupt nicht mit Heulage zurechtkam, habe ich einen Haygain angeschafft. In diesem kann sowohl Heu als auch Stroh bedampft werden.
Für mich stellt nur das Bedampfen von Heu und Futterstroh eine adäquate Lösung bei Pferden mit allergischen oder chronischen Hustenerkankungen dar. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien zum Bedampfungserfolg von Heu in einem Haygain. In der größten Haygain Variante kann auch eine verhältnismäßig große Menge Raufutter aufbereitet werden. Bei uns bekommen nun alle Pferde bedampftes Heu. Dies ist aber auch nur möglich, da wir sie privat stehen haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2018, 23:22 
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Registriert: 23. Januar 2008, 18:12
Beiträge: 1111
Wohnort: Deutschland
Was war das denn für Heulage, mit der es Probleme gab. Erster Schnitt früh/spät? Trocken (heuartig) oder eher naß?

Eigentlich kann man die Silage so steuern, daß es wenig Probleme gibt. Ich füttere seit Jahren 2.Schnitt heuartig aber noch feucht. Auf das Pferd, das dieses Raufutter nicht verträgt, warte ich noch...

Es gibt Pferdehalter, die Bedenken wg 2.Schnitt, aber die sind aus der Vergangenheit begründet (Rohfasermangel)

Gruß,
Pegasus


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 07:42 
Online

Registriert: 24. November 2008, 11:25
Beiträge: 1883
Lissi hat geschrieben:
Meine Stute hat COPD und reagiert auf die luftgetragenen Partikel (Staub, Pilze, Bakterien, Allergene, etc.) aus Heu und Stroh allergisch.
Da sie überhaupt nicht mit Heulage zurechtkam, habe ich einen Haygain angeschafft. In diesem kann sowohl Heu als auch Stroh bedampft werden.
Für mich stellt nur das Bedampfen von Heu und Futterstroh eine adäquate Lösung bei Pferden mit allergischen oder chronischen Hustenerkankungen dar. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien zum Bedampfungserfolg von Heu in einem Haygain. In der größten Haygain Variante kann auch eine verhältnismäßig große Menge Raufutter aufbereitet werden. Bei uns bekommen nun alle Pferde bedampftes Heu. Dies ist aber auch nur möglich, da wir sie privat stehen haben.



Eine unserer Einstellerinnen hat auch einen Haygain, die kleine Tonne, da bringt man ein Heunetz gut rein oder stopft eben loses Heu rein, aber das ist sehr mühselig, das dann wieder da rauszubekommen. Ansonsten eine feine Sache, weil man sich das Einweichen sparen kann, sehr angenehm gerade im Winter. Den Bedampfer kann man auch gut selbst nachbauen, wenn man handwerklich ein bisschen geschickt ist, kann man sich den Anschaffungspreis von 800 Euro aufwärts sparen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 08:39 
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Registriert: 7. Januar 2010, 11:18
Beiträge: 75
Wir haben die größte Haygain-Variante. Da passen ganze Rippen von Quaderballen oder eben eine entsprechend große Menge aus Kleinballen rein.
Problem bei den selbstgebastelten Varianten ist, das man sie meistens nicht genügend isoliert bekommt und das Heu/Stroh somit nicht genügend erhitzt wird. Eine "Befeuchtung" zur Staubpartikelbindung findet dabei statt, jedoch ändert dies nichts an der Schimmelpilz- und Bakterienkonzentration. Wenn man Pech hat, kann sich die geringe Temperatur sogar negativ auf die Bakterien- und Schimmelpilzkonzentration auswirken. Zudem wird beim Haygain das Heu durch das Dampffreisetzungssystem aufgespießt und somit von innen heraus bedampft. Beim Nachbau findet die Bedampfung meist nur von unten statt und der Dampf muss erstmal bis ins Innere des Heus vordringen....
Wir haben auch sehr lange mit der Anschaffung eines Haygains gehadert und wollten auch Geld sparen indem wir ihn nachbauen. Am Ende hat dann aber die Vernunft gesiegt und ich bin mehr als zufrieden mit der Investition. Meine Stute dankt es mir und die anderen Pferde erfreuen sich über die Qualitätsverbesserung des Raufutters


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 08:53 
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Also wenn ich so lese, dass er steif, unrichtig und so wird, dann denke ich zuerst an Selen. Zudem hat er ja andauernd irgendwelche Extrakuren nötig mit Zink, Vit. E.... Da würde ich mich zuerst fragen, ob das Mineralfutter, dass er bekommt wirklich zu seinem Bedarf passt. Zudem ist Vit. E eng mit Selen gekoppelt und bei älteren Pferden teigt der Bedarf auch mit der Zeit. Zudem hat Norddeutschland eher selenarme Böden... Kann also sein, dass sein Bedarf mittlerweile höher ist, als der des MiFu. Die meisten Sorten, die man so kaufen kann, sind auch in diesem Wert viel zu niedrig. Ich schwöre ja auf Magnolythe S100. Ich hab lange Zeit Myoplast gefüttert, weil er immer recht steif am Anfang war. Blutbild war aber immer gut. Irgendwann hab ich gewechselt und mein Pferd ist wie ausgewechselt! Der ist viel rittiger und von Anfang an lockerer.
Das Lavisano füttere ich auch und bin damit sehr zufrieden. Ich weiß nicht, ob ich daran rütteln würde, denn ständige Umstellungen sind für den Magen-Darm-Trakt nicht so toll und wenn ihr eh Probleme mit Kotwasser hattet... Zumal, wenn es jetzt im Griff ist :keineahnung: . Never change a running system.

Meiner hat früher in Niedersachsen immer mal gehustet. Als wir nach Kiel gezogen sind und nur noch unter 1 km Luftlinie zum Wasser hatten, war es weg. Als wir dieses Jahr umziehen mussten (weiter ins Land rein :alol: ), war es so dramatisch wie nie zuvor. Der hat sich echt die Seele aus dem Leib gekotzt und auch mit Kortison etc. kaum Verbesserung. Jetzt steht er wieder näher am Wasser und es ist alles gut :keineahnung: . Das müssen definitiv irgendwelche Pollen, Gräser oder so sein. Bei der Bronchoskopie hatte mein TA mir empfohlen ihm mal eine zeitlang Ceterizin zu geben. 8 Stück am Tag. Ich hab das nicht gebraucht, weil mit dem Umstellen alles weg war, aber eine sehr gute Freundin von mir, im Stall in Niedersachen, hatte ewig lange mit Husten zu kämpfen. Auch ihr megateures Inhalationsgerät hat keine Verbesserung gebracht. Ich hab ihr empfohlen, das mal auszuprobieren, weil es keine großen Nebenwirkungen hat, nicht teuer ist und man so halt relativ schnell sehen kann, ob es was allergisches ist. Die meisten Sachen vom TA sind ja schon härter Tobak. Mein TA meinte auch, dass es dazu wohl eine Studie gab und da vielen Pferden sehr gut geholfen hat und man es bei Bedarf auch dauerhaft füttern kann. Bei dem Pferd meiner Freundin war nach einer Woche alles weg.

Wie füttert ihr denn das Stroh? Aus Netzen oder lose?


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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 09:13 
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Colibri hat geschrieben:
Ich danke euch schon mal ganz lieb für eure Anregungen!

@ diealtekitti
Danke für den Tipp mit dem Marstall Futter. Hast du das aufgeweicht oder so in Pelletsform gefüttert? Wie schnell fressen die das? Die stehen ja in Gruppe zu viert zusammen, es muss also schon ein Futter sein dass sie schön langsam knabbern und sich nicht die Köppe drum einschlagen. Mit Pellets hab ich so meine Bedenken dass der Gruppe zusammen zur Verfügung zu stellen?
Das Venti hat er jetzt nur bekommen um mal zu sehen, ob es ihm mit freier Lunge besser geht, also ob seine akut schlechte Phase wirklich an der Lunge liegt oder ob da noch was anderes im Argen liegt. Weißt du warum dein TA das Sputo dem Venti bevorzugt? In welcher Weise ist das besser?



Das Futter habe ich immer unaufgeweicht ins Krippenfutter getan. Meine Stute ist kein hastiger Fresser und Zähne sind gut. Wenn die anderen Pferde schon aufgefuttert hatten, dann war sie noch gut am futtern. Eventuell passt für Dich aber auch so eine andere Art Heuersatz. Hm...ich meine die Fa. Derby hatte etwas in der Produktpalette.

Venti fand mein TA bei Allergikern nicht so passend. So bald es abgesetzt wurde, war die Husterei wieder da. Wir haben dann einfach Sputo versucht und dann hatten wir auch immer Ruhe. Es wirkt ja in den Bronchien und Alveolen. Schleimhatten wir auch nicht...also es lief nicht aus der Nase, aber im Grunde kann das Pferd den Schleim ja auch abschlucken...

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 Betreff des Beitrags: Re: Futterstroh Alternative
Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Januar 2018, 09:25 
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Registriert: 24. November 2007, 07:37
Beiträge: 5118
Colibri hat geschrieben:
Ich hab heute noch mal unser Stroh angeschaut, das ist schon mehr grau als geld und hat an vielen Stellen so graue und schwarze Stippen.

Möglicherweise ist das auch schon die Erklärung für das Kotwasser.
Wie reagiert er denn jetzt auf das Venti?


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